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  Alt-Ordenskanzler Walter J. Springmann verstorben   27.07.2009

Hannover (OMCT). Der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT trauert um seinen früheren Ordenskanzler Oberst d. R. Walter J. Springmann.

Er wurde von langer schwerer Krankheit am 2. Juli 2009 in Hannover im fast vollendeten 71. Lebensjahr erlöst. Walter J. Springmann war mehrere Jahre bis 2008 Mitglied der Ordensregierung. Die Ordensbrüder fühlen mit der Familie des Verstorbenen und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt.

Er möge im Frieden des Herren ruhen!

 



Rezipierungsakt beim ökumenischen Ordensgottesdienst des 52. Generalkapitels des OMCT in der Klosterkirche Maulbronn.

  Deutscher Tempelherren-Orden feiert 52. Generalkapitel   18.06.2009

Hannover (OMCT). Der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT beging vom 12. bis 14. Juni 2009 unter reger Teilnahme sein 52. Generalkapitel im Kloster Maulbronn in Baden-Württemberg.

Eingeleitet wurde die Tagung am vergangenen Freitag mit einer durch Ordensbruder Prior Dr. Manfred Schneider zelebrierten ökumenischen Vesper in der Hofkapelle St. Johannes in Oberderdingen.

Der ökumenische Ordensgottesdienstes wurde am Sonnabend Morgen in der Winterkirche des Klosters Maulbronn  unter gemeinsamer geistlicher Leitung des evangelischen Klosterpfarrers Stefan Ziegler vom Evangelischen Seminar Maulbronn und dem alt-katholischen Obr. Prior Dr. Manfred Schneider gefeiert. Ordensmeister Hans-Dieter Köhler konnte wieder einen Postulant als Rechtsritter feierlich in den Orden rezipieren. Ferner wurde eine neue Ordensdame sowie ein neuer Postulant aufgenommen. Schließlich wurde Obr. Prior Dr. Manfred Schneider, Oberderdingen, in das Amt des Komturs für Baden-Württemberg eingeführt. Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes lag in den Händen von Frau Kirchenmusikdirektorin Erika Budday.

Das Plenum des Generalkapitels wählte Obr. Thomas Henning, Hannover, zum neuen Ordenssekretär.

 

 



Mäusecup 2009 geht an die Mannschaft der Tempelherren-Grundschule.

  Tempelherren-Grundschule gewinnt den Mäusecup   04.06.2009

Berlin (OMCT). Zum 2. Mal ist es der Tempelherren-Grundschule in 26 Jahren gelungen den Mäusecup - das größte Berliner Schulhandballturnier für Grundschulmannschaften zu gewinnen.

Das Turnier des Jahres 2009 war von organisatorischen Problemen geprägt. Durch die Schließung der eigenen Sporthalle in der Wintgensstraße musste das Turnier an verschiedenen „Gastorten“ stattfinden. Nur die große Finalrunde fand wie immer in der Sporthalle Bosestraße statt. Auch bei den gemeldeten 15 Mannschaften gab es einige Absagen, so dass am Ende nur die Plätze 1-10 ausgespielt werden konnten. Dennoch war es ein spannendes und auch recht gutes Turnier. Am 25. Mai wurden in der Schöneberger Sporthalle die Plätze 7-10 ausgespielt.

Am 27. Mai war dann die große Finalrunde. Alle Mannschaften gingen engagiert zu Werke und nach 6 Vorrundenspielen waren bereits genau 50 Tore gefallen. Um die Finalteilnehmer zu ermitteln, standen sich in 2 Überkreuzspielen die jeweils Gruppenersten und Gruppenzweiten der beiden Vorrundengruppen gegenüber. Auch hier fielen noch einmal 13 Tore.

Das Endspiel bestritten die Teams der Tempelherren-Grundschule und der Mary-Poppins-Grundschule aus Spandau. Es ging auch dramatisch und spannend bis zum Schlusspfiff zu. Am Ende hatte die Mannschaft der Tempelherren-Grundschule mit Ihrem Trainer Klaus-J. Karras mit 5:3 die Nase vorn und konnte den Mäusecup zum 2. Male in 26 Jahren gewinnen.

Es folgte eine feierliche Siegerehrung, die wie in jedem Jahr den Höhepunkt des Turniers bildete. Pokale, Urkunden, T-Shirts und Preise wechselten aus den Händen von Angelika Muttschall (Schulleiterin der Tempelherren-Grundschule), Hans-Joachim Möbes (Geschäftsführer der  Plickert Glasereibetriebe GmbH) und Gunnar Nebelung (Deutscher Tempelherren-Orden) die Besitzer. Zum Schluss nahm unter dem großen Jubel der anwesenden Zuschauer der Spielführer der Tempelherren-Grundschule Max Schröder von Obr. Nebelung den Wanderpokal des Turniers entgegen.

 



Danielle Garrone: Mehr von Hoffnung statt von Ethik reden. (Foto: idea/Kretschel)

  Kirchentag: Christen sollen keine Moralapostel sein   26.05.2009

Bremen (idea). Mit einem Appell gegen ein moralistisches Belehren durch Christen ist der Deutsche Evangelische Kirchentag am 24. Mai in Bremen zu Ende gegangen. Fünf Tage lang hatten sich die rund 120.000 Teilnehmer, darunter knapp 100.000 Dauerteilnehmer, in etwa 2.500 Veranstaltungen mit gesellschaftspolitischen Themen und Glaubensfragen auseinandergesetzt.

Im Schlussgottesdienst forderte der italienische evangelische Theologieprofessor Danielle Garrone (Rom) die rund 100.000 Gottesdienstbesucher dazu auf, mehr von der christlichen Hoffnung zu reden, statt ethische Verlautbarungen abzugeben. „Die Ethik ist das Gebiet geworden, in dem wir auf Aufmerksamkeit hoffen, weil wir nicht Hoffnung genug haben, solche Aufmerksamkeit für das Evangelium selbst zu erwarten“, sagte der waldensische Theologe. Protestanten, auch Evangelikale, und Katholiken unterlägen der Versuchung, „durch ein Übermaß an Ethik unseren Mangel an Hoffnung zu übertünchen.“ Die Protestanten neigten zur sozialen Ethik, die Evangelikalen zur sexuellen, die Katholiken zu beidem. Christen sollen jedoch nicht unerbetene Ratschläge erteilen.

Antwort auf Losung: „Hier bin ich!“
Die Präsidentin des Kirchentags, die Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck, bezeichnete das Protestantentreffen als „bestärkendes, begeisterndes und durch Musik geprägtes Glaubensfest“. Aber der Kirchentag habe auch seinem Selbstverständnis als protestantische Bürgerbewegung alle Ehre gemacht. Wer sage, der Kirchentag sei zu zahm geworden, der verkenne, dass die komplexen Probleme der Zeit nicht durch plakative Antworten gelöst werden können. Von Welck: „Wir durchleben momentan eine Situation, für die es keine einfachen Rezepte gibt.“ Christen sollten die Probleme mit anpacken und Verantwortung übernehmen. Auf die Losung des Kirchentags „Mensch, wo bist Du?“ solle man täglich die Antwort geben: „Hier bin ich! Was kann ich tun?“

2010: Ökumenischer Kirchentag in München
Beim Schlussgottesdienst wurde zum zweiten Ökumenischen Kirchentag – nach dem ersten 2003 in Berlin - eingeladen, der im nächsten Jahr vom 12. bis 16. Mai in München stattfindet. Evangelischer Präsident ist der Mediziner Prof. Eckhard Nagel (Bayreuth), von katholischer Seite steht ihm der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. Hans Joachim Meyer (Berlin), vor. Die Vizepräsidentin des Bundestags und Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), warb für den nächsten Evangelischen Kirchentag, der vom 1. bis 5. Juni 2011 in Dresden stattfindet. Sie ist Präsidentin dieses Großtreffens. „Kommen Sie in den Osten, dort wo die Kirche der friedlichen Revolution Raum, Dach und Beistand gab“, sagte Göring-Eckardt.

Viel politische Prominenz
Beim Bremer Kirchentag gab es rund 2.500 Veranstaltungen, darunter Gottesdienste, Bibelarbeiten, Vorträge und Gesprächsforen. Fast 800 Gruppen, Organisationen und Initiativen stellten sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ an zwei Standorten vor. Ein weiterer Schwerpunkt des Kirchentags war das kulturelle Angebot mit Konzerten und Kunstprojekten. Ein Höhepunkt war der Auftritt der A-cappella-Gruppe Wise Guys (Weise Kerle) am Eröffnungsabend mit rund 60.000 Besuchern. Zu den prominenten Gästen des Großereignisses gehörten Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), FDP-Chef Guido Westerwelle, der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir und Altkanzler Helmut Schmidt (SPD).

 



Woche für das Leben 2009: Gemeinsam mit Grenzen leben.

  Ökumenische „Woche für das Leben“ eröffnet   27.04.2009

Bonn (dbk). Mit einem ökumenischen Gottesdienst ist am vergangenen Sonnabend in Lüneburg die „Woche für das Leben“ eröffnet worden, die in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam mit Grenzen leben“ steht.

Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle, Deutsche Bischofskonferenz, betonte anlässlich der Eröffnung, der medizinische Fortschritt lege ein „Menschenbild der vollkommenen Machbarkeit“ nahe. Ein solches akzeptiere die Kirche nicht. „Die Botschaft lautet viel zu oft: Der Mensch ist, was er zu leisten vermag“, sagte Trelle. „So ist der Mensch eben nicht.“ Er sei endlich, verletzbar und stoße über kurz oder lang an seine Grenzen, spätestens im Alter. „Menschen mit Grenzen gehören zu unserer Gemeinschaft“, unterstrich Trelle. Es sei wichtig, auf diese Selbstverständlichkeit immer wieder hinzuweisen. Andernfalls installiere sich mehr und mehr das „begabte Supertalent als wünschenswertes Normalbild in unserer Gesellschaft.“

Der Hildesheimer Bischof sagte weiter, dort „wo wir Menschen mit Begrenzungen – seien sie körperlicher oder geistiger Art – von vorne herein in unserem Miteinander als wenig wünschenswert andenken, geraten wir in eine gefährliche Schieflage des Verständnisses vom Menschen.“ Die „Woche für das Leben“ habe deshalb das Ziel, auf die Würde des Menschen hinzuweisen,unabhängig seiner bisweilen nicht perfekten Erscheinungsformen.

Der ökumenische Gottesdienst wurde gemeinsam gefeiert vom Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, und dem Bischof von Hildesheim Norbert Trelle. Im Anschluss an den Gottesdienst trugen sich Bischof Huber und Bischof Trelle in das Goldene Buch der Stadt Lüneburg ein.

Die „Woche für das Leben“ setzt für jeweils drei Jahre ein Grundthema. Der Dreijahreszyklus 2008 bis 2010 lautet: „Gesund oder krank – von Gott geliebt.“ Nach der bundesweiten Eröffnung der diesjährigen Aktion in Lüneburg gibt es vom 25. April bis 2. Mai in den Bistümern und den Landeskirchen zahlreiche Einzelveranstaltungen, die von Gemeinden, Verbänden oder Arbeitsgruppen durchgeführt werden. Die „Woche für das Leben“ ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der EKD.

> Weitere Informationen zur "Woche für das Leben"

 



Ev.-luth. Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Foto: Landeskirche Braunschweig)

  Landesbischof Weber: Katholische Kirche soll gemeinsames Abendmahl ermöglichen    27.04.2009

Berlin/Braunschweig (epd). Der braunschweigische evangelische Landesbischof Friedrich Weber hat die katholische Kirche aufgefordert, eine gemeinsame Feier des Abendmahls für konfessionsverschiedene Ehepartner zu ermöglichen. "Es ist an der Zeit, um der Christen willen, die ihren Glauben praktizieren wollen, zu Lösungen zu kommen", sagte Weber am Sonnabend im Französischen Dom in Berlin beim Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Kreise in Deutschland. Obwohl Katholiken und Protestanten im Verständnis des Abendmahls eine hohe Übereinstimmung erreicht hätten, verbiete das Verständnis der kirchlichen Ämter nach wie vor eine Einladung evangelischer Christen zur katholischen Eucharistiefeier.

Weber erinnerte an die zahlreichen Fortschritte im Verhältnis der beiden großen Kirchen zueinander. So gebe es inzwischen gemeinsame Kirchentage und gemeinsame Trägerschaften kirchlicher Einrichtungen: "Und doch, manche Gräben sind noch tief", sagte der Landesbischof. Weber ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland und zugleich Catholica-Beauftragter der deutschen lutherischen Kirchen.

 



Turmuhr der Berliner Tempelherren-Grundschule jetzt wieder mit Glockengeläut.

  Schulbeginn wird eingeläutet   20.04.2009

Berlin (OMCT). Nach über zwanzig Jahren Stille hat heute nach Ende der Osterferien in der Tempelherren-Grundschule in Berlin-Tempelhof die Turmuhr ihren Betrieb mit feierlichem Einläuten um 8.00 Uhr unter Leitung der Rektorin Angelika Muttschall aufgenommen. Die Uhr wird nun jeweils zur vollen und zur halben Stunde zwischen 8:00 und 22:00 Uhr schlagen.

Direkt zwischen dem Hermann-Josef-Krankenhaus und der Boelckestrasse gelegen, gelten die von vier Seiten weithin sichtbare Turmuhr und das alte Schulgebäude als Zentrum des Fliegerviertels in Tempelhof.

Auf Initiative des Vereins der Freunde und Förderer der Tempelherren-Grundschule e. V. konnte die Restaurierung des Uhrwerkes in Auftrag gegeben werden. Neben dem Förderverein hat sich vor allem der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT, der Namenspatron der Schule ist, als Geldgeber hervorgetan. Für den Orden nahm Obr. Gunnar Nebelung als Beauftragter für die Komturei Berlin-Brandenburg an der Feier teil. Das Bezirksamt Tempelhof hat sich ebenfalls an den Kosten beteiligt.

Die Initiatoren möchten mit dem feierlichen Einläuten gleichzeitig die Möglichkeit nutzen, öffentlich in Erscheinung zu treten und auf eine ganze Reihe weiterer Projekte aufmerksam zu machen. Neben Schulbibliothek und Sommerfest sind bauliche Veränderungen auf dem Schulhof und die Renovierung der Sporthalle Hauptthemen.

Zurzeit besuchen etwa 400 Kinder aus verschiedenen Nationen die Schule. Die Klassen 2 - 6 sind dreizügig, die Klasse 1 zweizügig. In der Schule arbeiten die Schulleiterin Frau Muttschall, 23 Lehrerinnen, 5 Lehrer, eine Integrationslehrerin, 2 Religionslehrerinnen, eine Türkischlehrerin sowie im offenen Ganztagsbereich 11 Pädagogen und eine pädagogische Leitung.

 



Beten ist wie ein Gespräch mit einem Menschen.

  Studie: Was geht beim Beten im Gehirn vor?   19.04.2009

London / Aarhus (idea). Wer zu Gott betet, spricht zu ihm wie zu einer realen Person. Das hat eine Studie des dänischen Neuropsychologen Uffe Schjødt von der Universität Aarhus bestätigt, wie die Nachrichtenagentur „pressetext“ berichtet.

