 | Aktuelle Nachrichten
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Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und amtierender Ratsvorsitzender der EKD (Foto: ekir.de).
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EKD: Schneider will Käßmanns Arbeit "zielstrebig" fortsetzten 02.03.2010
Tutzing (epd). Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) will nach dem Rücktritt von Margot Käßmann als EKD-Ratsvorsitzende weiter für Frieden und eine gerechte Sozialpolitik eintreten.
Nach dem Rücktritt seiner Vorsitzenden, Bischöfin Margot Käßmann, setzt der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) auf Kontinuität. Der bisherige Stellvertreter Käßmanns, der rheinische Präses Nikolaus Schneider (62), soll bis zur nächsten Synodentagung im November als amtierender Ratspräsident fungieren, beschloss das Leitungsgremium am Samstag auf einer Sitzung in Tutzing.
Friedenspolitik und soziales Engagement
Schneider fülle sein Amt an der Spitze der Rates "mit Klarheit und Tatkraft" aus, sagte die Präses der EKD-Synode, die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt, auf einer Pressekonferenz. Mit seiner "hohen sozialethischen Kompetenz" werde er die unverwechselbare Stimme der evangelischen Kirche in die Gesellschaft bringen. Der EKD gehören rund 25 Millionen evangelische Christen an.
Schneider sagte, er wolle die Arbeit seiner Vorgänger Wolfgang Huber und Margot Käßmann "zielstrebig fortsetzen" und sie zugleich mit "eigenen Akzenten versehen". Als seine wichtigsten Arbeitsfelder nannte er eine an christlichen Grundsätzen orientierte Friedenspolitik, die kraftvolle Weiterentwicklung des kirchlichen Reformprozesses und soziales Engagement, das ihm besonders am Herzen liege. Am Umgang einer Gesellschaft mit ihren schwächsten Mitgliedern zeige sich ihre humane Qualität, sagte Schneider, der die mit 2,8 Millionen Mitgliedern zweitgrößte EKD-Landeskirche repräsentiert.
Nach dem Wunsch kirchlicher Spitzenvertreter soll Schneider auch nach der November-Tagung des Kirchenparlaments den Rat der EKD leiten. Göring-Eckardt sagte, sie würde sich über eine Zusammenarbeit mit Schneider, der hohes Vertrauen in der Synode genieße, über den Herbst hinaus "persönlich sehr freuen". Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich, ebenfalls EKD-Ratsmitglied, sagte vor Journalisten, dass drei unterschiedliche Ratsvorsitzende für ein einziges Jahr zuviel sein könnten. Schneider zeigte sich auf Nachfragen offen für eine Wahl durch die Synode im Herbst, obwohl er selbst eine andere Lebensplanung gehabt habe.
Käßmann soll wichtige Stimme bleiben
Übereinstimmend betonten Friedrich und Synoden-Präses Göring-Eckardt, dass Margot Käßmann mit ihrem "starken Rücktritt" der Kirche einen großen Dienst erwiesen habe. Es sei zu wünschen, dass Käßmann eine wichtige Stimme im deutschen Protestantismus bleibe, so Göring-Eckardt. Präses Schneider betonte, der Abschied Käßmanns stelle einen "noch gar nicht ermessenen Verlust" dar. Aber ihr Schritt sei zu respektieren. Er habe ihr in seiner "Glaubwürdigkeit und Gradlinigkeit" Hochachtung eingetragen.
Nach Angaben Schneiders wird Jürgen Papier, der in wenigen Tagen aus dem Amt als Präsident des Bundesverfassungsgerichts scheidet, künftig die EKD-Kammer für öffentliche Verantwortung leiten. Stellvertretender Ratsvorsitzender wird das älteste Mitglied des Gremiums, der NDR-Journalist Uwe Michelsen (Hamburg). EKD-Kirchenamtspräsident Hermann Barth, der Mitte des Jahres in den Ruhestand gehen wollte, habe seine Entscheidung nach den jüngsten Ereignissen revidiert und werde sein Amt bis Ende November ausüben, so Schneider.
> Weitere Informationen zum Präses Nikolaus Schneider.
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Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel (Foto: Comunità di Sant'Egidio).
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Vatikan gratuliert Patriarch Bartholomaios 01.03.2010
Vatikanstadt (KAP). Der Vatikan hat Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel zum 70. Geburtstag gratuliert. In einem Glückwunschschreiben würdigte Kardinal Walter Kasper den "unermüdlichen Einsatz" des Ökumenischen Patriarchen für die Zusammenarbeit zwischen der katholischen und der orthodoxen Kirche.
"Die Freundschaft, das gegenseitige Vertrauen und die Offenheit, die stets unsere Gespräche bestimmten, sind für mich ein großes Geschenk und ein Zeichen des Fortschritts in den Beziehungen zwischen unseren Kirchen", heißt es in dem am Dienstag im Vatikan bekanntgewordenen Schreiben des Präsidenten des Päpstliche Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Ausdrücklich dankte Kardinal Kasper dem Patriarchen für die vielen brüderlichen Begegnungen in den vergangenen zehn Jahren.
Sein Geburtsdatum fällt auf den Schalttag (29. Februar) des Jahres 1940. 1991 wurde er als 270. Nachfolger des Apostels Andreas zum Patriarchen von Konstantinopel gewählt.
Geboren wurde Bartholomaios I. mit dem bürgerlichen Namen Dimitrios Archondonis im früher griechischsprachigen Dorf Zeytinli Köyü (Aghios Theodoros) auf der seit 1923 türkischen Ägäisinsel Gökceada (Imbros) am Eingang den Dardanellen. Er studierte an der Theologischen Hochschule des Ökumenischen Patriarchats auf der Insel Heybeli (Chalki) im Marmarameer, die 1971 von den türkischen Behörden geschlossen wurde; um deren Wiedereröffnung bemüht sich der Patriarch seit Jahren - bisher ergebnislos.
Bei seiner Diakonenweihe nahm er den Namen des Apostels Bartholomäus an. Seine Studien setzte er in Italien, der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Griechenland fort. In Rom erwarb er das Doktorat am Päpstlichen Orientalischen Institut der Gregoriana.
Patriarch Athenagoras I. erhob den promovierten Kirchenrechtler 1970 zum Archimandriten. Patriarch Dimitrios I. ernannte Bartholomaios zum Metropoliten von Philadelphia und zum Direktor des neu errichteten Patriarchalbüros in Istanbul. Als Metropolit von Chalkedon (Kadiköy) wurde Bartholomaios 1990 ranghöchster Metropolit der Kirche von Konstantinopel und hatte den Vorsitz mehrerer Kommissionen. Neben dem Kirchenrecht war ihm u.a. auch die Ökumene anvertraut. 1991 wurde er zum Ökumenischen Patriarchen gewählt.
Bartholomaios I. ist ein anerkannter Theologe und Ökumeniker. Sein Bemühen gilt der Einheit der Weltorthodoxie und dem ökumenischen wie dem interreligiösen Dialog. Mehrmals kam der Patriarch in den Vatikan; Papst Benedikt XVI. besuchte ihn 2006 an seinem Amtssitz, dem Istanbuler Phanar. Weltweite Anerkennung findet Bartholomaios I. auch für sein ökologisches Engagement. Es brachte ihm den Ehrennamen "Grüner Patriarch" ein.
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Römisch-katholischer Kurienkardinal Walter Kasper (Foto: summorum-pontificum.de)
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Kardinal Kasper: Ökumenische Fortschritte in Pfarren umsetzen 16.02.2010
Vatikanstadt (KAP). Fortschritte in der Zusammenarbeit zwischen den Kirchen müssen nach Ansicht von Kurienkardinal Walter Kasper stärker in den Gemeinden spürbar werden. Es sei wichtig, die Ergebnisse von 40 Jahren offiziellem ökumenischem Dialog den verschiedenen christlichen Gemeinden mitzuteilen, betont Kasper in einem im Vatikan veröffentlichten Schlusskommunique zur vorwöchigen Ökumene-Konferenz in Rom.
Nach den Worten des Kardinals geht es darum, dass die Gemeinden "in ihrem Glaubensleben stärker den erreichten Fortschritt in Richtung Einheit ausdrücken können". An dem vor wenigen Tagen beendeten Symposion hatten Katholiken, Lutheraner, Reformierte, Anglikaner und Methodisten teilgenommen.
Konkret schlug die Konferenz eine "Gemeinsame Erklärung" über das in der Ökumene Erreichte vor. Kardinal Kasper hatte einen gemeinsamen "Ökumenischen Katechismus" der fünf "Kirchen-Familien" angeregt. Weiters hatte er Kritik an der Negativ-Zwischenbilanz geübt, die die deutsche evangelische Ratsvorsitzende Margot Käßmann über die Ökumene der vergangenen fünf Jahre und seit dem Amtsantritt Benedikts XVI. gezogen hatte.
> Von Kardinal Kasper Ende 2009 herausgegebene Sammlung der Ergebnisse des ökumenischen Dialogs "Harvesting the Fruits", die als Grundlage für eine gemeinsame Erklärung dienen kann.
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Papst Benedikt XVI. und Katholikos Aram I.
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Armenischer Katholikos Aram I.: Ökumene braucht Neustart 03.02.2010
Beirut-Vatikanstadt (KAP). Eine erste kritische Bilanz nach der VII. Vollversammlung der offiziellen "Gemischten Kommission für den theologischen Dialog zwischen den orientalisch-orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche" hat der armenisch-apostolische Katholikos Aram I. gezogen. Die ökumenische Bewegung brauche einen Neustart, betonte er am Dienstag.
Es brauche eine klare Fokussierung der Ziele in der Ökumene, nur so könne die Bewegung glaubhaft bleiben und ihre Relevanz für die Kirche bewahren, so Aram I. in einer Presseaussendung des armenischen Katholikosats. Die Dialogtagung in Antelias (Libanon) war am Montag zu Ende gegangen.
"Es ist zu einem allgemeinen Trend geworden, den gegenwärtigen Zustand der ökumenischen Bewegung mit dem Begriff der Krise zu beschreiben. Ich teile diesen Ansatz nicht", heißt es in der Erklärung des Katholikos.