Der Forscher beobachtete bei 20 Christen, was sich während ihres Gebets im Gehirn abspielt. „Es ist wie ein Gespräch mit einem Menschen. Wir fanden keinen Hinweis auf irgendetwas Mystisches“, sagte er dem Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ (London). Bei der Untersuchung sollten die Versuchspersonen einmal zu Gott beten und ein anderes Mal Wünsche an den Weihnachtsmann richten. Die Unterschiede waren deutlich: „Der Weihnachtsmann wird als reine Fiktion erlebt, während man Gott als reales Gegenüber empfindet.“ Beim Gespräch mit Gott wurden die gleichen Gehirnströme festgestellt, wie bei der Kommunikation mit einer sichtbaren Person. In einem zweiten Experiment ging der Forscher der Frage nach, was im Gehirn vorgeht, wenn ritualisierte Gebetsformeln gesprochen werden. Dazu sollten die Probanden das Vaterunser beten und einen auswendig gelernten Kinderreim aufsagen. Dabei wurden keine Unterschiede im Gehirn festgestellt. Sowohl bei der Gebetsformel als auch beim Kinderreim waren diejenigen Bereiche aktiv, die für das Aufrufen gelernter Inhalte verantwortlich sind. Für den katholischen Pastoraltheologen Paul Michael Zulehner (Wien) haben auswendig gelernte Gebete in der Glaubenspraxis die gleiche Berechtigung wie frei formulierte Gebete. Gegenüber „pressetext“ sagte Zulehner: „Gegen ritualisierte Gebete per se ist nichts  einzuwenden. Sonst müsste es auch falsch sein, ‚Mutter’ zu sagen oder ‚Vater’. Was Kinder lernen, sitzt tief.“ Nach Ansicht von Schjødt sind seine Untersuchungsergebnisse sowohl für Christen als auch Atheisten eine gute Botschaft: „Atheisten sehen ihre Ansicht bestätigt, dass alles Einbildung ist, während Christen sie als Beweis für die Existenz Gottes werten.“

 



Nordkirche: Zusammenhalt zwischen Ost und West stärken.

  Nordkirche soll geistlich „reich“ werden   19.04.2009

Kiel (idea). Den Zusammenhalt in der künftigen Nordkirche wollen die führenden Repräsentanten der Nordelbischen Kirche stärken. Die Bildung einer Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland sei nicht nur eine Strukturfrage, heißt es in einem Schreiben von Bischof Gerhard Ulrich (Schleswig), Bischöfin Maria Jepsen und Synodenpräsident Hans-Peter Strenge (beide Hamburg) an die Synodalen, Gemeinden, Kirchenkreise sowie Dienste und Werke in Nordelbien.

Vielmehr wolle man mit der Kirchenfusion aus Nordelbien, Mecklenburg und Pommern auch erreichen, „die Botschaft der Evangeliums in allen Teilen des Nordens mit gleicher Kraft weiterzugeben, unüberhörbar in Wort und Tat, miteinander und nicht jeder für sich“. Man hoffe, dass die gemeinsame Kirche eine „reiche Kirche“ werde – „reich an geistlichen Gaben, bereichert durch die Lebens- und Glaubensgeschichten, auch in den Zeiten der Trennung, der Partnerschaften und Kooperationen“. Wie es weiter heißt, regen die beteiligten Kirchenleitungen und Synoden deshalb an, 2009 zu einem „Jahr der Begegnung“ werden zu lassen. Als eine Möglichkeit schlage man einen Kanzeltausch zwischen Gemeinden in Ost und West am 8. November vor, dem Vortag des 20-jährigen Jahrestags der Öffnung der Berliner Mauer.

Zahlenmäßiges Übergewicht für Nordelbien
Am 28. März hatten die Synoden Nordelbiens, Mecklenburgs und Pommerns auf Paralleltagungen jeweils mit Zweidrittelmehrheit den Weg zur Nordkirche freigemacht. Nach heutigem Stand hätte sie 2,4 Millionen Mitglieder, wobei Nordelbien mit 2,1 Millionen den Löwenanteil stellt. Die mecklenburgische Kirche zählt 205.000 Mitglieder und die pommersche 100.000. Eine Gesamtsynode soll jetzt eine gemeinsame Kirchenverfassung erarbeiten. Dort hat Nordelbien 140 Sitze, Mecklenburg 57 und Pommern 69. Die Nordkirche könnte am 1. Januar 2012 Realität werden. Als Bischofssitz ist Schwerin, als Standort des Kirchenamts Kiel vorgesehen. Dies hat Unmut in Lübeck und Hamburg ausgelöst, die leer ausgehen würden.

 



Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Foto: REGIERUNGonline / Bienert)

  Merkel: "Soziale Marktwirtschaft ein gutes Werk der Ökumene"   25.03.2009

Berlin (AP). Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Berliner Rede von Bundespräsident Horst Köhler als «beeindruckend» gewürdigt. Die Exzesse der Märkte hätten die Gesetze der Märkte außer Kraft gesetzt, das Gemeinwohl sei partiell auf der Strecke geblieben, sagte Merkel am Dienstagabend in der Katholischen Akademie in Berlin. Dies habe das Staatsoberhaupt eindrucksvoll beschrieben. «Er hat deutlich gemacht, dass unsere Gesellschaft nur eine menschliche sein kann, wenn das Gemeinwohl und die Menschlichkeit einen festen Platz darin haben.»

Merkel legte ein klares Bekenntnis zum christlichen Menschenbild ab. Dies sei für sie als CDU-Vorsitzende konstituierend. Das bedeute aber nicht, dass sich daraus für alle Menschen die gleichen Handlungsanleitungen ergäben. «Oft kommt man auch zu anderen Ergebnissen trotz gleicher Überzeugung», sagte Merkel.

Auf ihre Papst-Kritik ging Merkel in ihrem Redebeitrag nicht ein. Die Kirchen forderte sie auf, sich stärker in die gesellschaftliche Debatte über die Folgen der globalen Krise einzuschalten. Gerade die katholische Soziallehre und die evangelische Sozialethik hätten die soziale Marktwirtschaft stark geprägt. «So ist die soziale Marktwirtschaft ein gutes Werk der Ökumene», betonte Merkel.

 



Johannes Calvin (1509 - 1564) (Unbekannter Meister des 16. Jahrhunderts, Wallonisch-Niederländische Gemeinde Hanau).

  Wanderausstellung zum Calvin-Jahr   03.02.2009

Detmold (Lippische Wochenschau). Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und vom Reformierten Bund konzipierte Wanderausstellung „Leben und Werk eines europäischen Reformators“ ist am 9. Januar im Detmolder Landeskirchenamt durch Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann und Oberkirchenrat Dr. Vicco von Bülow (Kirchenamt der EKD in Hannover) offiziell eröffnet worden.

„Der Genfer Reformator Johannes Calvin würde in diesem Jahr seinen 500. Geburtstag feiern. Dieses historische Datum ist auch heute noch von großem Interesse – in vieler Hinsicht erweist Calvin sich als erstaunlich modern“, stellte Vicco von Bülow in seiner Eröffnungsrede fest. Wer der Frage nachgehe, welche Wirkung Calvin heute auf die evangelische Kirche hat, stoße schnell auf Vorurteile: Calvin sei der strenge Diktator Genfs gewesen und habe die Hinrichtung Michael Servets veranlasst. Seine Prädestinationslehre werde außerdem als Begründung für den Kapitalismus verantwortlich gemacht: „Dass Tyrannei und Kapitalismus als Auswirkungen von Calvins Wirken erscheinen, ist falsch und verdeckt das eigentliche Leben und Werk des Reformators.“ Calvin habe die befreiende Kraft des Evangeliums an viele Zeitgenossen in ganz Europa bezeugt – und das, obwohl seine persönlichen Lebensumstände (Flucht aus Frankreich, früher Tod seiner Frau und des einzigen Sohnes) ihn hätten verbittern können. In Briefen habe er als Seelsorger gewirkt, für seine Schüler war er Lehrer und seine „Unterweisung in der christlichen Religion“ (die „Institutio“) sei eine umfassende systematische Theologie. Von Bülow: „Calvins Genfer Reformation entfaltete ihre Wirkung weltweit. Nicht zuletzt ist die reformierte Tradition in der Lippischen Landeskirche lebendig, die eine der zwei reformierten Gliedkirchen innerhalb der EKD ist.“ Calvins Leben und Wirken lasse sich also nicht auf die gängigen Vorurteile reduzieren, sondern habe viele weitreichende positive Facetten, die in der Ausstellung deutlich würden.

Die 14 Ausstellungstafeln behandeln unter anderem Kindheit und Studium Calvins, Durchbruch zur Reformation, Neuordnung der Genfer Kirche, Abendmahlsstreit, letzte Jahre und Tod und geben einen Ausblick auf die Wirkungsgeschichte. Die Ausstellung wird im Calvinjahr 2009 in mehreren Exemplaren durch Deutschland, die Schweiz und Österreich wandern. Mehr als 100 Kirchengemeinden und Institutionen haben sie bereits gebucht. Landessuperintendent Dr. Dutzmann sprach dem Reformierten Bund und der EKD, die die Ausstellung konzipiert haben, seinen Dank aus: „Hier ist insbesondere der Calvin-Beauftragte der EKD, Dr. Achim Detmers, zu nennen.“ Die vertiefte Information über Johannes Calvin werde gut tun.

Die theologischen und biographischen Arbeiten anlässlich des 500. Geburtstags Calvins, „dem sich reformierte Theologie und Frömmigkeit in besonderer Weise verdanken“ seien ein „großes Geschenk“. In Detmold im Landeskirchenamt, Leopoldstraße 27, ist die Ausstellung bis Montag, 19. Januar, zu sehen.

> Termine und Orte der Wanderausstellung

> Web-Site der EKD zum Calvin-Jahr

 



Neues Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche Patriarch Kirill (Foto: AFP)

  Neuer Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche tritt Amt an   03.02.2009

Moskau (AFP). Das neue Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Kirill, ist offiziell in sein Amt als Patriarch eingeführt worden. An dem Festgottesdienst in der Moskauer Erlöserkathedrale nahmen hunderte Gläubige teil, darunter auch der russische Präsident Dmitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin. Der 62-Jährige (bürgerlicher Name: Wladimir Gundjajew) ist der Nachfolger des im Dezember verstorbenen Patriarchen Alexi II.

Die Anwesenden beim Festgottesdienst sangen drei Mal das griechische Wort "Axios", was übersetzt "Er ist würdig" heißt - der Moment, ab dem Kirill dem orthodoxen Ritus gemäß als neues Kirchenoberhaupt gilt. Als Insignien seines Amtes wurden dem neuen Patriarchen der goldbestickte Bischofsmantel angelegt und die weiße Bischofsmütze aufgesetzt. An der Zeremonie nahmen neben russisch-orthodoxen Würdenträgern auch katholische Bischöfe, sowie Vertreter anderer Religionsgemeinschaften, Politiker und einfache Gläubige teil.

Medwedew beglückwünschte Kirill in einer Rede zu seiner Amtseinführung und sprach von einem großen Moment im russischen Leben und für alle gläubigen Orthodoxen. Kirill war am vergangenen Dienstag zum 16. Patriarchen der weltweit größten orthodoxen Nationalkirche gewählt worden. Nach dem Tod von Alexi II. hatte er bereits als Interimsoberhaupt amtiert.

Als Metropolit von Smolensk und Kaliningrad, was in der katholischen Kirche dem Rang eines Bischofs entspricht, hat Kirill seit zehn Jahren wöchentlich in seiner Sendung "Die Worte des Pastors" zu den Gläubigen gesprochen und so einen landesweiten Bekanntheitsgrad erlangt. Mit seinen patriotischen Äußerungen und konservativen Ansichten zu sozialen Fragen polarisiert Kirill. Dennoch gilt er innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche als Reformer.

Als bisheriger Leiter der Abteilung für auswärtige Angelegenheiten seiner Kirche bemühte er sich um die Beziehungen zu anderen Glaubensrichtungen und die Ökumene. Alexi II. hingegen hatte den Missionseifer der römisch-katholischen Kirche stark kritisiert. Nach Ansicht von Kirchenexperten könnten sich mit Kirill die Beziehungen zwischen beiden Kirchen nun wieder entspannen.

 



Kurienkardinal Walter Kasper ist seit 2001 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. (Foto: kna)

  Vatikan: "Gutes Jahr für die Ökumene"   16.01.2009

Vatikanstadt (KAP) Das Jahr 2008 war aus Sicht von Kurienkardinal Walter Kasper ein gutes für die Ökumene. Die Bilanz im innerchristlichen Dialog sei insgesamt "überaus positiv", sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen im Interview mit der Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano". Besonders hob Kasper die Besuche des orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel und der armenischen Katholikoi Karekin II. und Aram I. bei Papst Benedikt XVI. hervor.

"Inzwischen ist normal, was bis vor wenigen Jahren unvorstellbar oder wenigstens außerordentlich war", sagte der Kardinal. Mit Blick auf die Beziehungen zu den Kirchen der Reformation sprach Kasper von einer Übergangssituation. Zu den größten Problemen zähle die innere Uneinigkeit dieser Gemeinschaften. Besonders bei den Anglikanern erschwerten interne Probleme mit ethischen Fragen und der Frauenpriesterweihe den Dialog.

Als herausragende ökumenische Ereignisse in 2009 nannte Kasper den Festakt in Augsburg zu der 1999 verabschiedeten gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre sowie das Gedenken an die Geburt des Reformators Johannes Calvin vor 500 Jahren. Auch der Ökumenische Kirchentag 2010 in München stehe schon im Blick. Ferner erinnerte der Kardinal an die ebenfalls 2010 stattfindenden 100-Jahr-Feiern der Weltmissionskonferenz von Edinburgh, die als Geburtsstunde der ökumenischen Bewegung gilt.

> Originalwortlaut der "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" vom 31.10.1999

> Weitere Informationen zur "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" vom 31.10.1999

 



EKD-Ratsvorsitzender Bischof Dr. Wolfgang Huber (Foto: dpa)

  Huber sieht Störungen in der Ökumene   16.01.2009

Berlin (kna). Störungen im Dialog zwischen Katholiken und Protestanten sieht der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber. Ein Grund sei der theologische Kurs von Papst Benedikt XVI., sagte Huber in einem Interview der „Welt am Sonntag“ in Berlin.

Besonders offensichtlich werde dies bei der Deutung der Person Jesu von Nazareth wie auch bei der Verhältnisbestimmung von Glaube und Vernunft. Dabei zeige sich, dass der Papst die Geschichte der Reformation „in das Bild einer europäischen Verfallsgeschichte einordnet“, so der EKD-Ratsvorsitzende. Dieses Konzept erzeuge ökumenische Probleme, „mit denen man umgehen muss“. Huber plädierte dafür, Ursachen und Wirkungen der Reformation gemeinsam zu beschreiben, „dann hätten wir einen besonders wichtigen ökumenischen Schritt getan“. Dies sei vor allem im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 von besonderer Bedeutung.

Mit einer „Lutherdekade“ will die EKD bis zum Jubiläumsjahr mit zahlreichen Veranstaltungen an den 31. Oktober 1517 erinnern. An diesem Tag schlug der Überlieferung zufolge Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen zur Reform der Kirche an der Wittenberger Schlosskirche an.

> Originalwortlaut der 95 Thesen Martin Luthers

 



Metropolit Kyrill tritt Nachfolge von Patriarch Alexej II. an. (Foto: RIA Novosti)

  Russisch-Orthodoxe Kirche bestimmt Übergangsleiter   16.01.2009

Moskau (idea/RIA Novosti). Nach dem Tod des Oberhaupts der Russisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Alexej II., übernimmt der bisherige Leiter des Außenamtes, Metropolit Kyrill, vorübergehend die Leitung der Kirche.

Sie repräsentiert nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Menschen. Der 79-Jährige Patriarch war am 5. Dezember 2008 in Moskau einem Herzleiden erlegen. Einen Tag später wurde der 62-jährige Kyrill (bürgerlicher Name: Wladimir Gundjajew) in geheimer Abstimmung zum Übergangspatriarchen (locum tenens) bestimmt. Er wurde 1978 zum Bischof geweiht und 1991 als Metropolit von Smolensk und Kaliningrad eingesetzt. Als Leiter des Außenamts ist er verantwortlich für die ökumenischen Beziehungen der Russisch-Orthodoxen Kirche. Alexej II. wurde am 9. Dezember 2008 seinem Wunsch gemäß in der Moskauer Epiphanie-Kathedrale beigesetzt. Der Statthalter wird die Kirche bis zur Wahl eines neuen Patriarchen leiten. Die Wahl ist nicht später als sechs Monate nach dem Tod des bisherigen Kirchenoberhauptes auszutragen. Dazu soll ein Konzil einberufen werden, an dem Vertreter aller Eparchien der Russisch-orthodoxen Kirche teilnehmen.

Kirchen würdigen verstorbenen Patriarchen

Unterdessen haben führende Vertreter anderer Konfessionen Alexejs Verdienste insbesondere um den Neuaufbau und das Wiedererstarken seiner Kirche nach dem Zusammenbruch des Kommunismus sowie seine Beiträge zur Ökumene gewürdigt. Trauerbotschaften veröffentlichten unter anderem Papst Benedikt XVI., der Ökumenische Rat der Kirchen, die Konferenz Europäischer Kirchen, der Lutherische Weltbund, die anglikanische Kirche und die EKD. Alexej II. habe die Kirchen „auf den gemeinsamen Weg der Versöhnung, des geistlichen Gesprächs und des theologischen Dialogs geführt“, erklärte der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin).

 



Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann

  Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann in den Ruhestand verabschiedet   01.12.2008

Hannover (kirche-hannover.de/js). Wenige Tage nach Vollendung seines 65. Lebensjahres beendete Wolfgang Puschmann sein aktives Berufsleben. Mehr als zehn Jahre war er als Stadtsuperintendent der geistliche Spitzenvertreter des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover.

"Ich will meiner Priester Herz fröhlich machen" hatte der holsteinische Bischof Dr. Friedrich Hübner 1971 aus dem 31. Jeremia-Kapitel als Ordinationsspruch für den jungen Pastor Puschmann gewählt. Dass dieser gute Vorsatz zumindest bei Wolfgang Puschmann Erfolg hatte, zeigte einmal mehr das Ende seines aktiven Berufslebens: "Ich werde Ihnen nicht den Triumph gönnen, mich sprachlos gemacht zu haben", witzelte Puschmann eingangs seiner Dankesworte, die den Schlussstrich unter eine festlich-stimmungsvolle Verabschiedung des hannoverschen Stadtsuperintendenten zogen.

Zunächst hatte ein klangvoller Gottesdienst Hunderte von Gästen - darunter auch viel Prominenz aus Stadt und Region - in die Marktkirche gezogen. Bach-Chor und Bach-Orchester mit Jörg Straube, der Posaunenchor der Stadtmission und Ulfert Smidt an der Orgel gestalteten einen prächtigen musikalischen Rahmen - so ganz nach Puschmanns Geschmack.

Seine Liebe zur Musik setzte denn auch in der letzten Predigt seiner Amtszeit thematische Akzente. Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann markierte schließlich den offiziellen Zielpunkt des aktiven Berufslebens, als sie Wolfgang Puschmann mit Anerkennung ("Sie haben Ihr Amt mit Kraft gestaltet") und Dank ("Sie stehen für klare Signale gegen Antisemitismus und Intoleranz in unserer Stadt") verabschiedete.

Wertschätzung, Respekt und Dank für Wesen und Wirken des scheidenden Stadtsuperintendenten prägten auch die Grußworte beim anschließenden Empfang in der stimmungsvoll geschmückten Kreuzkirche. Bischof Mike Hill und Dean Robert Grimley aus Bristol, Oberbürgermeister Stephan Weil, die Präsidentin des Stadtkirchentages, Professorin Roseline B. Forch, Vertreter der Ökumene, der christlichen Kirchen und der hannoverschen Religionen, sowie Kollegen und Mitarbeiter formulierten in ihren Grußworten Verbundenheit mit Puschmann und Dankbarkeit für seine Arbeit.

Superintendent Thomas Höflich moderierte charmant durch den ausklingenden Adventssonntag. Lothar Krist mit seiner Band sowie der rappende Ephorenchor und ein kleines Vokalensemble der Kulturstiftung Marktkirche erweiterten schwung- und humorvoll das musikalische Spektrum der Verabschiedung.

Tief bewegt, aber eben doch nicht sprachlos war Wolfgang Puschmann am Ende seines letzten Arbeitstages. Er richtete seinen Dank an die Menschen, mit denen er gemeinsam vieles habe bewegen können. "Teamarbeit mindert die Einsamkeit", sagte er im Rückblick - und vorausblickend auf einen neuen Lebensabschnitt, der mehr gemeinsame Zeit mit Ehefrau Sigrid möglich macht.

 





  Trauer um Altordensmeister Fred Meier-Grünhagen   25.11.2008

Hannover (OMCT). Der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT trauert um seinen früheren Ordensmeister Fred Meier-Grünhagen.

Er verstarb nach kurzer schwerer Krankheit am 20. November 2008 in Hannover im Alter von 76 Jahren. Fred Meier-Grünhagen engagierte sich über viele Jahre in verschiedenen führenden Ämtern für den Orden. Die Ordensbrüder fühlen mit der Familie des Verstorbenen und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.

Er möge im Frieden des Herren ruhen!

 



Michael und der Drache (Martin Schongauer, Radierung, 1470, Museum of Art, Cleveland, Ohio/USA)

  Ökumenische Michaelis-Vesper   02.10.2008

Hannover (OMCT). Die ev.-luth. Marktkirchengemeinde Hannover feierte am 28. September 2008 gemeinsam mit dem Deutschen Tempelherren-Orden OMCT die 1. Ökumenische Michaelis-Vesper zum Tag des Erzengels Michael und aller Engel.

Mit Raphael, Gabriel und Uriel ist Michael einer der vier biblischen Erzengel. Sein hebräischer Name bedeut "Wer ist wie Gott?". Den Christen gilt er vor allem als Bezwinger des Teufels in Gestalt des Drachen und als Seelenwäger am Tag des Jüngsten Gerichts. Der Erzengel Michael wurde gemeinsam mit dem Heiligen Georg als Patron des Rittertums verehrt. Er gilt als Symbol der ecclesia militans, der wehrhaften Kirche: Princeps militiae coelestis quem honorificant angelorum cives ("Fürst der himmlischen Heerscharen"). Er ist seit der siegreichen Schlacht auf dem Lechfeld am 10. August 955 Schutzpatron des Heiligen Römischen Reiches und später Deutschlands. Im Mittelalter war das Michaelis-Fest ein verbindlicher Feiertag und bis weit in die Neuzeit ein beliebter Termin für laufende Miet-, Pacht- oder Zinszahlungen. Der Erzengel Michael wird in allen christlichen Konfessionen verehrt.

Die Marktkirche und der OMCT wollen mit diesem Abendgottesdienst, der zukünftig jedes Jahr am Vorabend des Michaelistages gefeiert werden soll, eine in Vergessenheit geratene Tradition wiederbeleben und ein wiederkehrendes sichtbares Zeichen der christlichen Ökumene in Hannover etablieren.

Den Gottesdienst leiteten gemeinsam der evangelisch-lutherische Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann, der römisch-katholische stellv. Dechant Joachim Osseforth, der serbisch-orthodoxe Erzpriester Milan Pejic und der altkatholische Prior Dr. Manfred Schneider.

Die Kollekte der Vesper war für die ökumenisch geführte Bahnhofsmission in Hannover bestimmt.

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Uda von der Nahmer - Äbtissin des Stifts Fischbeck (Foto: Klosterkammer Hannover)

  Uda von der Nahmer - neue Äbtissin von Fischbeck   08.09.2008

Hannover (Klosterkammer/OMCT). Seit dem 28. Juni 2008 hat das traditionsreiche Stift Fischbeck an der Weser bei Hessisch Oldendorf eine neue Äbtissin.

Mit einem Festgottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten berühmten Fischbecker Stiftskirche wurde Uda von der Nahmer von der niedersächsischen Landeskommissarin für die Stifte, der Präsidentin der Klosterkammer Hannover, Sigrid Maier-Knapp-Herbst, in ihr Amt eingeführt und von der Landessuperintendentin des Ev.-luth. Sprengels Hannover, Dr. Ingrid Spieckermann, kirchlicherseits eingesegnet.

Die Glückwünsche des Deutschen Tempelherren-Ordens OMCT, der langjährige freundschaftliche Beziehungen zum Stift Fischbeck unterhält, überbrachte Obr. Gunnar Nebelung.

Das Kapitel des Stifts hatte Frau von der Nahmer am 26. Januar 2008 zur Nachfolgerin von Silvia Kurre gewählt, die nach zehnjähriger Tätigkeit im August 2007 aus persönlichen Gründen aus dem Amt geschieden war.

Uda von der Nahmer, Mutter zweier erwachsener Söhne, ist Kulturwissenschaftlerin und leitete zuletzt den Kulturbereich der Ostfriesischen Landschaft in Aurich.

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Weltkirchenrat feiert 60. Jubiläum (Foto: AP/Nabor Goulart)

  Weltkirchenrat: 60 Jahre zwischen Zwist und Einigkeit   26.08.2008

Amsterdam (DiePresse.com). Die Protestanten wollen liberalere Positionen, die Orthodoxen stehen auf der Bremse, die Katholiken sind gar nicht dabei. Dennoch hat der Weltkirchenrat viel zur Einigkeit der Kirchen beigetragen.

Am 23. August jährt sich die Gründung des Weltkirchenrats zum 60. Mal. Bereits einen Tag zuvor feiert der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) das Jubiläum in der Nieuwe Kerk in Amsterdam, wo die Organisation auch gegründet wurde. Wie sehr dies ein Anlass zur Freude ist, bleibt unklar, ist der ÖRK doch schon seit Jahren durch die Spannungen zwischen evangelischen und orthodoxen Kirchen gespalten. Die katholische Kirche, die größte Konfession innerhalb des Christentums, zählt auch im Jahre 60 nach der Gründung nicht zu den Mitgliedern, arbeitet aber in mehreren Bereichen mit dem ÖRK zusammen.

Zwischen der orthodoxen und den protestantischen Kirchen - den beiden größten Fraktionen im Weltkirchenrat - gibt es starke Spannungen, speziell in Fragen der Sexualethik, des Amtsverständnisses und beim Thema Frauenpriestertum. Hier wurden Kompromisse gefunden, die eine Spaltung des Weltkirchenrats bisher verhinderten. Die Orthodoxen fühlten sich mit dem ursprünglichen Mehrheitswahlsystem bei vielen Entscheidungen benachteiligt, da mehrheitlich protestantische Kirchen vertreten waren. Seit 2006 herrscht das Konsenssystem, das diesen Streitpunkt ausgeräumt hat.

Geändert hat sich auch die grundlegende Ausrichtung des ÖRK: Während ursprünglich das Ziel die Wiederherstellung der Einheit der christlichen Kirchen war, hat der ÖRK sich in den letzten Jahrzehnten mehr bemüht, der Pluralität der Bewegungen, Aktionen und Probleme in der Welt gerecht zu werden. Das empfanden die orthodoxen Kirchen als weitere Brüskierung, sehen sie sich doch der Einheitsbewegung verpflichtet.

Bei der Gründungsversammlung 1948 in Amsterdam hatten die teilnehmenden 147 Kirchen einander die Zusage gegeben: "Wir haben den festen Willen, beieinander zu bleiben." 1961 wurden die orthodoxen Kirchen Russlands, Georgiens, Rumäniens und Bulgariens Mitglieder des Weltkirchenrates. Durch diese Ost-West-Bindung kam dem ÖRK in der Zeit des Kalten Krieges eine international beachtete Vermittlerrolle zu. Auch der Kampf gegen die Apartheid in Südafrika zog die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf den Weltkirchenrat.

Als Meilenstein des ÖRK gilt die Lima-Erklärung von 1982, in der die Mitglieder Übereinstimmungen beim Verständnis von Taufe, Eucharistie und Amt aufgezeigt haben. Doch während bei der Taufe große Fortschritte gemacht wurden, ist bei der gemeinsamen Feier des Abendmahls keine Einigung in Sicht.

1968, drei Jahre nach Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils, nahmen erstmals offizielle Beobachter der katholischen Kirche an einer Vollversammlung teil. Heute kooperiert sie mit dem ÖRK in zwei Kommissionen, nämlich "Glauben und Kirchenverfassung" sowie "Weltmission und Evangelisation".

 



51. Generalkapitel des Deutschen Tempelherren-Ordens OMCT in Langenhagen (Foto: S. Schlagmann)

  Deutscher Tempelherren-Orden feiert 51. Generalkapitel   17.06.2008

Hannover (OMCT). Der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT beging vom 6. bis 8. Juni 2008 unter reger Teilnahme sein 51. Generalkapitel in Hannover und Langenhagen.

Während des ökumenischen Ordensgottesdienstes in der römisch-katholischen Zwölf-Apostel-Kirche in Langenhagen unter geistlicher Leitung von Pfarrer Bernd Langer und Prior Dr. Manfred Schneider konnte durch Ordensmeister Hans-Dieter Köhler wieder ein Postulant als Rechtsritter feierlich in den Orden rezipiert werden.

Das Plenum des Generalkapitels wählte turnusmäßig eine neue Ordensregierung. Als Ordensmeister wurde Hans-Dieter Köhler in seinem Amt für eine weitere Periode bestätigt. Ebenso der Schatzmeister Achim A. Sahin. Zum neuen Ordenskanzler des OMCT wurde Rainer W. Dietrich gewählt. Neuer Ordenssekretär ist Matthias C. Wedemeyer.

Als Komtur von Hannover löste Dr. Wolfgang Withold seinen ehrenamtlich vielfältig engagierten Vorgänger Joachim Wedemeyer ab, dem der Orden für seine mehrjährige Tätigkeit in diesem Amt dankte.