Gefordert werden "neue Visionen, eine neue Agenda und neue Schwerpunkte" im ökumenischen Dialog. Insbesondere müsse die Ökumene bei den Gläubigen ankommen und von diesen selbst getragen werden: "Wenn wir die Ökumene auf institutionelle Prozesse reduzieren, ist das ihr Ende."
Im Zentrum der von Kurienkardinal Walter Kasper und dem koptischen Metropoliten Anba Bishoi von Damiette geleiteten Beratungen der 30-köpfigen Dialogkommission stand die Frage nach den praktizierten Modellen der Kircheneinheit bis ins 5. Jahrhundert. Weiters ginge es um die Frage der Rezeption der Ökumenischen Konzilien.
Diese Fragen sind insofern von hohem Interesse für den ökumenischen Dialog, als das 5. Jahrhundert nicht nur die Zeit der Abspaltung der orientalisch-orthodoxen (altorientalischen) Kirchen nach dem Konzil von Chalcedon im Jahr 451 war, sondern es auch im Römischen Reich eine Patriarchalstruktur gab. In diese hatten sich auch die später als "abtrünnig" angesehenen Kirchen als Teil der Gesamtkirche eingegliedert.
Wie das armenische Katholikosat mitteilte, fanden die Gespräche in einer "freundlichen und aufrichtigen Atmosphäre" statt. Insgesamt wurde festgehalten, dass die Kirchen bis in die Mitte des 5. Jahrhunderts nicht in Isolation voneinander existierten, sondern einen engen Austausch etwa von Briefen pflegten, Gemeinsamkeiten bei der Heiligenverehrung besaßen und sakramentale Einheit - insbesondere jene der Eucharistie - pflegten. Diese Einheit basierte auf der Überzeugung, den selben Glauben zu besitzen und zugleich die Bereitschaft, diesen Glauben gemeinsam zu verteidigen gegen Häresien und andere Gefahren. Verbunden waren die Kirchen darüber hinaus in Mission und Evangelisation.
Das Programm sah neben intensiven Plenumsvorträgen und -diskussionen auch jeweils separate Beratungen der Delegationen und offizielle Besuchstermine vor.
So wurden die Mitlieder der gemischten Kommission etwa am 27. Jänner vom libanesischen Präsidenten Michel Suleiman empfangen, am Abend des selben Tages folgte ein Treffen mit dem maronitischen Patriarchen Kardinal Nasrallah Sfeir. Am 28. Jänner folgte ein Empfang durch den armenisch-apostolischen Katholikos und Gastgeber der Vollversammlung, Aram I.
Das nächste Treffen der gemischten Dialogkommission findet vom 24. bis 29. Jänner 2011 in Rom statt. Im Mittelpunkt dieser Tagung soll erneut die Frage nach der Kircheneinheit und der Kommunikation zwischen den Kirchen im fünften Jahrhundert stehen sowie die Frage nach der Rolle des Mönchtums.
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Russisch-orthodoxer Patriarch Kyrill I. (Foto: mospat.ru).
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Moskauer Patriarch geht auf Benedikt XVI. zu 03.02.2010
Moskau (KAP). Der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill I. sieht sich mit Papst Benedikt XVI. in vielen Fragen einer Meinung. Benedikt XVI. nehme zur Säkularisierung, Globalisierung und zu moralischen Normen ähnliche Standpunkte wie die orthodoxe Kirche ein, sagte Kyrill I. am Dienstag bei einem Bischofstreffen in Moskau. "Unsere Positionen stimmen bei vielen Problemen, mit denen Christen in der modernen Welt konfrontiert sind, überein", sagte Kyrill I. mit Blick auf die katholisch-orthodoxen Beziehungen.
Das gemeinsame Verständnis des Schutzes der Menschenwürde sei bei mehreren katholisch-orthodoxen Begegnungen bestätigt worden, so Kyrill I. Dabei hob er das Treffen des Außenamtsleiters des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, mit Benedikt XVI. im September 2009 im Vatikan und die theologischen Gespräche zwischen seiner Kirche und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz im vergangenen Dezember hervor. Zu einem möglichen Treffen mit Benedikt XVI., über das seit längerem spekuliert wird, nahm der Patriarch nicht Stellung.
Zurückhaltend äußerte sich Kyrill I. zum Verhältnis zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Erneut kritisierte er laut Meldung der russischen Agentur Interfax die Wahl von Bischöfin Margot Käßmann zur EKD-Ratsvorsitzenden. Unmittelbar nach deren Amtsantritt hatte das Patriarchat laut Medienberichten den Dialog mit der EKD beenden wollen. Im Frühjahr soll ein klärendes Gespräch stattfinden.
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Konstantin der Große mit dem Stadtmodell Konstantinopels (Mosaik in der Hagia Sophia, um 1000)(Foto: The Yorck Project).
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Serbischer Patriarch Irinej bekräftigt Bereitschaft zu Papst-Treffen 01.02.2010
Belgrad (KAP). Der neue serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej hat seine Bereitschaft bekräftigt, sich mit Papst Benedikt XVI. zu treffen. Anlass könnte das im Jahr 2013 anstehende große Kaiser-Konstantin-Jubiläum sein, sagte das vor einer Woche zum Nachfolger des im November verstorbenen Patriarchen Pavle gewählte Kirchenoberhaupt bei einer Pressekonferenz in Belgrad.
Anlass des Konstantin-Jubiläums ist der 1.700. Jahrestag des Toleranzedikts von Mailand. Mit dem "Edictum Mediolanense" wurde den römischen Bürgern die Freiheit zur Glaubensentscheidung für alle Religionen im Römischen Reich zustanden. Zur offiziellen Staatsreligion des Römischen Reichs erklärt wurde der christliche Glaube erst später, und zwar im Jahre 380 unter Kaiser Theodosius I. Das Christentum wird allerdings bereits in der Mailänder Vereinbarung besonders hervorgehoben.
Kaiser Konstantin (272-337) wurde in Naissus, dem heutigen Nis in Serbien - der Bischofsstadt Irinejs - geboren. Die Konstantins-Feiern in Nis würden eine Gelegenheit für Begegnungen und Gespräche von Vertretern der Religionsgemeinschaften sein, sagte Patriarch Irinej bei der Pressekonferenz. Irinej, der 34 Jahre lang Bischof von Nis war, leitet den kirchlichen Ausschuss für die Vorbereitung der Feierlichkeiten.
Gegenüber den Medienvertretern unterstützte der Patriarch auch die Ausrichtung Belgrads auf die EU-Eingliederung. Es gebe keinen Grund, sich vor der Europäischen Union zu fürchten, falls Europa die serbische Identität, Kultur und Religion achte: "Wir wollen ganz gewiss zu dieser Familie der europäischen Völker gehören." Zum eventuellen NATO-Beitritt des Landes sagte der Patriarch, dass sich dazu die Bürger Serbiens bei einer Volksabstimmung äußern müssten.
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Katholikos Aram I., Oberhaupt der Armenischen Apostolischen Kirche (Stuhl von Kilikien) (Foto: ÖRK).
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Ökumene: Katholische und altorientalische Kirchen setzen Dialog fort 26.01.2010
Wien (KAP). Der ökumenische Dialog zwischen der römisch-katholischen Kirche und den orientalisch-orthodoxen Kirchen geht in eine neue Runde: Vom 26. Jänner bis 1. Februar kommt die offizielle "Gemischte Kommission für den theologischen Dialog zwischen den orientalisch-orthodoxen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche" zu ihrer siebten Vollversammlung zusammen. Das Gremium tagt auf Einladung des armenisch-apostolischen Katholikos Aram I. von Kilikien in Antelias (Libanon). Die Vollversammlung wird von Kurienkardinal Walter Kasper und dem Koptischen Metropoliten Anba Bishoi von Damiette geleitet.
Inhaltlich werden sich die rund 30 Teilnehmer mit der Frage nach den praktizierten Modellen der Kircheneinheit bis ins 5. Jahrhundert befassen. Klärungsbedarf besteht vor allem in der Frage der Stellung des Bischofs von Rom und der Anerkennung der Ökumenischen Konzilien.
> Weitere Informationen zu den Altorientalischen Kirchen
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Landesbischof der Ev.-Luth. Kirche in Bayern Dr. Johannes Friedrich.
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Bischof Friedrich: Eucharistie-Gastbereitschaft mit Alt-Katholiken ist Modell 25.01.2010
München (epd). Das Miteinander von Protestanten und Alt-Katholiken - ein Modell für eine Annäherung an Rom in Sachen Abendmahl? Das findet jedenfall der bayerische Landesbischof.
Die gegenseitige Abendmahls-Einladung von Protestanten und Alt-Katholiken kann nach Auffassung des bayerischen Landesbischofs Johannes Friedrich auch ein Vorbild für eine entsprechende Vereinbarung mit der katholischen Kirche sein. An die vor 25 Jahren von dem Kirchenbund Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) und dem Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland beschlossene Erklärung erinnerten die beiden Kirchen am Sonntag mit einem Gottesdienst und Festakt in Kaufbeuren.
Durch die gegenseitige Einladung zur Eucharistiefeier könnten die beiden Kirchen in Fragen des Glaubens ein "gemeinsames Zeugnis" abgeben, betonte Friedrich als Leitender Bischof der VELKD. Die eucharistische Gastfreundschaft, die noch keine Abendmahlsgemeinschaft begründe, biete den Gemeinden die Chance, sich ohne Barrieren und Verbote kennenzulernen. Dies sei eine "gelebte Ökumene aus dem gepredigten Evangelium und dem von Christus gestifteten Mahl". Diese "Gastbereitschaft" könne deshalb durchaus Modell für eine Vereinbarung mit der römisch-katholischen Kirche sein, sagte der Bischof.
> Wortlaut der Vereinbarung zur gegenseitigen Einladung zum Heiligen Abendmahl von 1985
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Der neue serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej (80) (Foto: spc.rs).
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Serbien: Bischof Irinej von Nis zum Patriarchen gewählt 24.01.2010
Belgrad (sok/rv). Die serbisch-orthodoxe Kirche hat ein neues Oberhaupt, das 45. seit dem hl. Sava: Zum Patriarchen wurde vom Wahlkonzil der 80-jährige Bischof Irinej (Gavrilovic) von Nis gewählt.