 



Große Orgel der Marktkirche in Hannover.

  Deutscher Tempelherren-Orden fördert Orgel der Marktkirche   11.06.2008

Hannover (OMCT). Der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT hat im Rahmen des "PROjekts ORGELbau" der Marktkirche Hannover für 500 Euro die Patenschaft für eine Orgelpfeife der großen Orgel übernommen.

Die große Orgel wurde 1953/54 als Ko-Produktion der Orgelbaufirmen Emil Hammer und Rudolf von Beckerath gebaut. Erneuerungs- und Umbauarbeiten führte seit 1970 die Orgelbaufirma Richard Rensch aus. Die äußere Gestaltung (Prospekt) und die Platzierung im südlichen Seitenschiff stammt von Architekt Dieter Oesterlen im Zusammenhang des Wiederaufbaus der Marktkirche nach der Zerstörung 1943. Die Gesamtgestaltung des Raumes inklusive des Orgelgehäuses steht unter Denkmalschutz

Zur Zeit ist die große Orgel ausgelagert und befindet sich in der Orgelwerkstatt Goll in Luzern. Sie muss klanglich und technisch von Grund auf erneuert werden. Die Wiedereinweihung ist zum Frühjahr 2009 geplant.

> Weitere Informationen zum PROjekt ORGELbau

 





  Ökumene spielt eine wichtige Rolle beim Katholikentag   09.05.2008

Osnabrück (idea). Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind die prominentesten Protestanten, die am Deutschen Katholikentag vom 21. bis 25. Mai in Osnabrück teilnehmen.

Außerdem haben sich zu dem größten katholischen Laientreffen, zu dem über 20.000 Dauer- und weitere 10.000 Tagesteilnehmer erwartet werden, zahlreiche evangelische Bischöfe als Mitwirkende angesagt. Ein Höhepunkt des Katholikentags soll – wie beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln – der ökumenische Gottesdienst im Dom St. Petrus sein. In Osnabrück predigen am Abend des 23. Mai die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann und der katholische Hamburger Erzbischof Werner Thissen. Im Hauptgottesdienst zum Abschluss des Katholikentages am 25. Mai werden auch die Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen, Hamburgs Schulsenatorin Karin von Welck, und der gastgebende Landesbischof des Ökumenischen Kirchentags 2010 in München, Johannes Friedrich, mitwirken. Im über 1.000 Veranstaltungen umfassenden Katholikentagsprogramm spielt das Ökumenezentrum eine große Rolle. In ihm wird auch die Ausstellung „Ökumene in der Friedensstadt“ gezeigt.

Ökumene mit Weitblick

Zahlreiche Gottesdienste, Gebete, Diskussionsforen und künstlerische Veranstaltungen sieht das Ökumenezentrum vor. Themen sind unter anderem „Neue geistliche Gemeinschaften und ihr Beitrag zur Ökumene“, „Und sie bewegt sich doch“, „Ökumene mit Weitblick“, etwa mit Landesbischof Friedrich Weber (Wolfenbüttel) und der evangelischen Präsidentin des Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin, Elisabeth Raiser. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider (Düsseldorf) beteiligt sich im Ökumene-Zentrum an der Diskussion „Konfessionelle Ortsgemeinde – ohne Zukunft?“, Landesbischof Friedrich diskutiert über „Taufe und Eucharistiegemeinschaft“ sowie Landesbischof Jürgen Johannesdotter (Bückeburg) über „Einheit im Glauben – Einheit im Gebet“. Zum gleichen Thema spricht auch der frühere Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche, Walter Klaiber (Frankfurt am Main).

Kanzlerin debattiert über Klimapolitik

Unter den über 2.000 Referenten des Gesamtprogramms befinden sich ebenfalls viele evangelische Theologen und Laien. Die Zahl der evangelischen Teilnehmer am Katholikentag steht noch nicht fest, dürfte aber wie in früheren Jahren unter fünf Prozent liegen. Die Arbeitstage des katholischen Laientreffens beginnen jeweils mit „Biblischen Impulsen“ (Bibelarbeiten). Auch dazu sind Protestanten eingeladen, unter anderem Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie die Kirchenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Kerstin Griese, die auch der EKD-Synode angehört. Bundeskanzlerin Merkel stellt sich den Katholikentagsbesuchern beim Thema „Donnerwetter! Höchste Zeit für eine gerechte Klimapolitik".

 



Die Berliner Landessieger 2008: Handball-Jungen- mannschaft der Tempelherren- Grundschule in Berlin-Tempelhof. (Foto: Karras)

  Handballmannschaft der Tempelherren-Grundschule ist Berliner Meister   14.04.2008
Berlin (OMCT). Die Jungenmannschaft der 4. Klassen der Tempelherren-Grundschule in Berlin-Tempelhof wurde am 2. April 2008 Berliner Landessieger im Handball.

In einem dramatischen Finale vor 500 Zuschauern in der Sporthalle Schöneberg trat die Mannschaft der Tempelherren-Grundschule gegen das Team der Grundschule Bücherwurm am Weiher aus Berlin-Hellersdorf an. Begleitet wurde das Team der Tempelherren von den kleinen Mäusecuphandballern. Der Mäusecup, die Talentschmiede für kleine Handballer, feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.

Es wurde ein spannendes Endspiel, dessen Sieger bis zur letzten Sekunde nicht fest stand. Zur Halbzeit führten die Tempelherren knapp mit 7:6, doch immer wieder kamen die Bücherwürmer heran oder gingen sogar in Führung. Beim Stand von 11:11 vergaben die Bücherwürmer eine gute Torchance und den Tempelherren gelang es 30 Sekunden vor Ende der Partie mit 12:11 in Führung zu gehen. Die letzten 30 Sekunden waren dann noch einmal eine Zitterpartie, bis der Sieg und damit die Meisterschaft für das Team der Tempelherren-Grundschule unter Dach und Fach war.

Die Siegerehrung war der würdige Abschluss einer erfolgreichen Saison für das Team der Tempelherren-Grundschule und seinen Trainer Klaus-J. Karras.

> Weitere Informationen zur Tempelherren-Grundschule

 



Kanadische Studie belegt Zusammenhang zwischen Spenden und Glück.

  Wissenschaft bestätigt: Geben ist seliger als nehmen   02.04.2008

Washington (idea). „Geben ist seliger als nehmen.“ Dieses Bibelwort (Apostelgeschichte 20,35) ist jetzt auch wissenschaftlich untermauert. Wie das in Washington erscheinende Magazin Science (Wissenschaft) berichtet, hat die kanadische Sozialpsychologin Elizabeth Dunn (Vancouver) in mehreren Studien herausgefunden, dass ein Zusammenhang zwischen persönlichem Glück und dem Weggeben von Geld besteht.

Danach sei die Behauptung, dass Geld glücklich mache, widerlegt. Für das persönliche Glücksgefühl sei nicht entscheidend, wie viel Geld man habe, sondern wie man damit umgehe. Diejenigen, die alles für sich behalten, seien unglücklicher als jene, die einen Teil ihres Geldes oder ihrer Zeit oder ihrer Fähigkeiten für andere aufwenden. Zwar habe sich in früheren Studien gezeigt, so Science, dass Reiche etwas mehr Glück empfinden, aber die Verbindung sei schwach. Wirtschaftswissenschaftler hätten zum Beispiel Schwierigkeiten zu erklären, warum die US-Bevölkerung mit wachsendem Wohlstand nicht auch glücklicher geworden sei. Möglicherweise gingen die Menschen nicht so mit ihrem Kapital um, dass sie dadurch auf Dauer glücklicher würden.

Wer mehr gibt, wird glücklicher

Dunn hatte Studenten etwas Geld gegeben und ihnen gesagt, wie sie es ausgeben sollten. Diejenigen, die es für andere ausgaben, fühlten sich danach glücklicher als jene, die es für sich selbst verbrauchten. Ähnlich erging es einer Gruppe von Angestellten, die von ihrer Firma einen unerwarteten Bonus erhielten. Das Glücksgefühl war umso größer je mehr Geld die Versuchspersonen abgaben. Es hing nicht mit der Höhe ihres Einkommens zusammen. Die Resultate hätten die Untersuchungshypothese stärker bestätigt, als sie sich das hätte träumen lassen, erklärte Dunn. Die Wirkungen des Gebens könne man mit denen körperlicher Ertüchtigung vergleichen. Sie hätten kurz- und langfristige Folgen. Wer einmal spende, werde für einen Tag glücklich; wenn es zu einem Lebensstil werde, könne es nachhaltig wirken.

 

 



Kurienkardinal Walter Kasper (Foto: Paulino Menezes WCC)

  Kircheneinheit kommt so wie der Fall der Berliner Mauer   02.04.2008

Ellwangen (idea). Der katholische Kurienkardinal Walter Kasper (Vatikanstadt) gibt die Hoffnung auf eine Annäherung der Konfessionen nicht auf. Wenn sich Katholiken und Protestanten von der Liebe Jesu entzünden ließen, fänden sie im Zeichen des Kreuzes zusammen, sagte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen in einem ökumenischen Gottesdienst am 24. März im ostwürttembergischen Ellwangen.

Eine kirchliche Einheit wird nach Kaspers Überzeugung ähnlich überraschend kommen wie der Fall der Berliner Mauer. Bis dahin sollten sich evangelische und katholische Christen auf das besinnen, was sie jetzt schon vereine, und einer säkularisierten Gesellschaft gemeinsam das Evangelium bezeugen. Nach Ansicht des evangelischen Stadtpfarrers von Ellwangen, Martin Schuster, bereichern sich Protestanten und Katholiken gegenseitig. Sie verlören nicht ihre Identität, wenn sie aufeinander zugingen. In Ellwangen haben die Kirchengebäude eine ökumenische Tradition. Die evangelische Stadtkirche ist direkt an die 775 Jahre alte katholische St. Vitus-Basilika angebaut. Auf Betreiben Kaspers wurde 1999 eine „ökumenische Tür“ eingebaut. Der Kardinal war damals Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Nach dem Abendgebet in der Basilika zogen mehrere hundert Besucher in einer Lichterprozession durch die Tür zum Gottesdienst in die Stadtkirche, wo Kasper die Predigt hielt.

> Homepage des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen

 



Ordensbruder Dr. Carl Axel Bolsinger OMCT (Foto: Augenspiegel)

  Ordensbruder Dr. C. A. Bolsinger erhält Bundesverdienstkreuz   04.03.2008

Mainz (Augenspiegel). Dr. Carl Axel Bolsinger erhielt Ende Januar das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Überreicht wurde die Auszeichnung vom rheinlandpfälzischen Innenminister K. P. Bruch, der in seiner Laudation das langjährige persönliche Engagement des Sportophthalmologen aus Bendorf im nationalen und internationalen Behindertensport ehrte.

Seit 1996 ist Bolsinger leitender Augenarzt des Deutschen Behindertensportverbandes und des Nationalen Paralympischen Komitees. Als Mitglied des sportmedizinischen Ausschusses des Deutschen Behindertensportverbandes hatte er maßgeblichen Einfluss auf die Einführung einer bundesweiten augenärztlichen Versorgung für alle entsprechenden Abteilungen des Behindertensportverbandes. Außerdem ist Bolsinger Leiter der sportophthalmologischen Untersuchungsstelle des Nationalen Paralympischen Komitees für Deutschland und somit mit der Klassifizierung und augenärztlichen Beratung und Betreuung aller sehbehinderten Sportlerinnen und Sportler betraut.

Auch auf der internationalen Ebene ist Carl Bolsinger ehrenamtlich tätig. So hat er im Internationalen Blindensportverband leitende Funktion inne und engagiert sich als medizinischer Direktor für den Blindensport in Europa sowie als Vorsitzender der Medizinischen Kommission Europa des Internationalen Blindensportverbandes. Bei internationalen Wettkämpfen arbeitet er als betreuender Arzt - so etwa bei den Paralympischen Spielen von Sydney, Salt Lake City, Athen und Turin. Neben Referententätigkeiten ist er auch berufsständisch engagiert und initiierte darüber hinaus eine Spendenaktion zugunsten einer Blindenschule in Peru.

 



Der Vorsitzende des Zentralausschusses des ÖRK, der brasilianische Kirchenpräsident Walter Altmann (Foto: WCC)

  ÖRK will sich kritischen Anfragen stellen   15.02.2008

Genf (idea). Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) will sich nach den Worten seines höchsten Repräsentanten kritischen Anfragen stellen und sie als Herausforderung annehmen.

Dabei dürfe man freilich nicht das Hauptziel aufgeben, „zur sichtbaren Einheit in dem einen Glauben und der eucharistischen Gemeinschaft aufzurufen“, sagte der Vorsitzende des Zentralausschusses, der brasilianische Kirchenpräsident Walter Altmann (Porto Alegre/Brasilien), vor dem Leitungsgremium, das vom 13. bis 20. Februar in Genf tagt. Selbstkritisch fragte er: „Ist unsere prophetische Stimme nicht ziemlich schwach geworden?“ Nach Angaben der ökumenischen Nachrichtenagentur ENI gab Altmann zu bedenken, dass der Dachverband, der sein 60-jähriges Bestehen begeht, trotz erkennbarer Fortschritte es immer wieder nicht verstanden habe, „mit größerer Klarheit den Weg zu erkennen, den uns der Heilige Geist leitet“. Altmann verwies unter anderem auf die Säkularisierung in Ländern, die einst als christlich angesehen worden seien. Manchmal sei der missionarische Eifer unter nicht-ökumenischen Kirchen und Bewegungen größer als in den traditionellen ÖRK-Mitgliedskirchen. Allerdings gebe es auch Erfolge. Dazu zählt laut Altmann, „dass die Notwendigkeit der Einheit heute nicht nur von unseren Kirchen, sondern auch von evangelikalen und Pfingstkirchen anerkannt wird“. Alle teilten die Überzeugung, „dass theologischer Dialog, Mission und Diakonie integraler Bestandteil des Kircheseins sind“.

Hein: Generalsekretär reist zu viel

Altmann ging laut ENI vor Journalisten auch auf die Kritik ein, die der kurhessen-waldeckische Bischof Martin Hein (Kassel), der dem Zentralausschuss angehört, vor der Tagung geäußert hatte. Hein beklagte in einem epd-Interview unter anderem, dass es dem ÖRK an der Vermittlung von Visionen und Zukunftsperspektiven mangele. Er werde öffentlich zu wenig wahrgenommen. In der Genfer Zentrale sollte die Zahl der Programme verringert werden. Dem Generalsekretär Samuel Kobia warf Hein vor, zu wenig in Genf präsent zu sein. Er wundere sich, wie häufig der Generalsekretär unterwegs sei. Der kenianische Methodist amtiert seit 2004 als Generalsekretär und soll auf der gegenwärtigen Zentralausschusstagung in seinem Amt bestätigt werden. Altmann versicherte, dass die Kritik von Hein und anderen ernst genommen und bedacht würde.