Der neue Patriarch wurde am Samstag in der Belgrader Kathedrale inthronisiert. Sein vollständiger Titel lautet: Erzbischof von Pec, Metropolit von Belgrad-Karlowitz und Serbischer Patriarch. Das Wahlkonzil der serbisch-orthodoxen Kirche hatte seit Freitag Morgen in Belgrad getagt. Daran beteiligten sich alle Bischöfe der serbisch-orthodoxen Kirche; sie kamen zu einem Drittel aus Serbien selbst, zu einem Drittel aus anderen jugoslawischen Nachfolgestaaten und zu einem weiteren Drittel aus dem weiteren Ausland. Neben Bischof Irinej waren Metropolit Amfilohije von Montenegro und Bischof Irinej von Backa in der engeren Auswahl für das Amt des Serbischen Patriarchen. Die letzte Stimme hatte, einer alten Wahlordnung entsprechend, das Los. Das vorige Oberhaupt der serbischen Orthodoxie, Patriarch Pavle I., war am 15. November letzten Jahres im Alter von 95 Jahren in Belgrad gestorben.
> Weitere Informationen zum Lebenslauf des Patriarchen Irinej
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Prof. Dr. Konrad Raiser (Foto: ÖRK).
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Ehemaliger ÖRK-Generalsekretär ist Ehrendoktor an der Uni Hamburg 22.01.2010
Hamburg (epd). Konrad Raiser (71), ehemaliger Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) in Genf, ist am Montag in der Universität Hamburg mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden.
Raiser habe der ökumenischen Bewegung der Kirchen in Deutschland markante Impulse gegeben und das Profil des Weltkirchenrates geschärft, heißt es in der Begründung. Raiser war von 1993 bis 2003 Generalsekretär des ÖRK. Zuvor war er zehn Jahre lang Professor für Systematische Theologie an der Universität Bochum. Seit 2004 lebt er im Ruhestand in Berlin. Verliehen wurde die Ehrendoktorwürde von der Fakultät für Geisteswissenschaften auf Vorschlag des Fachbereiches Evangelische Theologie.
Dem ÖRK gehören rund 350 protestantische, orthodoxe, anglikanische und andere Kirchen an, die zusammen über 560 Millionen Christen in mehr als 110 Ländern repräsentieren. Die Römisch-Katholische Kirche ist nicht Mitglied, arbeitet aber mit dem Weltkirchenrat zusammen.
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Papst Benedikt XVI. (Foto: L'Osservatore Romano).
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„Aufrichtiger Dialog“ - Papst ruft zum Einsatz für die Einheit der Christen auf 21.01.2010
Rom (domradio.de). Papst Benedikt XVI. hat die Gläubigen aufgerufen, sich unermüdlich für die Einheit der Christen einzusetzen. Die Kirche müsse alles tun, um „brüderliche Beziehungen und einen aufrichtigen Dialog“ mit den anderen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften zu pflegen, hob der Papst am Mittwoch während der Generalaudienz im Vatikan hervor.
Angesichts einer weitgehend säkularisierten Welt sei es von besonderer Bedeutung, dass die christliche Botschaft von „geeinten, nicht zerstrittenen Zeugen“ verkündet werde, sagte das Kirchenoberhaupt unter Hinweis auf die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Diese hat am Sonntag begonnen und steht in diesem Jahr unter dem Leitwort: „Er ist auferstanden - und ihr seid Zeugen“.
Zugleich wies Benedikt XVI. jedoch darauf hin, dass die Einheit der Christen letztlich nur durch Gottes Handeln bewirkt werden könne. Deshalb sei neben den ökumenischen Gesprächen das „vertrauensvolle und einmütige Gebet“ unerlässlich, erläuterte der Papst vor 6.000 Gläubigen aus aller Welt.
Die jährlich stattfindende Gebetswoche für die Einheit der Christen wird seit 1968 von einer gemeinsamen Kommission des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und des Ökumenischen Rates der Kirchen vorbereitet.
> Video der Generalaudienz vom 20. Januar 2010
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Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, Bischofsvikar des röm.-kath. Erzbistums Hamburg (Foto: kna-bild).
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Ökumene: Jaschke fordert mehr Elan 18.01.2010
Kiel (kna). Mit einem Gottesdienst in der Kieler Sankt-Nikolai-Kirche haben die Kirchen ihre jährliche Gebetswoche für die Einheit der Christen eröffnet. Dabei rief der Hamburger katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke dazu auf, Sackgassen im Dialog der Konfessionen zu überwinden.
Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), Braunschweigs evangelischer Landesbischof Friedrich Weber,forderte in seiner Predigt eine "heilige Ungeduld", weil "wir nicht genügend gemeinsam tun" und zu oft "krampfhaft auf dem Status quo beharren". Jaschke erklärte, Ökumene bedeute nicht, dass jede Kirche bleiben könne, wie sie ist, solange man sich nur anerkenne. "Genauso wenig kann eine Seite, etwa die katholische, eine Rückkehr zu ihr als Ziel des ökumenischen Weges sehen."
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Bundespräsident Dr. Horst Köhler (Foto: ddp).
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Zusammenarbeit: Köhler ermuntert Protestanten und Katholiken zur Ökumene 18.01.2010
Hildesheim (epd). Bundespräsident Horst Köhler hat die beiden großen Kirchen in Deutschland zur Zusammenarbeit ermuntert. «Nur gemeinsam können die Christen ihren Glauben leben», sagte Köhler am Freitag laut Redemanuskript beim Festakt zur 1000-Jahre-Feier der St. Michaeliskirche in Hildesheim. Der Zweite Ökumenische Kirchentag im Mai in München werde auf dem Weg in die Zukunft des Glaubens eine wichtige Etappe sein.
Köhler sagte, Hildesheim habe gute ökumenische Zeichen gesetzt. Unter anderem verwies er darauf, dass die evangelische Michaeliskirche 1985 gemeinsam mit dem benachbarten katholischen Mariendom in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen wurde. Die gleichzeitigen Renovierungsarbeiten an beiden Kirchen nannte Köhler eine «Bekräftigung der ökumenischen Aufgaben».
St. Michaelis gilt als herausragendes Denkmal romanischer Baukunst nördlich der Alpen. Unter dem Motto «Gottes Engel weichen nie» soll das 1.000-Jahr-Jubiläum mit einen Festjahr begangen werden, das Köhler und die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, gemeinsam am Freitag in Hildesheim eröffneten.
Köhler lobte in seinem Grußwort die Beteiligung von Schülern am Festprogramm. Es komme darauf an, wie man bei Kindern und Jugendlichen Begeisterung für Geschichte wecke, dann würden sie auch Anstrengungen nicht scheuen.
Beschäftigung mit Geschichte sei nicht nur notwendig, weil jede Zukunft Herkunft braucht. «Die Beschäftigung mit Geschichte ist auch ermutigend: Sie zeigt uns, was Menschen alles erreichen und schaffen können, wie sie die Welt gestalten und menschlicher machen können», sagte der Bundespräsident. Zugleich mache die Beschäftigung mit Geschichte aber auch demütig, denn sie zeige, «wie verführbar Menschen sind, wie verbrecherisch, ja barbarisch sie gegeneinander sein können».
> Grußwort des Bundespräsidenten zur 1000-Jahr-Feier der St. Michaeliskirche in Hildesheim im Originalwortlaut
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Gebet für die Einheit der Christen im Zeichen des 2. Ökumenischen Kirchentags 14.01.2010
München (bayern-oekumenisch.de). Mit Blick auf den Ökumenischen Kirchentag (ÖKT), der vom 12. bis 16. Mai in München stattfindet, erhält die diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen eine besondere Bedeutung. Die Kirchen und christlichen Gemeinschaften der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) in Bayern stimmen sich mit dieser Gebetswoche auf das ökumenische Großereignis ein.
Der zentrale Gottesdienst findet am Dienstag, 19. Januar, um 19.00 Uhr im Dom zu Unserer Lieben Frau in München statt. Er wird vom Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, vom Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Johannes Friedrich, und vom Pfarrer der Koptisch-Orthodoxen Gemeinde St. Mina in München, P. Deuscoros El Antony, geleitet. Am Gottesdienst wirken auch der katholische Präsident des ÖKT Alois Glück, die evangelisch-lutherische Generalsekretärin Ellen Ueberschär und der katholische Generalsekretär Stefan Vesper mit. Es singt der Chor der Koptisch-Orthodoxen Kirche in München.
Die Gebetswoche für die Einheit der Christen wird seit 102 Jahren begangen, in den Ländern der nördlichen Erdhalbkugel vom 18. bis 25. Januar, in der Südhalbkugel in der Woche vor Pfingsten. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Er ist auferstanden – und wir sind seine Zeugen“. Die Gebetsordnung wurde in diesem Jahr von den Kirchen in Schottland vorbereitet. In vielen Gemeinden ist die Gebetswoche zu einem festen Bestandteil des ökumenischen Lebens geworden.
Zu dem zentralen Gottesdienst zur Gebetswoche 2010 hat der Ökumenereferent des Erzbischöflichen Ordinariates München, Ordinariatsrat Armin Wouters, alle 17 Mitgliedskirchen und -organisationen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Bayern eingeladen. Die Repräsentanten werden in liturgischer Kleidung an dem Gottesdienst teilnehmen. Erzbischof Marx wird als Gastgeber begrüßen, Landesbischof Friedrich wird predigen. Im Anschluss an den Gottesdienst sind die Gäste aus der Ökumene zu einem Empfang in die ehemalige Münchner Karmeliterkirche eingeladen. (ua)
> Weitere Informationen zum 2. Ökumenischen Kirchentag München 2010
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Der neue ev.-luth. Landesbischof von Schaumburg Lippe Dr. Karl Hinrich Manzke. (Foto: epd-bild/Jens Schulze)
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Neuer Bischof Manzke in Bückeburg offiziell eingeführt 11.01.2010
Bückeburg (epd). Der neue schaumburg-lippische Landesbischof Karl-Hinrich Manzke (51) ist am Samstag in Bückeburg offiziell in sein Amt eingeführt worden. Im Festgottesdienst betonte der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Johannes Friedrich aus München, wie wichtig das ökumenische Miteinander der Kirchen sei. "Viele Menschen verstehen heutzutage überhaupt nicht, warum es verschiedene Kirchen gibt", sagte er in der Stadtkirche: "Da ist es die besondere Aufgabe eines Bischofs, alles zu tun, um das friedliche Miteinander der Kirchen zu fördern."