ÖRK erwirtschaftet 2007 einen Überschuss

Die Finanzsituation des ÖRK hat sich nach Angaben des Finanzausschussvorsitzenden, des Dänen Anders Gadegaard (Kopenhagen), positiv entwickelt. Die vorläufigen Ergebnisse für 2007 wiesen einen Überschuss von rund 1,8 Millionen Euro aus. Im Haushaltsentwurf sei man von einem Defizit von 43.000 Euro ausgegangen. Ein Hauptgrund für die Entwicklung sei der günstige Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken. Immer noch lasse jedoch die Zahlungsmoral der Mitgliedskirchen zu wünschen übrig. Nur 75 Prozent der aktiven Mitgliedskirchen hätten ihre Mitgliedsbeiträge im vorigen Jahr entrichtet. Bischof Hein hatte angekündigt, dass die deutschen evangelischen Kirchen, die rund ein Drittel des ÖRK-Einkommens beitrügen, ihre Zuwendungen in den kommenden Jahren weiter zurückfahren würden.

Zwei neue Mitgliedskirchen

Der ÖRK, der 1948 in Amsterdam gegründet wurde, hat zwei neue Kirchen aufgenommen – die Evangelische Kirche von Laos (100.000 Mitglieder) und die Unabhängige Presbyterianische Kirche von Brasilien (95.000). Damit gehören dem Dachverband 349 evangelische, orthodoxe und anglikanische Kirchen mit mehr als 560 Millionen Mitgliedern in über 110 Ländern an.

> Weitere Informationen zum ÖRK

 



Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Foto: dbk)

  Erzbischof Dr. Robert Zollitsch neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz   12.02.2008
Bonn (dbk). Heute haben die deutschen Bischöfe auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Würzburg Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg) zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Erzbischof Dr. Zollitsch folgt Karl Kardinal Lehmann (Mainz) nach, der das Amt des Vorsitzenden über 20 Jahre inne gehabt hat.

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch wurde am 9. August 1938 in Philippsdorf (Filipovo, im ehemaligen Jugoslawien) geboren. Er wurde am 27. Mai 1965 in Freiburg zum Priester geweiht. Am 16. Juni 2003 ernannte Papst Johannes Paul II. ihn zum Erzbischof von Freiburg. Am 20. Juli 2003 wurde er von Erzbischof em. Dr. Oskar Saier zum Bischof geweiht und in sein Amt als 14. Erzbischof von Freiburg eingeführt.

In der Deutschen Bischofskonferenz ist Erzbischof Dr. Zollitsch seit September 2003 Mitglied der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste. Von September 2003 bis September 2006 war er Mitglied der Glaubenskommission. Darüber hinaus ist Erzbischof Dr. Zollitsch seit Juli 2004 Vorsitzender des Verwaltungsrates sowie des Verbandsausschusses des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD).

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch wurde für eine Amtszeit von sechs Jahren zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.

Karl Kardinal Lehmann hatte am 15. Januar 2008 seinen Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden aus gesundheitlichen Gründen zum 18. Februar bekannt gegeben. Karl Kardinal Lehmann bleibt Bischof von Mainz und Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz. Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz bleibt Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff (Aachen). Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, und der Stellvertreter des Sekretärs, Dr. Rainer Ilgner, wurden für eine Amtszeit von sechs Jahren wiedergewählt.

> Lebenslauf des Erzbischofs Dr. Robert Zollitsch

 



Dr. Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury (Foto: Church Times)

  Erzbischof Williams verteidigt Scharia-Idee - Kritik und Rücktrittsforderung   11.02.2008

London (dpa). Das Oberhaupt der anglikanischen Kirche hat seinen heftig umstrittenen Vorschlag verteidigt, die islamische Scharia teilweise als Rechtspraxis in Großbritannien anzuwenden. Unterdessen forderten prominente Mitglieder der Kirche von England am Samstag den Rücktritt von Rowan Williams, der als Erzbischof von Canterbury das geistliche Oberhaupt von weltweit rund 80 Millionen anglikanischen Gläubigen ist.

Rowan erklärte, die negativen Reaktionen auf seine Überlegungen zur Anwendung von Teilen der Scharia für in Großbritannien lebende Muslime hätten ihn geschockt. Er habe «gewiss nicht dazu aufgerufen,sie als eine parallele Rechtsprechung neben dem geltenden Zivilrecht einzuführen». Es sei ihm nur darum gegangen, «gewisse Elemente der Scharia» zu berücksichtigen, die in der Praxis der britischen Gesellschaft längst anerkannt seien.

Williams sei zu weit gegangen und habe sich isoliert, erklärte Synodenmitglied Alison Ruoff. «Was wir jetzt brauchen, ist eine starke christliche biblische Führung», sagte sie. Edward Armistad, ebenfalls Mitglied der Synode, sagte, Williams sei «nicht der richtige Mann für diesen Job».

Andere hochrangige Vertreter der anglikanischen Kirche verteidigten Williams. Er sei «einer der klügsten Köpfe der Nation», erklärte der Bischof von Hulme, Stephen Lowe. Die Gehässigkeit in einigen der Reaktionen auf die Anregung durch «einen der klügsten Erzbischöfe von Canterbury seit langem» sei «eine Schande».

Die Scharia-Äußerungen des Erzbischofs hatten am Freitag einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die Regierung und die Opposition lehnten die Idee des liberalen Kirchenführers rundweg ab. Die auflagenstarke Boulevardzeitung «Sun» rief am Samstag zu einer Kampagne für den Rücktritt des Erzbischofs auf, den sie zum «Erzfeind» Großbritanniens erklärte.

Selbst in muslimischen Kreisen fand Williams nur vereinzelt ungeteilte Zustimmung. Der Rat der Muslime - die Dachorganisation für die meisten islamischen Gruppierungen im Königreich - begrüßte die «fürsorgliche Intervention» des Erzbischofs «für eine Diskussion über den Platz des Islam und der Muslime im modernen Großbritannien». Zugleich kritisierte der Rat eine «hysterische Fehlinterpretation» der Äußerungen von Williams durch Medien und Politiker, die «das britische Volk entzweit».

> Der Vortrag des Erzbischofs "Civil and Religious Law in England: a Religious Perspective" vom 07.02.2008 im Originalwortlaut

> BBC Interview mit Erzbischof Williams vom 07.02.2008 im Originalwortlaut

> Weitere Informationen zum Thema Scharia

 



Das neue Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Ieronymos von Athen (Foto: GZ)

  Neuer Erzbischof von Athen   08.02.2008
Athen (GZ). Zum neuen Erzbischof von Athen und ganz Griechenland wurde heute Mittag der bisherige Metropolit von Theben und Levadia, Ieronymos, gewählt. Er konnte sich im zweiten Wahlgang mit 33 zu 26 Stimmen gegen den Metropoliten von Sparta, Evstathios, durchsetzen.

Der neue Erzbischof wurde 1938 in Oinófyta in Böotien geboren. Er studierte an der philosophischen und theologischen Fakultät der Universität Athen, danach auch in Graz (Österreich) sowie in Regensburg und München. Ieronymos war seit 1981 Metropolit. Er hatte sich bereits im Jahre 1998 um das Amt des Oberhauptes der Kirche von Griechenland beworben. Damals hatte sich der bisherige Erzbischof Christodoulos gegen ihn durchsetzen können. Christodoulos verstarb nach schwerer Krankheit vor wenigen Tagen in Athen. Dem neuen Erzbischof Ieronymos werden ausgezeichnete Beziehungen zum Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel nachgesagt.

Im ersten Wahlgang konnte heute Morgen keiner der Kandidaten eine erforderliche absolute Mehrheit erzielen. Am Wahlverfahren, das um 9 Uhr begann, beteiligten sich 74 der insgesamt 78 Bischöfe. Vier der Bischöfe konnten aus Krankheitsgründen nicht an der Wahl teilnehmen. Zur Wahl standen vier Kandidaten: der Bischof von Theben und Levadia, Ieronymos; der Bischof von Sparta, Evstathios; der Bischof von Thessaloniki, Anthimos sowie der Bischof von Dimitriada, Ignatios.

 



Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger (1932-2008)

  Das Herz eines unermüdlichen Diener Gottes hat aufgehört zu schlagen - Prof. Nicolaus Heutger 07.01.1932 - 20.01.2008   24.01.2008
Hannover. Unerwartet, aber friedlich in Gott starb am 20. Januar 2008 kurz nach seinem 76. Geburtstag während eines Familienbesuches in Willemstad auf Curacao unser hochverehrter Ordenspropst Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger.

Er war über die Grenzen Deutschlands und der evangelisch-lutherischen Kirche hinaus als engagierter Seelsorger, Hochschullehrer, Judaist, Kirchenhistoriker und Numismatiker bekannt und geschätzt. Das Amt des Ordenspropstes bekleidete er seit 1996. Außerdem war er seit 1972 Kanonikus des Stifts Bassum sowie seit 1998 Kapitular des Klosters Amelungsborn. Seit 1994 war er Lehrbeauftragter für Geschichte der deutschen Juden an der Universität Oldenburg. Der Deutsche Tempelherrenorden OMCT verliert mit ihm sein geistliches Oberhaupt, dessen großer Einsatz in Rat und Tat für den Orden, dem er stets ein durchdringender Quell der Glaubensfestigkeit war, unvergesslich bleiben wird. Die Ordensbrüder fühlen mit der Familie des Verstorbenen und bitten den Allmächtigen, seiner Seele den ewigen Frieden zu schenken.

Der Beisetzung findet am Donnerstag, den 31. Januar 2008, um 14:00 Uhr in Hannover auf dem Engesohder Friedhof (Alte Döhrener Str. 96, Haltestelle: Altenbekener Damm) statt.

 



Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger (Foto: OMCT)

  Ordenspropst Professor Heutger stellt neues Buch über Tempelherrenorden vor   25.09.2007

Während des Jubiläumskapitels des Deutschen Tempelherrenordens OMCT in der Lutherstadt Wittenberg am 14.09.07 stellte der Ordenspropst Universitätsprofessor Dr. Dr. Nicolaus Heutger, Hannover, sein neues im Lukas Verlag erschienenes Buch vor:

Die Tempelherren einst und heute
Zum 50. Jubiläum der Reaktivierung des Tempelherren-Ordens in Deutschland

Legenden, Mythen und Verschwörungstheorien über den Ritterorden der Tempelherren gibt es zuhauf. Begünstigend mag gewirkt haben, dass das Ordensarchiv schon früh verlorengegangen ist und die wichtigsten Quellen Berichte über den Orden sind. Doch die an verschiedenen Orten erhaltenen Prozessakten von etwa neunhundert Templern vermitteln kein objektives Bild, da die festgehaltenen Geständnisse durch Folter erzwungen wurden und faktisch wertlos sind. Lediglich durch Sachüberreste lassen sich hin und wieder neue Erkenntnisse gewinnen.

Der namhafte Kirchenhistoriker und Ordenspropst Nicolaus Heutger unternimmt aus ordens­interner Sicht eine sach­liche Gesamtdarstellung der mittelalterlichen Geschichte, der Leistung, der Rezeption und nicht zuletzt des Weiterlebens des Templertums in der Gegenwart. Vehement wendet er sich gegen Mystifizierungen und »Räuberpistolen«.

Festeinband, 222 Seiten mit 78 Abbildungen
16 ×24 cm
25,00 EUR
ISBN 3-86732-01-9

 > Weitere Informationen zur Publikation

 



Ökumenischer Ordensgottesdienst des OMCT in der Schlosskirche zu Wittenberg (Foto: OMCT)

  50 Jahre Deutscher Tempelherrenorden OMCT - Minister Dr. Haseloff würdigt christliches Engagement   18.09.2007

Wittenberg. Der Deutsche Tempelherrenorden OMCT hat vom 13. bis 16. September 2007 das 50jährige Jubiläum der Wiedererrichtung des Templerordens in Deutschland in der Lutherstadt Wittenberg begangen. Dr. Reiner Haseloff, Wirtschafts- und Arbeitsminister des Landes Sachsen-Anhalt, selbst bekennender katholischer Christ, übermittelte am vergangenen Freitag in einer Ansprache die Grüße der Landesregierung und würdigte das ökumenische, karitative und mäzenatische Engagement des Deutschen Tempelherrenordens. Er unterstrich die Wichtigkeit, heutzutage als Christ tatkräftig Flagge zu zeigen, und freute sich, dass der Orden für seine Feierlichkeiten einen Ort in Sachsen-Anhalt ausgewählt hat, wo Christen mit einem Bevölkerungsanteil von knapp 20 Prozent mittlerweile in der Minderheit sind.

Als Gäste konnte Ordensmeister Hans-Dieter Köhler unter anderem die Direktorin des Evangelischen Predigerseminars Wittenberg, Dr. Hanna Kasparick, sowie den Propst von Wittenberg, Siegfried Kasparick, begrüßen. Eine Abordnung der Tempelherren-Grundschule aus Berlin-Tempelhof unter der Leitung der Rektorin Angelika Muttschall trug dem Ordensmeister die Ehrenspielführerschaft der Handballmannschaft ihrer Schule an. Der OMCT unterstützt den von dieser Schule alljährlich veranstalteten "Mäuse-Cup". Auf dem Festakt stellte der Kirchenhistoriker und Ordenspropst Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger sein im Lukas Verlag erschienenes neues Buch "Die Tempelherren - einst und heute" vor. Den Festvortrag hielt der Stadtsuperintenden von Hannover, Wolfgang Puschmann, unter dem Titel "Üben gute Ritterschaft, suchen, was den Frieden schafft.".

Am Sonnabend wurden während des ökumenischen Ordensgottesdienstes, den Geistliche evangelisch-lutherischer, katholischer und altkatholischer Konfession gemeinsam zelebrierten, in der Wittenberger Schlosskirche zwei Postulanten als Rechtsritter in den Deutschen Tempelherrenorden unter reger Teilnahme der Gemeinde und zahlreicher Kirchenbesucher aufgenommen. Die Veranstaltung klang am Sonnabend abend mit einem Luthermahl nach Art des 16. Jahrhunderts im Refektorium des Lutherhauses aus.

 



Der griechisch-orthodoxe Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. (Foto: Büro der 2. ÖEV)

  Einheit der Kirchen über individuelle Interessen stellen   05.09.2007

Hermannstadt (idea). Die Kirchen sollen das Streben nach Einheit über eigene Interessen und Exklusivitätsansprüche stellen. Das hat der griechisch-orthodoxe Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Bartholomaios I. (Istanbul) am 5. September auf der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Hermannstadt (Sibiu) gefordert.

Eines der größten Hindernisse für die Einheit der Kirche liege in den unterschiedlichen Auffassungen der christlichen Kirchen über Zweck und Ziel der ökumenischen Bewegung. Nach den Worten des Patriarchen haben die Kirchen die Aufgabe, kategorisch für den Schutz des Lebens, den Wert von Ehe und Familie und die Unterstützung Armer und Bedürftiger einzutreten. „Wir bestehen unnachgiebig auf diesen christlichen Prinzipien und Werten.“ Im Blick auf den interreligiösen Dialog erklärte der Patriarch, dass „auch die Werte der anderen monotheistischen Religionen den gegenseitigen Respekt und damit die friedliche Koexistenz der Völker gebieten“. Jegliche Form von Gewalt im Namen der Religion sei ein Verbrechen gegen die Religion, so Bartholomaios. Der 67-Jährige gilt als Ehrenoberhaupt von rund 300 Millionen orthodoxen Christen.

Staatspräsident wünscht Gottes Segen

Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu (Bukarest) zeigte sich überzeugt davon, dass die 3. Europäische Ökumenische Versammlung zur Vertiefung der interkonfessionellen Zusammenarbeit führen werde. Rumänien und insbesondere Hermannstadt könnten ein Vorbild für das Miteinander von Kulturen, Religionen und Konfessionen sein, so der Staatspräsident. Er wünschte der Versammlung „und allen Ländern Europas“ Gottes Segen.

> Weitere Informationen zur Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV)

> Weitere Informationen über Bartholomaios I.

 



Kirchenfenster aus dem Kölner Dom (14. Jh.), dessen Restaurierung vom OMCT gesponsert wurde. (Foto: Kestner-Museum)

  OMCT ermöglicht Restaurierung eines mittelalterlichen Kirchenfensters   30.08.2007

30.08.200731.01.2008
Das Mittelalter im Kestner-Museum - neu gesehen

Hannover (Kestner-Museum Newsletter). Die Abteilung Mittelalterliche Kunst im Kestner-Museum Hannover gehört zu den bedeutendsten Sammlungen norddeutscher Kirchenkunst. In ihr vereinigen sich die Sammlung des Hannoverschen Buchdruckers und Senators Friedrich Culemann, Bestände des ehemaligen Welfenmuseums und bedeutende Werke niedersächsischer Kirchenkunst wie der Fischbecker Kopf, der 1903 erworben werden konnte.

Zum ersten Mal nach den Renovierungsarbeiten ist ein großer Teil der mittelalterlichen Bestände in der Sonderausstellung “Das Mittelalter im Kestner-Museum - neu gesehen” nach neuen Schwerpunkten geordnet und präsentiert. Nach Jahren sind Teile der herausragenden Textilsammlung sowie ausgewählte Objekte der Buchmalerei für die Museumsbesucher wieder zugänglich. Die kostbaren Gewebe und Stickereien wurden für die Ausstellung restauriert und neu montiert.

Der Ostflügel ist durch Verdunkelungen und spezielle Vitrinen für die lichtempfindlichen Objekte eingerichtet worden. Die Präsentation ist neben der „klassischen“ Aufstellung nach Materialgruppen Elfenbein, Email oder Bronze vor allem mit inhaltlichen Schwerpunkten besetzt.

Kern dieser Aufstellung ist der Reliquienschatz der Goldenen Tafel aus St. Michaelis zu Lüneburg. Seine Rekonstruktion und seine wechselvolle Geschichte sind für den Museumsbesucher medial aufgearbeitet. Zugleich sind sowohl die beiden bedeutenden Handschriften des Schatzes als auch hochrangige Gewebefragmente ausgestellt.

Ein weiterer Bereich ist der Kunst aus niedersächsischen Kirchen gewidmet. In ihm sind Teile des Kirchenschatzes der Hannoverschen Marktkirche und verschiedener Osnabrücker Kirchen zu sehen.

Die im Rahmen der Sonderausstellungen zum Evangelischen Kirchentag 2005 erfolgreich eingesetzte „Mittelalterliche Schreiberwerkstatt“ kommt während der Ausstellung erneut zum Einsatz.

Die Neugestaltung der Dauerausstellung wurde ermöglicht durch die freundlicher Unterstützung von:

Niedersächsische Lotto-Stiftung
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Stiftung Niedersachsen
FAMAKunststiftung
Deutscher Tempelherrenorden OMCT, Hannover

(Der Deutsche Tempelherrenorden hat die aufwendige Restaurierung eines ursprünglich aus dem Kölner Dom stammenden Kirchenfensters aus dem 14. Jahrhundert gefördert. Das Motiv des Fensters stellt zwei Könige dar.)

Zur Ausstellung findet am Sonntag, 02.09.07, folgender Vortrag statt:

Das Mittelalter im Kestner- Museum - neu gesehen 

von Thorsten Henke, MA, Kunsthistoriker, Wiebke Kögel, Gebärdendolmetscherin.

Zeit: 15.00 – 16.00 Uhr
Kosten: 8,- € (incl. Eintritt)
Anmeldung: Tel.: 0511 – 168 42120
Fax.: 0511 - 168 46530
kestner-museum@hannover-stadt.de

> Weitere Informationen zur Ausstellung

 



Turm der katholischen Kirche in Hermannstadt (Foto: Primaria Municipiului Sibiu)

  Dritte Europäische Ökumenische Versammlung   27.08.2007

Frankfurt a.M. (epd). Im rumänischen Sibiu/Hermannstadt findet vom 4. bis 9. September die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung statt. Dazu werden rund 2.500 Teilnehmer erwartet. Die Tagung wird getragen vom katholischen Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) sowie der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK). Vorkonferenzen gab es Anfang 2006 in Rom und im Februar dieses Jahres in Wittenberg.

Themen des Kongresses sind die Einheit der Kirchen, Spiritualität, Europa, Religionen und Migration. Mit Rumänien findet zum ersten Mal ein Kirchentreffen dieser Art in einem von orthodoxen Christen geprägten Land statt. Sibiu ist zudem Kulturhauptstadt Europas 2007. Rumänien war erst im Januar dieses Jahres der EU beigetreten. Die Region um Hermannstadt war jahrhundertelang von deutschen Protestanten geprägt.

Die ersten beiden Ökumenischen Versammlungen fanden 1989 in Basel und 1997 in Graz statt. Das Treffen in Basel gilt inzwischen als kirchenhistorisch bedeutendes Datum. Zum ersten Mal überhaupt wurde eine solche Zusammenkunft von der römisch-katholischen Kirche sowie von orthodoxen und evangelischen Kirchen gemeinsam veranstaltet.

In Basel wurde der vom Weltkirchenrat angestoßene sogenannte konziliare Prozess der Kirchen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung auch in der nichtkirchlichen Öffentlichkeit bekannt. Anders als die ersten beiden Europäischen Ökumenischen Versammlungen besteht die dritte nicht aus einer Einzelveranstaltung, sondern soll einen Prozess in mehreren Etappen mit dem Abschluss in Sibiu darstellen.

Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen ist die Dachorganisation der derzeit 34 römisch-katholischen Bischofskonferenzen Europas. Das Sekretariat hat seinen Sitz im schweizerischen St. Gallen. Die 1959 gegründete Konferenz Europäischer Kirchen vereint mehr als 120 orthodoxe, protestantische, anglikanische und alt-katholische Kirchen aus ganz Europa. Sie hat Büros in Genf, Straßburg und Brüssel.

> Weitere Informationen zur Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV)

 



Führungskräfte lernen in Stille, sich selbst zu führen. (Foto: idea)

  Evangelische Kirche: Warum Manager ins Kloster gehen   27.08.2007

Hamburg (idea). Immer mehr Manager suchen in Klöstern Abstand von der Hektik des Alltags. Die evangelische Kirche entdeckt neu das Klosterleben und Pilgern, das früher eine katholische Domäne war. Zunehmend machen Führungskräfte aus der Wirtschaft Gebrauch von Angeboten, sich für einige Tage in die Stille zurückzuziehen und zu sich selbst zu kommen.

Darüber berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (Hamburg): „Was für die katholische Kirche mit boomenden Kloster-Unternehmen wie Maria Laach oder Andechs schon lange Normalität ist, soll nun auch bei den Protestanten zum Programm gehören.“ Insgesamt gebe es 33 protestantische Klöster und Stifte in Deutschland, die in der Reformationszeit vor annähernd 400 Jahren zur lutherischen Konfession wechselten. Sie erlebten mitunter nach langen Zeiten des Verfalls und des Vergessens jetzt eine neue Konjunktur. Das Nachrichtenmagazin zitiert die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann: „In unseren Klöstern boomt die Nachfrage.“ In vielen der 22 Häuser seien Schweigeseminare, Exerzitien und ähnliche Angebote ausgebucht. Insgesamt hätten die niedersächsischen Einrichtungen im vergangenen Jahr 200.000 Seminar- und Tagesgäste gezählt. Außerdem würden zunehmend evangelische Pilgerwege eingerichtet. Große Firmen schrieben die Klosterseminare als Fortbildung aus. Die Kosten von etwa 1.000 Euro pro Kurs seien vergleichsweise billig. Dabei entdeckten die Teilnehmer Managementregeln, wie sie etwa der Begründer der Benediktiner, Benedikt von Nursia, schon vor rund 1.500 Jahren angeregt habe: „Wer führen soll, muss zunächst sich selber führen.“

Klosterleben blüht auf

Auch das Zusammenleben in klosterähnlichen Gemeinschaften blüht im Protestantismus auf. Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), hat vor kurzem die mehr als 230 evangelischen Kommunitäten und geistlichen Gemeinschaften in Deutschland als „Schatz“ für die Kirche gewürdigt. Am 14. Juni veröffentlichte die EKD die Schrift „Verbindlich leben. Kommunitäten und geistliche Gemeinschaften in der evangelischen Kirche“. Zu den bekanntesten gehören die Evangelische Marienschwesternschaft in Darmstadt (200 Frauen, 12 Männer), die Communität Christusbruderschaft in Selbitz bei Hof (120 Frauen und 4 Männer), die ökumenische Kommunität „Jesus-Bruderschaft Gnadenthal“ in Hünfelden bei Limburg (16 Männer, 15 Frauen und 20 Familien) und die Offensive Junger Christen (OJC) in Reichelsheim (Odenwald) mit rund 100 Mitgliedern.

> Weitere Informationen zu evangelischen Kommunitäten, Bruderschaften und Schwesternschaften

> Weitere Informationen zur Jesus-Bruderschaft Gnadenthal

> Weitere Informationen zur Christusbruderschaft Selbitz

> Weitere Informationen zur Offensive Junger Christen (OJC)

 



Das Oberhaupt der weltweiten Anglikanischen Kirche, Dr. Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury (Foto: Edinburgh Evening News)

  Meißen zeigt: Anerkennung ist möglich - Lehrstück für gelingende Ökumene   15.07.2007

Hannover (ekd). Die neueste, von Papst Benedikt XVI. ausdrücklich unterstützte Verlautbarung der Glaubenkongregation, dass die wahre und einzige Kirche die römisch-katholische Kirche sei und dass die reformatorischen Kirchen allenfalls "kirchliche Gemeinschaften" seien, übersieht die vielen ökumenischen Schritte außerhalb des Vatikans, in denen Kirchen, bei Wahrung von durchaus wesentlichen Unterschieden, sich trotzdem gegenseitig als Kirchen anerkennen. Dies ist zum Beispiel in der Meißener Erklärung der Fall, die zwischen der Kirche von England und der Evangelischen Kirche in Deutschland 1991 unterzeichnet wurde.

Grundlage dafür ist die gegenseitige Anerkennung als Kirchen, "die zu der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche Jesu Christi gehören und an der apostolischen Sendung des ganzen Volkes Gottes wahrhaft teilhaben". Ferner wird anerkannt, dass das Wort Gottes authentisch gepredigt und die Sakramente der Taufe und des Abendmahls recht verwaltet werden. Die Ämter werden als von Gott gegeben und als Werkzeuge seiner Gnade anerkannt.

Eine volle Austauschbarkeit der Pfarrerinnen und Pfarrer sowie der Bischöfinnen und Bischöfe ist noch nicht möglich. Grund dafür ist das historisch gewachsene Bischofsamt in der anglikanischen Kirche, das in mancher Hinsicht mit dem römisch-katholischen Verständnis der kontinuierlichen Übertragungen der apostolischen Vollmacht auf die leitenden Geistlichen (Sukzession) vergleichbar ist. Trotz dieses "Handicaps" sind jedoch beide Kirchen bereit, sich als Kirchen anzuerkennen. Zugleich arbeiten sie auf der Basis der Meißener Erklärung intensiv daran, diese Differenz theologisch und geistlich aufzuarbeiten und zu überwinden. Dies geschieht zwischen Experten beider Seiten, aber auch auf der Ebene von lokalen Partnerschaften zwischen Gemeinden, Kirchenkreisen, Landeskirchen und Diözesen. Die bisher erreichte Kirchengemeinschaft schließt insofern Differenzen überhaupt nicht aus. Im Gegenteil, durch den Konsens werden auch die Differenzen sichtbar und zum Gegenstand eines weiteren Klärungsprozesses gemacht.

Der rege Austausch und die weit reichende Zusammenarbeit zwischen der Kirche von England und der Evangelischen Kirche in Deutschland ist im gerade erschienenen Fünf-Jahres-Bericht (2002-2006) der gemeinsamen Meißen-Kommission dokumentiert. Er ist ein Lehrstück für gelingende Ökumene von Kirchen, die die  Zugehörigkeit zur "Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche Jesu Christi" teilen. Diese Kirche ist eine Kirche, der wir uns glaubend zuordnen und die durch die Früchte ihrer Arbeit die eine Kirche Jesu Christi bezeugt. Der Bericht ist als epd-Dokumentation erhältlich.

> Weitere Informationen zur Meißener Erklärung

> Weitere Informationen zur Kirche von England

 



Der aus den USA gebürtige William Kardinal Levada ist Präfekt der Glaubenskongregation (Foto: Radio Vatikan).

  Vatikan betont Abgrenzung von Protestanten    15.07.2007

Glaubenskongregation veröffentlicht Dokument zum Kirchenverständnis

Vatikanstadt (epd). Der Vatikan hat am Dienstag ein neues Dokument über das eigene Kirchenverständnis veröffentlicht, in dem sich die katholische Kirche erneut von den Protestanten abgrenzt. Nur in dieser bestehe die von Jesus Christus begründete Kirche weiter, betont die Glaubenkongregation in fünf "Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche". Der Vatikan wolle aber an der Ökumene festhalten, wurde bekräftigt.

Das vorliegende Schreiben sei auf Grund von "irrigen Interpretationen" des Zweiten Vatikanischen Konzils der sechziger Jahre nötig geworden, heißt es. Papst Benedikt XVI. habe die vom Präfekten der Kongregation, Kardinal William Levada, unterzeichneten Antworten "gutgeheißen, bestätigt und deren Veröffentlichung angeordnet".

Entgegen auch unter katholischen Theologen verbreiteten Interpretationen habe das von Papst Johannes XXIII. einberufene Konzil keine Wende im Kirchenverständnis eingeläutet. "Das Zweite Vatikanische Konzil wollte diese Lehre nicht verändern, es wollte sie vielmehr entfalten, vertiefen und ausführlicher darlegen."

Den aus der Reformation hervorgegangenen christlichen Gemeinschaften könne nach katholischem Verständnis kein Kirchenstatus zuerkannt werden, heißt es in dem vom Sekretär der Kongregation, Erzbischof Angelo Amato, mitunterzeichneten Dokument. Grund sei die fehlende "apostolische Sukzession im Weihesakrament".

Ohne sakramentales Priestertum gebe es jedoch keine "vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums", so das Papier. Da die Orthodoxen im Unterschied zu den Protestanten "trotz ihrer Trennung wahre Sakramente besitzen", seien sie als Kirchen anzuerkennen.