Manzke steht künftig an der Spitze der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe an der Grenze von Niedersachsen zu Nordrhein-Westfalen. Sie ist mit rund 61.000 Mitgliedern in 22 Gemeinden im nördlichen Landkreis Schaumburg die nach der Fläche kleinste und nach Mitgliedern zweitkleinste evangelische Landeskirche in Deutschland. Die Kirche ging aus einem ehemaligen Fürstentum hervor.
Der neue Bischof will in der Diskussion um Zusammenschlüsse von Landeskirchen auf der Selbstständigkeit von Schaumburg-Lippe beharren. "Handlungsfähigkeit und Leistungsfähigkeit entscheiden darüber, ob eine Kirche zukunftsfähig ist", sagte Manzke dem epd: "Man soll ein handlungsfähiges System nicht mutwillig zerschlagen." Damit lehnte er auch Pläne für eine gemeinsame Kirche in Niedersachsen ab, die im vergangenen Jahr angeregt worden waren. Schaumburg-Lippe sei aber auf die Zusammenarbeit mit den Nachbarkirchen angewiesen.
Der Wert des persönlichen Gesprächs
Aus den Händen von Bischof Friedrich nahm Manzke das Amtskreuz und die Einführungsurkunde entgegen. "Nicht die Abgrenzung von anderen Kirchen ist heute so sehr nötig, als vielmehr das Gespräch", sagte Friedrich: "Die Herausforderungen an die Kirchen sind in unserer Gesellschaft so immens, dass wir sie nur gemeinsam bewältigen können."
Manzke hob in seiner Predigt den Wert des persönlichen und vertraulichen Gesprächs in einer Mediengesellschaft hervor. "Das Gespräch ist die Wiege der europäischen Kultur", sagte er. Zugleich kritisierte er Fernseh-Talkshows, in denen Privates öffentlich gemacht wird: "Auf solche Gespräche, bei denen Menschen vor die Kameras gezerrt werden oder sich zerren lassen, um allzu Persönliches dort auszubreiten, sollten verantwortliche Medien und Zuschauer eigentlich verzichten."
Gute Zusammenarbeit zwischen Konfessionen in Niedersachsen
Bei der Einführung wirkte auch die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann, mit. Auch die leitenden Repräsentanten der benachbarten evangelischen Landeskirchen waren eingeladen. Der katholische Bischof Norbert Trelle aus Hildesheim betonte in einem Grußwort, in Niedersachsen gebe es eine gute Tradition der Begegnung von katholischen und evangelischen Bischöfen.
Manzke hatte Mitte Dezember seinen Dienst in Bückeburg aufgenommen. Der promovierte Theologe trat die Nachfolge von Jürgen Johannesdotter an, der im Oktober in den Ruhestand ging. Zuvor leitete er als Superintendent den Kirchenkreis Aurich in Ostfriesland. Manzke ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.
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Chaldäisch-katholischer Erzbischof DDr. Louis Sako von Kirkuk im Irak (Foto: kirche-in-not.de).
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Irakischer Erzbischof Sako: Ökumene ist überlebenswichtig 07.01.2010
Bagdad-Rom (KAP). Der irakische Erzbischof Louis Sako hat Fortschritte in der Ökumene als überlebenswichtig für die Christen im Nahen Osten bezeichnet. Damit die kleinen christlichen Gemeinschaften weiter bestehen könnten, müssten sie zusammenarbeiten. Nach den erreichten lehrmäßigen Gemeinsamkeiten sei dabei auch eine kirchliche Einheit notwendig, betonte der chaldäisch-katholische Erzbischof von Kirkuk in einem Interview mit der italienischen katholischen Nachrichtenagentur SIR am Dienstag.
Als unverzichtbar bewertete Sako auch interreligiöse Gespräche. "Ohne Dialog mit dem Islam haben wir keine Zukunft", sagte der Erzbischof. Das gleiche gelte für das Verhältnis zum Judentum. Zugleich könnten die nahöstlichen Kirchen eine gerechte Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts voranbringen.
Große Erwartungen knüpfte Sako an die im kommenden Oktober im Vatikan stattfindende Nahostsynode. Das Treffen der Kirchenführer müsse sich der Aufgabe stellen, eine klare und verständliche Sprache der Verkündigung wiederzufinden. Christliche Präsenz dürfe nicht nur auf den liturgischen Bereich beschränkt sein. Die Kirche müsse "zu allen sprechen können, und nicht nur zu den Christen", forderte Sako.
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Metropolit Emmanuel von Frankreich, neuer Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) (Foto: epd-bild/Peter Williams)
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Orthodoxer neuer Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen 17.12.2009
Genf (evangelisch.de). Metropolit Emmanuel (Adamakis) von Frankreich wird neuer Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK). Der KEK-Zentralausschuss wählte den 51-jährigen griechisch-orthodoxen Geistlichen am Mittwoch in Genf, wie der kirchliche Dachverband mitteilte.
Cordelia Kopsch (53), stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, und der anglikanische Bischof von Guildford (England), Christopher Hill (64), wurden zu Vizepräsidenten gewählt.
Metropolit Emmanuel unterstrich in seiner ersten Rede als KEK-Präsident die Notwendigkeit, mit dem eingeleiteten Reformprozess des Bundes mit 125 protestantischen, orthodoxen und altkatholische Kirchen zügig voranzuschreiten. Zudem müsse die KEK alle orthodoxen Kirchen wieder integrieren. Die russisch-orthodoxe Kirche lässt ihre Mitgliedschaft seit Oktober 2008 wegen eines Zwistes mit dem ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel ruhen.
Metropolit Emmanuel gehört dem Ökumenischen Patriarchat an. Er folgt an der Spitze des kirchlichen Zusammenschlusses dem französischen Protestanten Jean Arnold de Clermont. Emmanuel wurde 1958 auf Kreta geboren. Er studierte Theologie in Paris und in den USA. 2003 übernahm er die Präsidentschaft der orthodoxen Bischöfe in Frankreich, dem Zentralausschuss der KEK gehört er seit 2003 an. Er leitet als Direktor die Vertretung des ökumenischen Patriarchats bei der EU in Brüssel.
Die Amtszeit der Gewählten beträgt vier Jahre und begann nach ihrer Wahl. Die 40 Mitglieder des KEK-Zentralausschusses wählten zudem sieben weitere Kirchenvertreter in das Präsidium. Die europäische Ökumene-Organisation feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Die KEK wurde 1959 von Christen aus Ost- und Westeuropa gegründet. In der Phase des Kalten Krieges wollten sie ein Forum zur Verständigung schaffen.
> Weitere Informationen über die KEK / CEC
> Biografische Informationen zu Metropolit Emmanuel (engl.)
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Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Ellen Ueberschär (Foto: DEKT)
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"Ökumenisches Klima ist abgekühlt" 10.12.2009
Fulda (idea). Das ökumenische Klima ist nach Ansicht der Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Ellen Ueberschär (Fulda), abgekühlt.
Vor dem Ökumenischen Kirchentag, der vom 12. bis 16. Mai 2010 in München stattfindet, wünscht sie sich mehr Rückenwind aus den Kirchen. Im Kirchentagsmagazin erinnert sie an Irritationen durch ein an die Öffentlichkeit gelangtes internes Papier des EKD-Kirchenamts, „das in arroganten Tönen die Überlegenheit der Protestanten über die Katholiken nachzuweisen suchte“. Die Sache sei noch vor der EKD-Synode Ende Oktober in Ulm mit der Wahl des hannoverschen Landesbischöfin Margot Käßmann zur EKD-Ratsvorsitzenden vom Tisch geräumt worden. Doch bei den Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre am 31. Oktober in Augsburg habe der katholische Bischof Walter Mixa eine Unhöflichkeit begangen, indem er nur katholische Amtsträger, aber keinen Lutheraner begrüßt habe. Später habe der Außenamtsleiter der Russisch-Orthodoxen Kirche mit dem Abbruch der Beziehungen zur EKD gedroht, weil diese eine geschiedene Frau zur höchsten Repräsentantin erkoren hat. Auch das habe zum Sinken der Temperatur im ökumenischen Klima beigetragen. Angesichts solcher Irritationen wollten die Beteiligten am Ökumenischen Kirchentag eine „Trotzdem-Ökumene“ leben. Obwohl der Motor des Christentreffens brumme, wäre kirchlicher Rückenwind willkommen. Ueberschär: „Ein Fünkchen Hoffnung auf ökumenischen Fortschritt könnte dem irdischen Unternehmen Flügel verleihen.“ Der Deutsche Evangelische Kirchentag hoffe auf einen „lebendigen, überlaufenden und laut die kirchlichen Fortschritte einfordernden Ökumenischen Kirchentag“.
> Das interne Papier des EKD-Kirchenamts im Wortlaut
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Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts (Foto: BVerfG).
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Religionsfreiheit hat Vorrang vor Konsum 02.12.2009
Karlsruhe (idea). Die Öffnung von Läden an den Adventssonntagen in Berlin ist verfassungswidrig. Das stellte das Bundesverfassungsgericht am 1. Dezember in Karlsruhe fest.
Damit bestätigte das oberste deutsche Gericht die Auffassung der evangelischen und der katholischen Kirche, dass die Freigabe aller vier Adventssonntage gegen den besonderen Sonntagsschutz im Grundgesetz verstoße. Sonn- und Feiertage seien als „Tage der Arbeitsruhe" aus religiösen Gründen, aber auch zur persönlichen Erholung der Arbeitnehmer und ihrer Teilhabe am sozialen Leben geschützt. Zur Religionsfreiheit gehöre, „Raum für die aktive Betätigung der Glaubensüberzeugung und die Verwirklichung der autonomen Persönlichkeit auf weltanschaulich-religiösem Gebiet zu sichern“. Ausnahmen vom Sonntagsschutz brauchten eine besondere sachliche Begründung: „Bloße wirtschaftliche Interessen von Verkaufsstelleninhabern und alltägliche Erwerbsinteressen der Käufer für die Ladenöffnung genügen dafür grundsätzlich nicht.“
An restlichen Adventssonntagen dürfen Läden öffnen
Das seit November 2006 geltende Ladenöffnungsgesetz in Berlin ist das liberalste in Deutschland. Danach dürfen Geschäfte in der Bundeshauptstadt an allen vier Sonntage vor Weihnachten, „im öffentlichen Interesse“ an vier weiteren Sonntagen und an zwei Sonntagen „aus Anlass besonderer Ereignisse, insbesondere von Firmenjubiläen und Straßenfesten“, geöffnet sein. Dagegen hatten die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und das katholische Erzbistum Berlin geklagt. Nach Ansicht des Gerichts entspricht auch die Freigabe der nicht-adventlichen Sonntage dem vom Gesetzgeber zu gewährleistenden Mindestschutz nur, wenn tatsächlich ein öffentliches Interesse vorliegt. Für dieses Jahr wurde eine Übergangsregelung gewährt, so dass an den nächsten drei Adventssonntagen die Läden geöffnet sein können.
Kirchen und Politiker erleichtert
Kirchen und Politiker begrüßten das Urteil. Die EKD-Ratsvorsitzende, Bischöfin Margot Käßmann (Hannover), und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch (Freiburg), erklärten: „Mit dem Sonntagsschutz wird eine wichtige soziale Institution gewahrt, die kulturelle Qualität des Zusammenlebens und der Raum für die Freiheit der Religionsausübung.“ Die Kirchen würden sich weiter dafür einsetzen, „dass der Sonntag als Tag der Arbeitsruhe, der Besinnung und des Gottesdienstes erhalten bleibt“. Es sei ein „Tag für die Familie, für das ehrenamtliche Engagement in Vereinen und Initiativen und der Begegnung, ein Tag, der sich erkennbar von den Werktagen unterscheidet“. Nun werde es die Aufgabe der Bundesländer sein, die Balance zwischen Werk- und Sonntagen neu zu gestalten.
Kommerz darf nicht Vorrang haben
Die Präses der EKD-Synode und Vizepräsidentin des Bundestags, Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), bezeichnete die Entscheidung als Zeichen dafür, dass der Kommerz nicht Vorrang haben dürfe. Der Sonntag sei ein „Geschenk der Christen an die Gesellschaft“ und solle der Begegnung und der Gemeinschaft dienen. Auch der Bundesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU/CSU, der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel (CDU), nannte das Karlsruher Votum „ein klares Signal gegen die völlige Ökonomisierung aller gesellschaftlichen Lebensbereiche“. Gerade die Adventssonntage seien vorrangig Tage für den Gottesdienstbesuch, für die Erholung von der Arbeit, für die Pflege der Gemeinschaftskultur und nicht zuletzt für die Familien.
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Röm.-kath. Erzbischof von München Rainhard Marx (Foto: ddp).
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Katholischer Erzbischof setzt sich für Buß- und Bettag ein 23.11.2009
München (evangelisch.de). Ökumenische Schützenhilfe: Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx hat sich für die Wiedereinführung des Buß- und Bettages als gesetzlichen Feiertag ausgesprochen.
Der Sinn von Feiertagen sei es, ein "Zeichen der Unterbrechung" zu setzen, sagte er am Samstag in München. "Deswegen sage ich unseren evangelischen Schwestern und Brüdern, dass wir miteintreten werden für die Wiedereinführung des Buß- und Bettages." Der evangelische Feiertag ist seit 1995 in Deutschland - außer in Sachsen - nicht mehr arbeits- und schulfrei.
Marx rief die Gläubigen bei einem Gottesdienst zum Korbiniansfest auf, kämpferisch für den Glauben einzutreten. "Das Christentum ist keine museale Angelegenheit. Wir wollen es kämpferisch in unsere Welt hineintragen", so der Erzbischof. "Wir wollen das Evangelium so verkünden, dass es aufstrahlt, dass es sichtbar wird." Die Christen sollten für den Glauben kämpfen - "nicht mit Waffen, aber mit Bestimmtheit und Fröhlichkeit“.
Tag der Besinnung
Der Buß- und Bettag ist für evangelische Christen ein Tag der Besinnung. Er wurde erstmals im Jahr 1532 in Straßburg gefeiert. Christen fragen in Gottesdiensten danach, wie sie ihr Leben entsprechend dem Evangelium gestalten können. Versagen und Schuld sowie Versäumnisse und Fehlentscheidungen werden vor Gott zur Sprache gebracht. Durch diesen Akt der Befreiung soll zugleich Trost und Hoffnung vermittelt werden. Als Zeichen der Versöhnung mit Gott wird in vielen Gemeinden das Abendmahl gefeiert.
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Neuer ZdK-Präsident Alois Glück (Foto: ZdK)
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Alois Glück neuer ZdK-Präsident 23.11.2009
Bonn (ZdK). Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat am Freitag, dem 20. November 2009, Alois Glück mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt.
In seiner Rede vor der ZdK-Vollversammlung versprach der neue ZdK-Präsident, sich für eine vertrauensvolle und fruchtbare Zusammenarbeit mit der Deutschen Bischofskonferenz einzusetzen, um gemeinsam nach Perspektiven für die Zukunft der Kirche in Deutschland zu suchen.
Zu allen Zeiten habe die Kirche um den richtigen Weg zwischen notwendigen Entwicklungen und Bewahrung der grundlegenden Wahrheiten des Glaubens gerungen, betonte Glück. Wo es keine Meinungsverschiedenheit mehr gebe, keine Vielfalt, sondern nur noch Einförmigkeit, gebe es keinen lebendigen Geist und keine geistige Kraft. Die entscheidende Frage sei, wie Meinungsverschiedenheiten in der Kirche ausgetragen würden. Das Ringen um die Wahrheit und um den richtigen Weg müsse vom Geist der Liebe, vom Respekt vor dem Anderen und seiner Gewissensfreiheit, vom Anspruch des christlichen Menschenbildes geprägt sein und nicht vom Geist der Unversöhnlichkeit, der Ausgrenzung oder des Anspruchs, dass nur die eigene Position die allein katholische sei. Davon werde auch die Glaubwürdigkeit in den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen wesentlich abhängen.
Glück rief die Kirche auf, selbstbewusst missionarisch zu sein und offen für fremde Milieus. "Ich sehe in unserer Kirche zu viel Ängstlichkeit gegenüber der modernen Welt, zu viel Abwehr, zu viel Tendenz, in den eigenen Schutzräumen zu bleiben", so Glück wörtlich. Ohne die Mitwirkung der Laien werde die Kirche allerdings wenig wirksam sein können.
Den besonderen Auftrag der Laien sieht der neue Präsident des ZdK in ihrem Engagement in Gesellschaft und Staat. Er widersprach ausdrücklich denen, die meinen, dass christliche Werte in dieser Zeit keine Chance hätten: "Im Gegenteil: Wir haben heute mehr Chancen als vor zehn oder auch fünf Jahren, mit solchen Positionen und Argumenten gehört zu werden. Das ist eine Folge allgemeiner Verunsicherungen, der Erkenntnis, dass Konsum und Lebensstandard noch nicht sinnstiftend sind, der Erfahrungen der Grenzen bisheriger Entwicklungen und der Zusammenbrüche von Verheißungen. Noch nie waren so viele Menschen auf der Suche nach Sinn und Orientierung unterwegs wie gegenwärtig". Es werde für viele Menschen immer offensichtlicher, dass ein "Weiter so" der bisherigen Art zu leben eine Sackgasse sei.
Im Weiteren benannte der neue ZdK-Präsident zentrale politische und gesellschaftliche Herausforderungen der kommenden Jahre. Es sei absehbar, dass es in den nächsten Jahren zu schweren Verteilungskonflikten in der Gesellschaft kommen werde und die zukünftige Ausgestaltung des Sozialstaates eines der ganz zentralen Themen sei. Die großen Jahrhundertthemen wie Klimaveränderungen, künftige Energieversorgung, Ernährung der Weltbevölkerung, Konflikte um Wasser und Rohstoffversorgung stünden längst auf der Tagesordnung. Die Globalisierung brauche eine neue Orientierung. Zu den großen Aufgaben dieser Zeit zählten die Auswirkungen der demographischen Entwicklung. Das Thema "Generationengerechtigkeit" werde neu aufbrechen.
"Wir haben für alle diese Aufgaben unserer Zeit viel einzubringen. Das Menschenbild der jüdisch-christlichen Wertetradition, das christliche Menschenbild, die Prinzipien der Christlichen Soziallehre. Wir brauchen eine neue Qualität der Kultur der Verantwortung, der Verantwortung für sich selbst, für die Mitmenschen, für das Gemeinwesen und vor allem, als eine der größten ethischen Herausforderung unserer Zeit, für die Nachkommen", unterstrich Glück.
Im Amt des ZdK-Präsidenten folgt Alois Glück Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, der nach mehr als zwölfjähriger Amtszeit nicht erneut zur Wahl stand.
> Biographische Informationen über Alois Glück
> Text der Vorstellungsrede von Alois Glück vor der Vollversammlung des ZdK
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Papst Benedikt und Bischof Williams (Foto: EPA, Osservatore Romano / Ho)
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Anglikaner: Differenzen sind kein Grund zur Kirchenspaltung 23.11.2009
Rom (epd). Katholiken und Anglikaner stehen sich nach den Worten von Erzbischof Rowan Williams näher als vermutet. Die Kirchenspaltung lasse sich nicht durch theologische Differenzen begründen, sagte das Oberhaupt der Anglikanischen Weltgemeinschaft bei einem Besuch im Vatikan. Williams verteidigte zudem die von der katholischen Seite abgelehnte Priesterweihe von Frauen.
Bei einer Konferenz der Päpstlichen Gregoriana-Universität sagte der Erzbischof von Canterbury, die katholische und die anglikanische Kirche stünden sich näher, als der Vatikan eingestehe. Theologische Unterschiede rechtfertigten nicht die konfessionelle Spaltung. Der ökumenische Dialog habe seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil Übereinstimmung in den Grundfragen nach dem Wesen der Kirche erzielt. Offene Fragen wie Frauenordination, Primat des Papstes und des Lehramts hätten nicht das gleiche theologische Gewicht.
Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper, verteidigte die kürzlich angekündigte Gründung von Kirchenstrukturen für übertrittswillige Anglikaner in der katholischen Kirche. "Wir können unsere Türen nicht verschließen, wenn andere anklopfen." Der päpstliche Erlass bedeute "kein Ende der alten Ökumene", so der deutsche Kurienkardinal. Williams hält sich zu einem dreitägigen Besuch im Vatikan auf. Am Samstag wird er von Papst Benedikt XVI. empfangen.
Frage nach der Autorität des Papstes
Ohne ausdrücklich auf den päpstlichen Erlass einzugehen, würdigte Williams die Bemühungen des Einheitsrates im Dialog. Die katholische Seite müsse sich jedoch fragen, ob die Integrität der Kirche von der Autorität des Papstes abhänge. Der Einheitsrat habe eingestanden, dass kirchliche Ämter "kein Selbstzweck" seien, sondern der Verkündung des Evangeliums dienten, sagte Williams. Dabei wies er auf in der katholischen Hierarchie bestehende Unterschiede zwischen "Lehrer und Belehrtem, Herrscher und Beherrschtem".
Der Erzbischof von Canterbury verteidigte überdies die Weihe von Frauen zu Priestern und Bischöfen. Die Frauenordination mache die anglikanische Kirche für die katholische jedoch "weniger anerkennenswert". Mit der apostolischen Konstitution für die Anglikaner kündigt der Vatikan die Bildung eigene Bistümer für diejenigen Anglikaner an, die die volle Einheit mit der katholischen Kirche anstreben. Nach Auffassung von Williams ist eine Einheit der beiden Kirchen ohne Kirchenübertritt aufgrund der bereits erreichten Fortschritte im ökumenischen Dialog möglich.
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Seine Heiligkeit Patriarch Pavle I. (1914-2009) (Foto: serbische-diozese.org).
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Patriarch Pavle I. 95-jährig gestorben
17.11.2009
Belgrad (kath.net/KNA). Der serbisch-orthodoxe Patriarch Pavle I. ist tot. Er starb am Sonntagvormittag im Alter von 95 Jahren in einem Belgrader Militärkrankenhaus. Das serbische Kirchenoberhaupt war seit Jahren schwer krank. Zeitweilig entbrannte ein heftiges Ringen um einen vorzeitigen Rücktritt vom Patriarchenamt und die mögliche Nachfolge. Pavle I. stand seit der Absetzung seines Vorgängers German 1990 an der Spitze der serbischen Kirche. Zuvor wirkte er 33 Jahre lang als Bischof von Prizren und Raska im Kosovo. ...
Gleich nach seinem Amtsantritt 1990 erlebte Pavle I. den politischen Zerfall Jugoslawiens. Während der Kriege der 90er Jahre sprach er sich - auch gegen Stimmen aus der eigenen Synode - gegen gewaltsame Lösungen aus. Kritiker warfen ihm gleichwohl ideelle Unterstützung des serbischen Nationalismus sowie fehlende Distanzierung vom damaligen Staatspräsidenten Slobodan Milosevic und vom früheren Chef der bosnischen Serben, Radovan Karadzic, vor. Seine strenge Frömmigkeit und persönliche Bescheidenheit stand auch bei den anderen Konfessionen und Religionen außer Frage.
In Pavles letzten Lebensjahren kam es zu unübersichtlichen Manövern um seine Nachfolge. Mehrfach lehnte er einen Rücktritt ab, wie ihn Teile der Synode wünschten. Nach einem verstrichenen Ultimatum erklärten ihn die Bischöfe im Mai 2008 für abgesetzt. Im Herbst schließlich bot Pavle I. selbst seinen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen an, den die Bischöfe dann ihrerseits ablehnten.
Nach Einschätzung von Beobachtern diente die Ablehnung des Rücktrittsgesuchs dazu, die politische Richtungsentscheidung der serbisch-orthodoxen Kirche noch aufzuschieben. Eine wichtige innerkirchliche Streitfrage ist die Zusammenarbeit mit der internationalen Staatengemeinschaft in der Kosovo-Frage. Weitere Punkte sind die Positionen der Kirche zur europäischen Integration Serbiens, zur Ökumene und zur Liturgiereform.
Entsprechend der serbisch-orthodoxen Kirchenordnung wird ein neuer Patriarch normalerweise erst nach dem Tod des Amtsinhabers oder wegen einer «dauernden Amtsunfähigkeit» gewählt. Bereits im November 2007 hatte Pavle I. mit Metropolit Amfilohije von Montenegro und Primorje (71) einen sogenannten Vikar zur Unterstützung erhalten. Nach dem serbisch-orthodoxen Kirchenrecht bedeutet das keine Vorentscheidung für die nun anstehende Wahl eines neuen Patriarchen. Dennoch dürfte der als nationalkonservativ geltende Metropolit ein aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge Pavle I. sein.
In den eigenen Reihen setzte sich der Patriarch, der am 11. September 1914 als Gojko Stojcevic im slawonischen Kucani im heutigen Kroatien geboren wurde, für eine ökumenische Öffnung ein. Mehrmals bemühte er sich vergeblich um einen Besuch von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) in Belgrad.
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Konsul Kurt Uihlein, Ehrenmitglied des OMCT.
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Konsul Kurt Uihlein feiert 90. Geburtstag 16.11.2009
Hannover (OMCT). Das Ehrenmitglied des Deutschen Tempelherren-Ordens OMCT, Konsul Kurt Uihlein, feierte am 14. November seinen 90. Geburtstag.
Auf dem Empfang im Georgssaal des Hotels Luisenhof in Hannover, zu dem sich rund 80 Gäste eingefunden hatten, würdigte der Seneschall des OMCT, Alt-Ordensmeister Dr. h.c. Lienhard Böhmecke, die beachtliche Lebensleistung Kurt Uihleins und überbrachte die Glückwünsche des Ordens.
Kurt Uihlein wurde 1919 in Bad Harzburg geboren. Im 2. Weltkrieg war der Luftwaffenoffizier als Jagdflieger eingesetzt. In den Tempelherren-Orden wurde er 1960 in Paris durch den damaligen Großmeister General Zdrojewski aufgenommen. 1962 lernte der erfolgreiche Geschäftsmann König Hussein von Jordanien (1935-1999) kennen und das Land Jordanien lieben. Am 14.11.1963 gründete Kurt Uihlein in Hannover die Deutsch-Jordanische Gesellschaft, deren Ehrenpräsident er heute ist. 1965 wurde er zum Honorarkonsul des Haschemitischen Königreichs Jordanien ernannt. 1967-1969 setzte sich der ideenreiche Templer hingebungsvoll für die Kriegsflüchtlinge in Jordanien ein. Allein zwischen 1964 und 1970 warb er Spenden im Wert von über 1 Millionen DM für die Jordanienhilfe ein.
Konsul Uihlein war 1977 und 1983 Mitglied von bundesdeutschen Staatsdelegationen im arabischen Raum. Wesentlich auf sein Engagement auch für die jordanische Kultur ging die große Nabatäer-Ausstellung 1976/77 im Kestner-Museum Hannover zurück. König Hussein verlieh dem Konsul für sein interkulturelles Engagement seine höchste Auszeichnung, den Renaissance-Orden (Wisam al-Nahda). 1988 wurde der bewährte Templer vom Generalkapitel des Deutschen Tempelherren-Ordens OMCT zum Ehrenmitglied gewählt. Für seine zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten erhielt er 1997 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Mit seinem unermüdlichen humanitären, karitativen und christlichen Engagement wirkte er in seinem langen Leben segensreich in insgesamt 68 Vereinen, Gesellschaften und Verbänden. Im Januar 2008 erschien die von den Dres. Hatem Bustami und Hussam Peter Bustami verfasste Biografie des Jubilars "Der Brückenbauer - Kurt Uihlein und die Deutsch-Jordanische Gesellschaft".
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Longin Talypin, Erzbischof von Klin, Leiter der Ständigen Vertretung der Russisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland und der EU (Foto: KOKiD).
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Orthodoxer Erzbischof: Kein Abbruch der Kontakte zur EKD 16.11.2009
Düsseldorf (kna). Der ständige Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, Erzbischof Longin, hat Medienberichte über einen Abbruch der Kontakte zur Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zurückgewiesen. Es gebe bislang keine solche Anweisung des Moskauer Patriarchats, sagte Longin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Samstag in Düsseldorf. Er sprach sich zugleich für eine Fortsetzung des Dialogs mit der EKD aus.
Nach Medienberichten hatte der Außenamtsleiter der russisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Hilarion, wegen der Wahl von Margot Käßmann zur EKD-Ratsvorsitzenden das Ende der Kontakte angekündigt. Die orthodoxe Kirche erlaube keine Priesterweihe oder sogar Führungsrollen von Frauen, hieß es zur Begründung. Nach EKD-Angaben sagte Hilarion seine Teilnahme an einer am 30. November in Berlin geplanten 50-Jahr-Feier des Dialoges zwischen beiden Kirchen ab, das deshalb nicht stattfinde.
Longin erklärte dagegen auf Anfrage der KNA, die Absage Hilarions sei „hauptsächlich aus Terminproblemen“ erfolgt. Der Leiter des kirchlichen Außenamtes wolle am 30. November an einer Veranstaltung des russischen Außenministeriums teilnehmen. Er habe auch eine für den 28. November geplante Begegnung mit den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, abgesagt.
Longin kündigte an, er werde Anfang Dezember mit dem Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill I., über die Beziehungen zur EKD sprechen. „Der Patriarch war immer für Dialog“, so der Erzbischof. „Die Wahl Käßmanns ist eine innere Angelegenheit der evangelischen Kirche in Deutschland.“ Er habe der hannoverschen Landesbischöfin nach der Wahl an die EKD-Spitze gratuliert, betonte Longin.
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Erzbischof Hilarion Alfejev, Leiter des Außenamtes der russisch-orthodoxen Kirche (Foto: wordpress.com).
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EKD reagiert mit Unverständnis auf Äußerungen aus russisch-orthodoxer Kirche 16.11.2009
Hannover (epd). Die Absicht der Russischen Orthodoxen Kirche, wegen der Wahl von Bischöfin Margot Käßmann zur Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die zwischenkirchlichen Kontakte auszusetzen, stößt bei der EKD auf großes Unverständnis.