In einem gleichzeitig veröffentlichten offiziellen Kommentar rechtfertigt der Vatikan die Lehre, nach der die von Christus gegründete Kirche nur in der katholischen weiter besteht, mit der "Sorge um die Wahrung der Einheit und der Einzigkeit der Kirche". Diese ginge verloren, "wenn man annehmen würde, dass es mehrere Subsistenzen der von Christus gegründeten Kirche gäbe". Bereits im Jahr 2000 hatte sich Rom mit der Erklärung "Dominus Iesus" klar von den Protestanten abgegrenzt.

Das neue Dokument der Glaubenskongregation verbreite keine neuen Lehren, sondern rufe "mit Klarheit die katholische Lehre über die Kirche in Erinnerung", heißt es in dem offiziellen Kommentar. Es biete "wertvolle Hinweise" für die Ökumene, die weiterhin zu den Hauptanliegen der katholischen Kirche gehöre. Für einen konstruktiven Dialog ist dem offiziellen Kommentar zufolge jedoch "neben Offenheit für die Gesprächspartner Treue zur Identität des katholischen Glaubens" nötig.

> Der strittige Text der Glaubenskongregation im Wortlaut

> Weitere Informationen zur Kongregation für die Glaubenslehre

> Statement des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, zum Text

> Stellungnahme des Ratsvorsitzenden der EKD, Bischof Wolfgang Huber, zum Text

> Erklärung des Generalsekretärs des Lutherischen Weltbundes, Pfr. Dr. Ishmael Noko, zum Text

 





  In Memoriam   15.07.2007

Hannover. Der Deutsche Tempelherrenorden trauert um zwei seiner Ordensbrüder.

Am 9. Juni 2007 verstarb im Alter von 76 Jahren in Bückeburg Ordensbruder Ulrich Herdieckerhoff, Pastor i. R. Er wurde am 15. Juni 2007 in Bückeburg beigesetzt. Bereits am 27. Mai 2007 verstarb in Köln im Alter von 89 Jahren Ordensbruder Jan Gabriel Kuon. Er war fast 30 Jahre lang Mitglied des Ordens. Die Trauerfeier fand am 27. Juni 2007 auf dem Kölner Südfriedhof statt. Seine letze Ruhestätte wird er in seiner czechischen Heimat in Hradec Kralove finden.

Sie mögen beide im Frieden des Herrn ruhen!

 



Paul Gerhardt (1607-1676)

  Paul-Gerhardt-Jahr 2007 - "Der Tod behält nicht das letzte Wort" - Bischof Huber würdigt Paul Gerhardt beim Johannis-Empfang    28.06.2007

Frankfurt (chrismon). Heute würde man ihn einen Popstar nennen, sagte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, über Paul Gerhardt (1607-1676).

Huber würdigte Gerhardt in seiner Rede zum 400. Geburtstag des protestantischen Liederdichters beim diesjährigen Johannis-Empfang der EKD in Berlin. Gerhardts Lieder gehörten "neben Grimms Märchen und Luthers Bibelübersetzung zu den bekanntesten Texten deutscher Sprache überhaupt". Sie hätten Komponisten wie Johann Sebastian Bach und Max Reger, und Schriftsteller wie Matthias Claudius und Theodor Fontane angeregt und beschäftigt. All’ diese Lieder "künden nicht von Verzweiflung, sondern von Vertrauen", betonte der Ratsvorsitzende, der seiner Rede die Liedzeile "Hoff und sei unverzagt!" als Überschrift voran stellte.

"Das Wort ‚unverzagt’ hat es Paul Gerhardt angetan", unterstrich Huber, der in diesem Begriff ein Leitmotiv "für ihn wie für uns" ausmachte. Und das, obwohl der Dichter "in grausigen Zeiten" lebte: Drei Jahrzehnte, von seinem elften bis zu seinem 41. Lebensjahr verbrachte er im Krieg. "Nach dem Krieg sind auch die Seelen der Menschen versehrt. Im Alltag der Katastrophe hat sich die Gottvergessenheit breit gemacht. Paul Gerhardt will deswegen mehr als eine Waffenruhe. Er möchte auch Frieden zwischen Gott und den Menschen", beschrieb der Ratsvorsitzende die Situation, in der Gerhardt dichtete. Das Sterben – das durch die Pest auch nach dem Krieg zum Alltag der Menschen gehörte – sei für Gerhardt "ein Übergang" gewesen. Der Tod werde nicht verharmlost, er behalte seinen Schrecken. "Doch er behält nicht das letzte Wort." Huber betonte: "Paul Gerhardt vermittelt ein Vertrauen zu Gottes Güte, das an der Kränkung, die jedes menschliche Herz erfährt, nicht zerschellt."

Der Ratsvorsitzende erinnerte auch an die Opposition Gerhardts gegen den preußischen Kurfürsten Johann Sigismund, der 1613 von der lutherischen zur reformierten Konfession gewechselt war. In dem vom Kurfürsten damals anberaumten Religionsgespräch sei es unter den Bedingungen jener Zeit darum gegangen, "dass es sich auch dann um einen Dialog, ein Religionsgespräch handelt, wenn man nicht in allen Dingen einer Meinung ist". Eine Einsicht, so Huber, "die uns auch bei heutigen Dialogen nicht ganz unbekannt ist".

Nachdem die führenden Lutheraner außer Landes gegangen oder mundtot gemacht worden seien, habe Paul Gerhardt als Kopf der Opposition gegolten. Um dessen Absetzung von seiner Stelle in Berlin habe es viel Streit gegeben, bis er 1669 schließlich als Propst nach Lübben gezogen sei. Huber resümierte: "Mittenwalde, Berlin, Lübben: Aus heutiger Sicht nimmt diese Berufsbiografie vorweg, was wir unverdrossen erstreben – die Zusammengehörigkeit von Brandenburg und Berlin."

Seine Glaubenszuversicht und seine Kritik an der Obrigkeit habe Gerhardt mit offener Sozialkritik verbunden. "Seine Lieder wollten dazu helfen, dass Menschen sich auch in Armut und Leid nicht selbst aufgeben", erläuterte der Ratsvorsitzende. Dort, wo es um Gottes Zusagen gehe, die das Herz fest machen, schlage Paul Gerhardts Herz. Huber unterstrich, dass das Paul-Gerhardt-Jahr eine ungeheure Chance dazu sei, auf das zu hören, "was das Herz fest macht". "Dazu helfen die Lieder Paul Gerhardts, die bekannten wie die unbekannten."

> Weitere Informationen zum Paul-Gerhardt-Jahr

 



Die Zürcher Bibel ist eine der genauesten Übersetzungen mit Präzisierungen vieler Begriffe. Die Neuausgabe gibt es auch als Kunstbibel (Foto: TVZ).

  Überarbeitung der Zürcher Bibel fertig   28.06.2007

Zürich (idea). Eine der genauesten Übersetzungen der Heiligen Schrift, die Zürcher Bibel, liegt jetzt in einer Überarbeitung vor. Seit 1984 wurde sie dem modernen Sprachgebrauch angepasst. Am 24. Juni wurde sie im Großmünster von Zürich der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt kostete rund vier Millionen Schweizer Franken (2,4 Millionen Euro).

Vor Journalisten sagte der Präsident des Kirchenrats der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons Zürich, Ruedi Reich, die Bearbeitung unterscheide sich von früheren Fassungen vor allem durch Präzisierungen zahlreicher Begriffe. Beispielsweise wird in 3. Mose 21,14 nicht mehr von einer „entehrten“, sondern von einer vergewaltigten Frau gesprochen. Der Satz  aus dem Buch Hiob „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (19,25) wird mit „Ich weiß, dass mein Anwalt lebt“ wiedergegeben. Es handele sich um eine rechtliche Auseinandersetzung und nicht, wie der Luther-Text nahe lege, um eine Prophezeiung auf Jesus. Für Unmut hatten zwischenzeitlich feministische Varianten gesorgt. Die Zürcher Kirchensynode beschloss jedoch, dass zum Beispiel der Gottesname mit „Herr“ wiedergegeben wird. Die Ursprünge der Zürcher Bibel gehen auf die Reformation unter Ulrich Zwingli (1484-1531) zurück, der kurz vor seinem Tod am 11. Oktober 1531 die erste Zürcher Bibel veröffentlichte. Die letzte Revision erfolgte von 1907 bis 1931.

> Weitere Informationen zur Zürcher Bibel

 



Kardinal Georg Sterzinsky / Ev.-luth. Bischof Wolfgang Huber (Foto: WDR/dpa)

  Kirchen rufen wegen Ladenschluss Bundesverfassungsgericht an   12.06.2007

Berlin/Karlsruhe (epd). Die beiden großen Kirchen in Berlin rufen wegen der deutlich erweiterten Ladenöffnungszeiten das Bundesverfassungsgericht an. Dieser Schritt sei unumgänglich, nachdem besonders die Bundeshauptstadt per Gesetz den verfassungsrechtlich verankerten Sonntagsschutz ausgehöhlt habe, erklärten der evangelische Bischof Wolfgang Huber und Kardinal Georg Sterzinsky am Montag in Berlin.

Die Berliner Regelung mit zehn verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr, davon alle vier Adventssonntage, sei "unverhältnismäßig" und dürfe keine Schule machen, argumentierte Huber. Dabei gehe es den Kirchen um eine Grundsatzdebatte. Nachdem alle Versuche auf politischer Ebene gescheitert seien, das in einem parlamentarischen "Hau-Ruck-Verfahren" beschlossene Berliner Gesetz noch zu stoppen, sei der Schritt zur Verfassungsbeschwerde notwendig geworden.

Dabei werden die Kirchen vor Gericht auf den Sonntag als grundgesetzlich geschützten "Tag der Arbeitsruhe und seelischen Erhebung" abheben, ergänzte Kardinal Sterzinsky. Das vom Berliner Senat vorgebrachte Argument, die Ladenöffnungszeiten beschränkten sich auf die Sonntagnachmittage und damit auf einen Bereich außerhalb der Hauptgottesdienstzeiten, hält er für untauglich. Das Grundgesetz kenne keinen nach Tageszeit abgestuften verfassungsrechtlichen Sonn- und Feiertagsschutz, so der Erzbischof.

Bischof Huber sieht zudem durch die Berliner Regelung die Religionsfreiheit verletzt. Diese gelte laut Verfassung nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern auch für die Religionsgemeinschaften. Die 1.700 Jahre alte Kopplung von Gottesdienst und freiem Tag zur Disposition zu stellen, sei ein "kulturelles Unglück", sagte Huber. Die Verfassungsbeschwerde von Landeskirche und Bistum wird auch von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz unterstützt.

Der Berliner Senat reagierte zurückhaltend auf den Schritt der Kirchen. "Es steht jedem frei, seine Rechte wahrzunehmen", sagte Senatssprecher Michael Donnermeyer dem epd. Die erweiterten Ladenöffnungszeiten würden von den Menschen angenommen und seien als Erfolg zu werten. Als aussichtslos bezeichnete Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) die Verfassungsbeschwerde. "Ich weiß nicht, ob die Kirchen klug beraten sind, das zu machen", sagte er dem epd am Montag in Brandenburg an der Havel.

> Weitere Informationen zu den geltenden Regelungen in Berlin

 





  Kirchen begrüßen stärkere Förderung des Ehrenamtes   12.06.2007

Berlin (epd). Die beiden großen Kirchen haben die von der Bundesregierung geplante Vereinfachung des Spendenrechts und die Ausweitung der steuerlichen Förderung Ehrenamtlicher begrüßt. Gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden warnten sie bei einer Anhörung am Montag im Finanzausschuss des Bundestages zugleich, dass die deutschen Regelungen durch europäisches Recht gefährdet seien. Sie forderten die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene für gesetzliche Regelungen stark zu machen, die die Möglichkeiten des Ehrenamts erweitern.

Nach dem geplanten "Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" sollen Menschen, die sich ehrenamtlich für soziale, kulturelle oder ökologische Belange einsetzen, steuerlich stärker begünstigt werden. Der Bundestag wird das Gesetz voraussichtlich noch vor der Sommerpause verabschieden. Die Zustimmung des Bundesrates gilt als sicher. Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Januar 2007 in Kraft treten.

Nach dem Gesetzentwurf müssen Menschen, die in ihrer Freizeit mindestens 20 Stunden im Monat für alte, kranke oder behinderte Menschen tätig sind, im Jahr 300 Euro weniger Einkommensteuer bezahlen. Der Vizepräsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Teske, hält das neue Instrument der so genannten Zeitspende für ein "sehr wesentliches Signal an Menschen, die tatsächlich bereit sind, Zeit für andere zu opfern".

Fachverbände kritisieren die vorgesehene Neuerung im Steuerrecht allerdings an zwei Stellen: Zum einen könnten davon ehrenamtlich engagierte Menschen, die keine Steuer entrichten, wie etwa Arbeitslose oder Jugendliche nicht profitieren. Zum anderen werde damit nur soziales, nicht aber ökologisches oder kulturelles Engagement steuerlich gefördert.

Nach dem Gesetzentwurf sollen Bürger zudem gemeinnützige Spenden bis zur Höhe von 20 Prozent ihrer Einkünfte bei der Steuererklärung geltend machen können. Diese Regelung soll rückwirkend zum 1. Januar 2007 gelten. Bisher sind Spenden nur bis zu fünf Prozent der Einkünfte abzugsfähig, Ausnahme sind Spenden für mildtätige Zwecke, deren Obergrenze bei zehn Prozent liegt. Diakonie-Vize Teske erwartet von dieser Neuerung einen Impuls für die Spendenbereitschaft der Bürger.

Die Kirchen begrüßen beim Entwurf auch die Anhebung der Höchstgrenzen für steuerfreie Spenden, die Vereinfachung der Absetzbarkeit und Gleichbehandlung der Spendenzwecke. Auch die Anhebung der steuerfreien Aufwandspauschale für einen Teil der Ehrenamtlichen von jährlich 1.848 auf 2.100 Euro, wird positiv gewertet. Diese Pauschale solle auch ehrenamtlichen Betreuern gewährt werden, wie es bereits der Bundesrat vorgeschlagen habe, fordern die Kirchen.

> Weitere Informationen zur Initiative "Hilfe für Helfer" des BMF

 



Schulleiterin Muttschall, Sportlehrer Karras, Ordenssekretär Nebelung

  Neue Geschichtsbücher für Tempelherren-Grundschule   03.06.2007

Berlin. Der Deutsche Tempelherrenorden OMCT ist seit 1958 Namenspatron der Tempelherren-Grundschule in Berlin-Tempelhof. Um den Schülern die Geschichte der Templer im Unterricht interessanter vermitteln zu können, stiftete der OMCT der Tempelherren-Grundschule einen Klassensatz der kindgerechten Publikation "Die Tempelritter - Die Geschichte eines Mönchsritterordens" von Manfred Tekla. 

Der Ordenssekretär Nebelung übergab am 23.05.2007 in Berlin am Rande des von der Tempelherren-Grundschule ausgerichteten 24. Mäusecups das neue Unterrichtsmaterial an die Schulleiterin, Frau Muttschall. 