Dies verdeutlichten Käßmann und EKD-Auslandsbischof Martin Schindehütte in einem Schreiben an den Moskauer Patriarchen Kyrill I., wie die EKD am Freitag in Hannover mitteilte. Darin heißt es, einige Vertreter des Außenamtes der russisch-orthodoxen Kirche hätten die Wahlen zum EKD-Rat in "unangemessener Weise" kommentiert. Zugleich versichert die EKD ihr Interesse an einer Fortsetzung des Dialogs.
Vertreter des Außenamtes der Russischen Orthodoxen Kirche hatten angekündigt, dass die Beziehungen zur EKD beendet würden. Dabei stellten sie einen Bezug zur Wahl Käßmanns zur EKD-Ratsvorsitzenden am 28. Oktober her. Eine Frau im Bischofsamt sei aus orthodoxer Sicht nicht mit den Prinzipien des Evangeliums vereinbar. Die für Ende November geplanten Feiern zum 50-jährigen Bestehen des Dialogs zwischen orthodoxer Kirche und EKD vor 50 Jahren seien auch das Ende der Gespräche, wurde der Leiter des kirchlichen Außenamtes, Erzbischof Hilarion, von der Zeitung "Kommersant" zitiert.
Die EKD bedauere die "kürzlich eingetretene Entwicklung" sehr, stellen die Ratsvorsitzende und der Auslandsbischof fest. Ein für 30. November in Berlin geplantes Treffen zum evangelisch-orthodoxen Dialog seit 1959 findet nach Angaben der EKD nicht statt. Als Begründung wird die Absage von Erzbischof Hilarion genannt. Hilarion steht seit März an der Spitze des Außenamtes des Moskauer Patriarchats.
Die EKD sei weiter an einer Fortsetzung des wichtigen theologischen Dialogs "über christliche Zentralfragen" interessiert, schreiben Käßmann und Schindehütte an das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche. Sie erinnern daran, dass unterschiedliche Auffassungen über den geistlichen Dienst von Frauen in der Kirche bisher "kein Hinderungsgrund für fruchtbare zwischenkirchliche Beziehungen auf bilateraler und multilateraler Ebene" gewesen seien. Es sei vielmehr "ein christliches Gebot des gegenseitigen Respekts im geschwisterlichen Umgang, Unterschiede im Leben und Glauben unserer Kirchen auszuhalten und um den gemeinsamen Grund zu wissen, wie der Apostel Paulus an die Epheser schreibt: 'Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe'", heißt es in dem Brief.
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Neue EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Margot Käßmann (Foto: EKD)
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Glückwünsche für Käßmann aus dem Vatikan 29.10.2009
Rom (kna). Der vatikanische Ökumene-Verantwortliche Kardinal Walter Kasper hat Bischöfin Margot Käßmann zu ihrer Wahl an die Spitze der deutschen Protestanten gratuliert.
Als Präsident des Päpstlichen Einheitsrates sowie persönlich wünschte er ihr in einem am Donnerstag im Vatikan bekannt gewordenen Brief Gottes Segen. Weiter äußerte er seine Bereitschaft zu einem herzlichen, offenen und ehrlichen Dialog. Käßmann war am Mittwoch mit großer Mehrheit zur neuen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt worden. Ihr Vorgänger in diesem Amt, der Berliner Bischof Wolfgang Huber, war aus Altersgründen nicht mehr angetreten. Ihm dankte Kasper in einem weiteren Schreiben für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. In der Ökumene sei Vieles erreicht worden, das Anfang des vergangenen Jahrhunderts völlig undenkbar erschienen sei, so Kasper in seinem Brief an Käßmann. „Auf diesem Fundament können wir weiter aufbauen und auch die noch anstehenden offenen Fragen in gegenseitigem Respekt und in ehrlichem Ringen um tragfähige Antworten angehen“.
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Kirchliches Ehrenamt ist ein „zentraler Ausdruck des Glaubens“ (Foto: idea/Kretschel)
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EKD-Synode für stärkere Förderung des Ehrenamts 29.10.2009
Ulm (idea). Das Kirchenparlament der EKD hat sich für die Förderung ehrenamtlicher Tätigkeiten ausgesprochen. In einer am 29. Oktober in Ulm einstimmig verabschiedeten „Kundgebung“ unterstützt die Synode das Vorhaben der neuen Bundesregierung, ein Gesetz zur Förderung des Freiwilligenengagements zu erlassen.
Das Sozialversicherung- und Steuersystem seien ehrenamtsfreundlich zu gestalten. Ferner verdienten Unternehmen, die Mitarbeiter für ehrenamtliches Engagement freistellen, besondere Würdigung. Wichtig ist der EKD-Synode auch, dass Hindernisse beseitigt werden, die etwa Geringverdienenden, Arbeitslosen oder Migranten den Zugang zum Ehrenamt erschweren. Es wird auch darauf aufmerksam gemacht, dass die Verkürzung der Schulzeit und die Straffung des Studiums das ehrenamtliche Engagement von jungen Menschen einschränken. Die Synode fordert, Voraussetzungen zu schaffen, dass sich alle in einem Freiwilligendienst engagieren können. Die Arbeit von Ehrenamtlichen sei unersetzlich für den Zusammenhalt der Gesellschaft, heißt es.
Ehrenamt ersetzt nicht Hauptamt
Die ehrenamtliche Tätigkeit spiele traditionell in der Kirche eine große Rolle und sei „ein zentraler Ausdruck des Glaubens“. Dabei brächten sich Kirchenmitglieder auch in gesellschaftliche Aufgaben ein. In der Erklärung wird darauf hingewiesen, dass sich ein neuer Typ von Ehrenamtlichkeit entwickelt habe, der vor allem zeit- und projektbezogen engagiert sei. Die Kirche müsse sich dafür noch stärker öffnen und den Engagierten mehr Raum zur Entfaltung geben. Zum Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen heißt es, sie bildeten ein Team in der Kirche. Ehrenamtliche könnten und sollten aber Hauptamtliche nicht ersetzen. Die Altersgruppe der 25- bis 45-Jährigen sei unter den Ehrenamtlichen in der Kirche unterrepräsentiert. Der Einsatz von älteren Menschen werde immer noch unterschätzt.
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Ev.-luth. Marktkirche St. Georgii et Jacobi in Hannover.
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2. Ökumenische Michaelis-Vesper 29.10.2009
Hannover (OMCT). Gemeinsam mit der Gemeinde der Marktkirche St. Georgii et Jacobi in Hannover feierte die Komturei Niedersachsen/Hamburg des Deutschen Tempelherren-Ordens OMCT am 20. Oktober 2009 zum zweiten Mal eine Ökumenische Michaelis-Vesper.
Der Abendgottesdienst fand unter geistlicher Leitung des evangelisch-lutherischen Superintendenten Thomas Höflich, Hannover, des römisch-katholischen Propstes Martin Tenge, Domkapitulars in Hildesheim, sowie des serbisch-orthodoxen Erzpriesters Milan Pejic, Generalvikars der Diözese für Mitteleuropa, einen würdigen Rahmen.
Die Michaelis-Vesper soll ein alljährliches sichtbares Zeichen gelebter christlicher Ökumene in Hannover setzen. Der biblische Erzengel Michael wurde gemeinsam mit dem Heiligen Georg als Patron des Rittertums in allen christlichen Konfessionen verehrt. Diese Tradition möchte der Deutsche Tempelherren-Orden im Sinne der Ökumene wiederbeleben.
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Neuer ÖRK-Generalsekretär Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit (Foto: Peter Williams/ÖRK)
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Olav Fykse Tveit zum ÖRK-Generalsekretär gewählt 10.09.2009
Genf (ÖRK). Der norwegische Theologe und Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit (48) wurde am Donnerstag, 27. August, während der Tagung des Zentralausschusses zum siebten Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) gewählt. Tveit ist damit der jüngste Generalsekretär seit Willem A. Visser ‘t Hooft, der während der Aufbaujahre und bei der Gründungsvollversammlung vor 61 Jahren an der Spitze des ÖRK stand.
“Ich bin überzeugt davon, dass Gott mich zu dieser Aufgabe berufen hat. Ich glaube, wir haben eine Menge gemeinsam zu tun“ sagte Tveit in einer kurzen Dankesrede vor dem Zentralausschuss. Der ganze Prozess habe in einem Geist der Einheit stattgefunden, so Tveit. Er hoffe, dass dieser Geist auch den weiteren gemeinsamen Weg begleiten möge. Die Mitglieder des Zentralausschusses rief Tveit dazu auf, am Gebet für ihn festzuhalten: “Bitte hört nicht auf für mich zu beten!”
Für Martin Schindehütte, EKD-Auslandsbischof ist der Ausgang der Wahl ein “ganz wichtiger Neubeginn der Arbeit des ÖRK”. Er sei sehr froh darüber, dass die Wahl in einer “guten, konstruktiven Atmosphäre” abgelaufen sei. Er werte dies als Ausdruck eines “neu gewachsenen Vertrauens” im Zentralausschuss. Er rechne damit, dass Tveit auch die “inneren Entwicklungen, die der ÖRK vollziehen muss” voranbringen werde.
Christina Biere aus Greifswald sprach von einer “wunderbaren” Vorstellungsrede Tveits, in der er es verstanden habe, in authentischen Worten “Nord und Süd zu vereinen”. Wenn er in seine Amtszeit “auch nur ein bisschen” einbringe von dem Schwung der jungen Ökumeniker in Norwegen, die er in seiner Rede erwähnt hatte, dann könne man “sehr glücklich sein”.
“Die Stimmung nach der Wahl ist geprägt von Hoffnung,” erklärte Dr. Emilio Castro, der von 1985 bis 1992 ÖRK-Generalsekretär war. “Ich bin sicher, dass es bei diesem Prozess weder Sieger noch Besiegte gibt, sondern dass die ökumenische Bewegung gestärkt hervorgegangen ist. Ich bin überzeugt, dass die besten Jahre des ÖRK vor uns liegen.”
Nach Ansicht der württembergischen Pfarrerin Heike Bosien verbindet Tveit in seiner Person eine skandinavisch-europäische Perspektive mit einem “weiten Horizont”, den er durch seine vielen ökumenischen Erfahrungen bekommen habe. Damit sei ein “wirklicher Neuanfang im ÖRK” möglich.