> Weitere Informationen zur Tempelherren-Grundschule

> Weitere Informationen zur Publikation

 



Die Siegermannschaft des Mäusecups 2007 von der Erpelgrund-Schule

  Mäusecup 2007 der Tempelherren-Grundschule Berlin   03.06.2007

Berlin. Am alljährlich seit 1984 von der Tempelherren-Grundschule in Berlin-Tempelhof ausgerichteten Mäusecup für Mädchen und Jungen bis 11 Jahre nahmen in diesem Jahr 22 Handballmannschaften aus 16 Berliner Grundschulen teil. Den vom Deutschen Tempelherrenorden gestifteten Wanderpokal holte sich in der spannenden Finalrunde am 23.05.2007 in der Sporthalle Bosestraße die Mannschaft der Erpelgrund-Schule aus Berlin-Reinickendorf.

Die Siegerehrung nahm die Leiterin der Tempelherren-Grundschule, Frau Muttschall, gemeinsam mit dem Sponsor der Veranstaltung, Herrn Plickert, und dem Ordenssekretär des Deutschen Tempelherrenordens OMCT, Gunnar Nebelung, vor.

Die Lehrer, deren Engagement das für die Jugendarbeit wichtige und begrüßenswerte Turnier erst möglich macht, verdienen große Anerkennung.

 

 



Pfarrer Reinhard Hempelmann, Leiter der EZW

  Wo Gemeinden wie Pilze aus dem Boden schießen   03.06.2007

Berlin (idea). Die christliche Landschaft in Deutschland wird vielfältiger und unübersichtlicher. Neue Gemeinden schießen in manchen Regionen wie Pilze aus dem Boden. Darauf hat die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin aufmerksam gemacht.

Es breite sich „vor allem ein evangelikaler und pfingstlich-charismatischer Frömmigkeitstyp aus, dessen weltweite Erfolgsstory auch in Europa zunehmend erkennbar wird“, schreibt der Leiter der EZW, Pfarrer Reinhard Hempelmann, in deren Materialdienst. Die neuen Gemeinden hätten meist keine organisatorische Beziehung zu den Landeskirchen und den klassischen Freikirchen, sondern bezeichneten sich als konfessionsunabhängig. Sie versammelten sich häufig in ehemaligen Fabrikhallen und Läden. Theologisch seien sie meist „antimodernistisch und konservativ“ ausgerichtet. Die Gemeinden trügen Bezeichnungen wie Christliches Zentrum, Ichthys-Gemeinde, Calvary Chapel (Golgatha-Kapelle) oder Vineyard (Weinberg). Es seien vor allem junge Erwachsene und Familien, die nach neuen Formen und Orten suchten, um ihren Glauben zu leben. In der Taufpraxis seien die meisten neuen Gemeinden baptistisch orientiert. „Christsein aufgrund von persönlicher Entscheidung gewinnt an Bedeutung“, so Hempelmann. Zur christlichen Pluralisierung trügen auch eine wachsende Zahl von Migranten- und Einwandererkirchen bei. Dort sammelten sich vor allem Menschen asiatischer und afrikanischer Herkunft. Daneben seien in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Aussiedlergemeinden entstanden, deren Gottesdienste zu den am besten besuchten in Deutschland gehörten.

Eine Gefahr: Elitäres Selbstverständnis

Hempelmann zufolge sind mit der Ausbreitung pfingstlich-charismatischer und bibelfundamentalistischer Frömmigkeit auch Gefahren verbunden: „Religiöse Hingabebereitschaft kann missbraucht werden.“ Die Orientierung an charismatischen Führerpersönlichkeiten könne das Mündig- und Erwachsenwerden im christlichen Glauben hindern. Außerdem sei es möglich, dass das gesteigerte Sendungsbewusstsein einer Gruppe umschlage „in ein elitäres Selbstverständnis, das im Wesentlichen von Feindbildern lebt und Gottes Geist nur in den eigenen Reihen wirken sieht“. Hempelmann empfiehlt den Kirchen, auf die neuen Gemeinden nicht nur abwehrend und ablehnend zu reagieren. Die Diskussion über die Kirche der Zukunft werde die Ausdifferenzierung des Protestantismus ernstnehmen müssen. Man müsse wahrnehmungsfähiger werden für die Sehnsucht nach intensiv gelebter Gemeinschaft in überschaubaren Gruppen, in denen der christliche Glaube alltagsbezogen vermittelt werde. Nach Schätzungen versammeln sich in unabhängigen evangelikalen Gemeinden in Deutschland rund 200.000 Christen.

> Weitere Informationen zur EZW

 



Ordensbrüder mit Täufling vor dem Kreuzgang des Stifts Fischbeck

  Generalkapitel mit Taufe   22.05.2007

Fischbeck. Am 12.05.2007 fand das 50. Generalkapitel des Deutschen Tempelherrenordens OMCT im Stift Fischbeck statt. Der Orden setzte damit eine langjährige Tradition fort. Die Priorin Ursula Boysen hieß die zahlreichen Teilnehmer in den Mauern des altehrwürdigen Damenstifts herzlich willkommen.

Der ökumenische Gottesdienst in der romanischen Stiftskirche aus dem 12./13. Jahrhundert wurde diesesmal neben der Aufnahme eines neuen Postulanten durch ein besonderes Ereignis bereichert. Der Ordenspropst Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger taufte während des Gottesdienstes den Sohn Johannes des Rechtsritters Matthias Wedemeyer und seiner Frau aus Hannover. Der Orden freut sich über das neue Mitglied der christlichen Gemeinschaft und wünscht ihm auf seinem Lebensweg einen starken Glauben.  

> Weitere Informationen zum Stift Fischbeck

 



Pastor Dr. Samuel Kobia (Foto: Le Monde)

  Evangelikale und Ökumene versöhnen   02.05.2007

Edinburgh (idea). Zu einer „ökumenisch verantwortbaren Evangelisation“ hat der Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), Samuel Kobia (Genf), aufgerufen.

Dazu gehörten „die Heilung christlicher Spaltungen“, etwa zwischen „Christen aus der evangelikal geprägten Missionsfamilie und Christen aus der konziliar oder ökumenisch geprägten Missionsfamilie“. Kobia äußerte sich im schottischen Edinburgh bei Vorbereitungen zur 100-Jahr-Feier der Weltmissionskonferenz, die 1910 in Edinburgh stattfand und den Beginn der modernen ökumenischen Bewegung markiert.

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Taufstein im Magdeburger Dom (Foto: dbk)

  Gegenseitige Taufanerkennung   30.04.2007

Magdeburg (dpa). Elf christliche Kirchen in Deutschland erkennen ihre Taufen künftig wechselseitig an. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten führende Vertreter der Kirchen gestern bei einem ökumenischen Gottesdienst im Magdeburger Dom.

Auf das Papier hatten sich neben der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verschiedene orthodoxe und altorientalische Kirchen sowie Freikirchen verständigt. Einige kleine christliche Gemeinschaften wie die Mennoniten beteiligten sich nicht, weil sie die Kindertaufe ablehnen. Bislang gab es zur Anerkennung der Taufen lediglich einzelne regionale Vereinbarungen etwa zwischen Gliedkirchen der EKD und römisch-katholischen Diözesen. Die neue Regelung betrifft rund 30 Millionen Christen.

Der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber würdigte die breite Taufanerkennung von Kirchen mit unterschiedlichen Traditionen als herausragendes Ereignis. Sie sei eine Ermutigung für alle Christen, auf dem nicht immer einfachen Weg sichtbarer Gemeinschaft weiterzugehen. Die Taufe sei – bei allen bleibenden Unterschieden der Kirchen – ein "kräftiges Band christlicher Einheit". Huber weiter : "Wer in einer der elf unterzeichnenden Kirchen getauft ist und in eine andere dieser Kirchen übertritt, wird nicht noch einmal getauft, denn seine Taufe ist einmalig und unwiederholbar."

Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, sieht in der Vereinbarung einen Beleg dafür, dass die ökumenischen Bemühungen entgegen mancher Behauptungen nicht erstarrt seien. "Das gibt Zugkraft für die weitere ökumenische Arbeit", sagte er. Bei der Taufe handele es sich um die grundlegende Gemeinsamkeit zwischen Christen überhaupt. Der Bischof des Bistums Magdeburg, Gerhard Feige, sprach von einer "neuen Qualität im ökumenischen Miteinander."

Der Kirchenwissenschaftler Johannes Hartlapp von der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg hatte vor wenigen Tagen erklärt, mit der Taufanerkennung bewegten sich die Kirchen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. "In einer Zeit, in der es viele trennende Elemente gibt und man von einer Einheit zwischen den Kirchen nicht sprechen kann, ist das sicher positiv zu bewerten." Entscheidend sei nun die Umsetzung an der Basis.

Dafür, den feierlichen Akt der gegenseitigen Taufanerkennung durch elf Kirchen in Magdeburg zu vollziehen, gibt es gute Gründe. So befindet sich im Magdeburger Dom ein Taufstein antiken Ursprungs, der wahrscheinlich seit dem 10. Jahrhundert – als Ost- und Westkirche sich noch nicht voneinander getrennt hatten – in Gebrauch ist. Vermutlich kam der monolithische Kelch aus ägyptischem Rosenporphyr bereits zu Zeiten Kaiser Ottos des Großen (912-973) nach Magdeburg. Noch heute wird er im Dom zu den Taufen im Gottesdienst benutzt. In vorchristlicher Zeit diente er möglicherweise als Springbrunnen. In Magdeburg sorgte im Vorjahr zudem die große Ausstellung "Tausend Jahre Taufen in Mitteldeutschland" für Furore. Anlässlich der Schau rief die evangelische Kirche ein Jahr der Taufe aus, in dem die Taufe mit zahlreichen Aktionen in das öffentliche Blickfeld gerückt wurde. Ein dritter Grund für die Wahl Magdeburgs ist eine Zunahme der Erwachsenentaufen in den vergangenen Jahren. Sowohl in der evangelischen Kirchenprovinz Sachsen mit Sitz in Magdeburg als auch im katholischen Bistum Magdeburg registrieren die Bischöfe diesen Trend.

Die Taufe markiert den Beginn der Eingliederung eines Menschen in die Kirche. Demnach beginnt mit der Taufe ein neues Leben : In der Gemeinschaft der Gläubigen kann der Täufl ing nach dem Vorbild Jesu und aus dem Geist Gottes leben. Bei der Taufe übergießt ein Pfarrer den Kopf des Täuflings mit Wasser. Alternativ wird auch das kurzzeitige Untertauchen des Täufl ings in Wasser praktiziert. Die Taufzeremonien sind in evangelischer und katholischer Kirche nahezu identisch. Die ersten Christen tauften vor allem Erwachsene vorwiegend an Flüssen oder an einem See. Sie orientierten sich dabei an der biblischen Geschichte, nach der Jesus von Johannes im Jordan getauft wurde. Der Reformator Martin Luther (1483-1546) empfahl, Kinder bereits im Säuglingsalter taufen zu lassen.

Weiterführende Texte:

Taufanerkennungstext; Wechselseitige Taufanerkennung - Geschichte und Bedeutung

 





  Burgen und Basare der Kreuzfahrerzeit   30.04.2007

Ausstellung vom 9. April bis 16. September 2007 im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo.

Den Mittelpunkt bildet das beeindruckende Modell der im heutigen Syrien gelegenen Johanniterburg Crac des Chevaliers auf einer Fläche von 36 qm. Rund 2000 maßstabgerechte Figuren zeigen das zivile und militärische Alltagsleben in der Burg während der Belagerung durch den Mamlukensultan Baibars im Jahre 1271. Ein weiteres Modell mit rund 750 Figuren und Tausenden von Ausstattungsgegenständen zeigt den Basar von Aleppo. Die an der Weihrauchstraße und Seidenstraße gelegene Stadt besaß als bedeutendes Handelszentrum eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Kulturen.

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  Trauer um Ordensbruder Walter Blassat   09.03.2007

Der Deutsche Tempelherrenorden OMCT trauert um seinen Ordensbruder Walter Blassat (*02. Juni 1918 + 06. März 2007).

Er war Träger des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz und Ehrenritter des Deutschen Tempelherrenordens OMCT.

Am 13. März 2007 gaben ihm in Oldenburg-Donnerschwee seine Ordensbrüder das letzte Geleit.

Requiescat in Pace!


 



Bundespräsident Horst Köhler (Quelle: PHOENIX)

  Köhler fordert frischen Schwung in der Ökumene   28.02.2007

Wittenberg/dpa. Bundespräsident Horst Köhler hat von den christlichen Kirchen Europas neuen Schwung für die Ökumene gefordert. In den Gemeinden gebe es den Wunsch nach mehr Gemeinschaft, größerer Annäherung, «gerade in einer Zeit, in der sich die Kirchgänger immer stärker in der Minderheit fühlen», sagte er am Freitagabend vor Kirchenvertretern in Wittenberg.

Er warnte davor, die Chance zur Ökumene zu verspielen. Katholische, evangelische und orthodoxe Christen aus ganz Europa sprachen sich in der Lutherstadt für den Ausbau der Zusammenarbeit christlicher Konfessionen aus.

Köhler wies daraufhin, dass die Haltung der Kirchen zu ethischen Problemstellungen heute sehr gefragt sei. «Sie können die Chance nutzen, indem sie die Stimmenvielfalt und Verschiedenheit in den Dienst der zentralen Botschaft ihres Glaubens und ihrer Überzeugungen stellen. Aber sie können die Chance auch verspielen, wenn Verschiedenheit und Streit die Botschaft ihres Glaubens übertönen.»

Für viele Menschen in Deutschland sei das gemeinsame Abendmahl ein großes Thema, sagte Köhler bei der Europäischen Kirchentagung vor 150 Delegierten aus 30 Ländern. «Die Jahrhunderte lang getrennte theologische und glaubenspraktische Entwicklung lässt sich nicht einfach aufheben. Und die Kirchen sind gerade in den vergangenen Jahrzehnten schon viele Schritte aufeinander zugegangen.» Allerdings sei der «Motor der Ökumene» etwas ins Stottern geraten zu sein. Er verwies auf jüngste Äußerungen des deutschen Kardinals Karl Lehmann, der die ökumenische Bewegung in der Krise und vor einer Bewährungsprobe sieht.

Die evangelische Pfarrerin aus Rumänien, Elfriede Dörr, forderte von den Oberhäuptern der Kirchen ein klares Bekenntnis zur Ökumene. Sie vertritt Sibiu, die rumänische Gastgeberstadt der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung im Herbst. «Die Gemeinden an der Basis müssen ihren Willen zur Gemeinschaft mit gesunder Sturheit den Kirchenleitungen vermitteln.»

Der Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa, Thomas Wipf, rief die Kirchen zu Veränderung auf. «Der Ausgangspunkt zur Einheit in christlicher Vielfalt ist Versöhnung. Es braucht wieder mehr Menschen, denen diese Einheit eine Herzensangelegenheit ist.»

Noch bis zum Sonntag bereiten in Wittenberg rund 150 Vertreter der christlichen Kirchen Europas aus mehr als 30 Ländern die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung im September in Rumänien vor.

 

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