Seit 2002 ist Dr. Olav Fykse Tveit Generalsekretär des Rats der Norwegischen Kirche für ökumenische und internationale Beziehungen. Tveit ist Mitglied der ÖRK-Plenarkommission für Glauben und Kirchenverfassung und Mitglied des Vorstandes und Exekutivausschusses des Christlichen Rates Norwegens.
Tveit war einer von zwei Kandidaten für die Wahl zum höchsten Amt des ÖRK. Weiterer Kandidat war Pfarrer Dr. Park Seong-won, presbyterianischer Theologe aus Südkorea. Tveit tritt die Nachfolge von Generalsekretär Pfarrer Dr. Samuel Kobia an, der im Februar 2008 dem ÖRK-Zentralausschuss mitgeteilt hatte, dass er für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung stehe. Kobia hat das Amt des Generalsekretärs seit 2004 inne.
> Biographische Informationen über Dr. Olav Fykse Tveit
> Text der Vorstellungsrede von Dr. Olav Fykse Tveit vor dem Zentralausschuss über seine Vision für den Rat (auf Englisch)
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Der Osten ist so säkularisiert wie kein anderer Teil Europas (Foto: Pixelio/Klicker)
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Mehr Gottlose in Deutschland 18.08.2009
Berlin (idea). In Deutschland steigt der Anteil der Bürger, die dem christlichen Glauben gleichgültig oder ablehnend gegenüberstehen. Das geht aus ersten Ergebnissen der Europäischen Wertestudie 2009 hervor, die der deutsche Forschungsleiter, Prof. Wolfgang Jagodzinski (Köln), gegenüber Welt Online (Berlin) bekanntgegeben hat.
Der Anteil der Atheisten im Westen ist der Studie zufolge seit der Jahrtausendwende von vier auf etwa sieben Prozent gestiegen. Hinzu kommen 36,5 Prozent, für die Kirche nicht wichtig ist. 1981 lag dieser Wert noch bei 30 Prozent. Im Westen besucht jeder Fünfte mindestens einmal im Monat einen Gottesdienst, im Osten nicht einmal jeder Zehnte, so die Studie. Sie ergab ferner, dass sich mehr als drei Viertel der Bürger in den neuen Bundesländern als nicht religiös bezeichnen. Auch wenn ein Vergleich der internationalen Ergebnisse erst Ende des Jahres möglich sein werde, könne man jetzt „schon mit ziemlicher Sicherheit“ sagen, dass der Osten Deutschlands hinsichtlich der Säkularisierung wieder an erster Stelle in Europa stehen werde, so Jagodzinski.
Gottlosigkeit nicht gleich Unmoral
Nach Angaben des Soziologen führt die wachsende Gottlosigkeit aber nicht zu einem Verfall von Sitte und Moral. So habe die Wertebefragung ergeben, dass die Bürger im Osten entschiedener als Westdeutsche gegen Drogenmissbrauch, Korruption, Steuerhinterziehung, Erschleichung öffentlicher Leistungen, Schwarzfahren, Lügen, Seitensprünge oder Prostitution seien. Von den Westdeutschen würden lediglich die Fragen nach Abtreibung, Scheidung, Selbstmord und Todesstrafe strikter verneint. Jagodzinski zufolge legen die Ergebnisse nahe, dass in den neuen Bundesländern ein vom Glauben unabhängiger Handlungskodex bestehe, der sich kaum von dem gläubiger Menschen unterscheide.
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Ökumenischer Gottesdienst zum Schöpfungstag 08.08.2009
Hildesheim (GlaubeAktuell.net/bph). Wenn Kirche glaubwürdig sein soll, dann muss sie auch für die Umwelt eintreten – in Tat, aber auch im Gebet. Das Bistum Hildesheim hat daher gemeinsam mit der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover und der Serbisch-orthodoxen Diözese für Mitteleuropa die Vorlage für einen ökumenischen Gottesdienst zur Schöpfung erarbeitet. „Gott, du Lebensenergie. Ökumenischer Gottesdienst zum Schöpfungstag“, so der Titel des Heftes.
Spätestens seit der ersten ökumenischen Versammlung in Basel 1989 gehöre es zu den Grundeinsichten der Kirchen, dass die Bewahrung der Schöpfung zur Glaubwürdigkeit der Kirchen und zum Christsein dazu gehöre, schreibt Dr. Dagmar Stoltmann-Lukas, Leiterin der Diözesanstelle Ökumene im Bistum Hildesheim, im Begleitbrief zur Gottesdienstbroschüre, denn „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung gehören zusammen.“ Von den Auswirkungen des Klimawandels seien vor allem Arme und zukünftige Generationen betroffen. Es drohen Kriege um den immer weniger werdenden fruchtbaren Boden. „Schöpfung bewahren heißt dem Frieden dienen“, zeigt sich die Ökumenereferentin des Bistums überzeugt.
Das Heft „Gott, du Lebensenergie. Ökumenischer Gottesdienst zum Schöpfungstag“ macht Vorschläge für einen Gottesdienst zum Thema Schöpfung und Energie. Er enthält Lieder aus dem evangelischen Gesangbuch und dem katholischen „Gotteslob“, sowie Vorschläge für Gebete und Fürbitten. Eine „Energie-Collage“ für drei Sprecher und ein interkulturelles Bekenntnis zur Schöpfung vervollständigen das umfangreiche Heft.
Die Herausgeber schlagen den Gemeinden vor, im Zeitraum zwischen dem 1. und 4. September einen „Schöpfungstag“ zu feiern. In diesen Zeitraum fallen der orthodoxe Schöpfungstag und das Erntedankfest. Auch die Dritte Europäische Versammlung hatte 2007 in Sibiu empfohlen, dass diese Zeitspanne „dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils gewidmet wird, um den Klimawandel aufzuhalten.“
Das Bistum Hildesheim und die evangelisch-lutherische Landeskirche feiern am Samstag, 19. September, um 15 Uhr einen gemeinsamen ökumenischen Schöpfungsgottesdienst in der Marktkirche Hannover. Generalvikar Dr. Werner Schreer vertritt das Bistum.
> Download der Gottesdienstbroschüre
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Alt-Ordenskanzler Walter J. Springmann verstorben 27.07.2009
Hannover (OMCT). Der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT trauert um seinen früheren Ordenskanzler Oberst d. R. Walter J. Springmann.
Er wurde von langer schwerer Krankheit am 2. Juli 2009 in Hannover im fast vollendeten 71. Lebensjahr erlöst. Walter J. Springmann war mehrere Jahre bis 2008 Mitglied der Ordensregierung. Die Ordensbrüder fühlen mit der Familie des Verstorbenen und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beisetzung fand im engsten Familienkreis statt.
Er möge im Frieden des Herren ruhen!
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Rezipierungsakt beim ökumenischen Ordensgottesdienst des 52. Generalkapitels des OMCT in der Klosterkirche Maulbronn.
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Deutscher Tempelherren-Orden feiert 52. Generalkapitel 18.06.2009
Hannover (OMCT). Der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT beging vom 12. bis 14. Juni 2009 unter reger Teilnahme sein 52. Generalkapitel im Kloster Maulbronn in Baden-Württemberg.
Eingeleitet wurde die Tagung am vergangenen Freitag mit einer durch Ordensbruder Prior Dr. Manfred Schneider zelebrierten ökumenischen Vesper in der Hofkapelle St. Johannes in Oberderdingen.
Der ökumenische Ordensgottesdienstes wurde am Sonnabend Morgen in der Winterkirche des Klosters Maulbronn unter gemeinsamer geistlicher Leitung des evangelischen Klosterpfarrers Stefan Ziegler vom Evangelischen Seminar Maulbronn und dem alt-katholischen Obr. Prior Dr. Manfred Schneider gefeiert. Ordensmeister Hans-Dieter Köhler konnte wieder einen Postulant als Rechtsritter feierlich in den Orden rezipieren. Ferner wurde eine neue Ordensdame sowie ein neuer Postulant aufgenommen. Schließlich wurde Obr. Prior Dr. Manfred Schneider, Oberderdingen, in das Amt des Komturs für Baden-Württemberg eingeführt. Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes lag in den Händen von Frau Kirchenmusikdirektorin Erika Budday.
Das Plenum des Generalkapitels wählte Obr. Thomas Henning, Hannover, zum neuen Ordenssekretär.
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Mäusecup 2009 geht an die Mannschaft der Tempelherren-Grundschule.
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Tempelherren-Grundschule gewinnt den Mäusecup 04.06.2009
Berlin (OMCT). Zum 2. Mal ist es der Tempelherren-Grundschule in 26 Jahren gelungen den Mäusecup - das größte Berliner Schulhandballturnier für Grundschulmannschaften zu gewinnen.
Das Turnier des Jahres 2009 war von organisatorischen Problemen geprägt. Durch die Schließung der eigenen Sporthalle in der Wintgensstraße musste das Turnier an verschiedenen „Gastorten“ stattfinden. Nur die große Finalrunde fand wie immer in der Sporthalle Bosestraße statt. Auch bei den gemeldeten 15 Mannschaften gab es einige Absagen, so dass am Ende nur die Plätze 1-10 ausgespielt werden konnten. Dennoch war es ein spannendes und auch recht gutes Turnier. Am 25. Mai wurden in der Schöneberger Sporthalle die Plätze 7-10 ausgespielt.
Am 27. Mai war dann die große Finalrunde. Alle Mannschaften gingen engagiert zu Werke und nach 6 Vorrundenspielen waren bereits genau 50 Tore gefallen. Um die Finalteilnehmer zu ermitteln, standen sich in 2 Überkreuzspielen die jeweils Gruppenersten und Gruppenzweiten der beiden Vorrundengruppen gegenüber. Auch hier fielen noch einmal 13 Tore.
Das Endspiel bestritten die Teams der Tempelherren-Grundschule und der Mary-Poppins-Grundschule aus Spandau. Es ging auch dramatisch und spannend bis zum Schlusspfiff zu. Am Ende hatte die Mannschaft der Tempelherren-Grundschule mit Ihrem Trainer Klaus-J. Karras mit 5:3 die Nase vorn und konnte den Mäusecup zum 2. Male in 26 Jahren gewinnen.
Es folgte eine feierliche Siegerehrung, die wie in jedem Jahr den Höhepunkt des Turniers bildete. Pokale, Urkunden, T-Shirts und Preise wechselten aus den Händen von Angelika Muttschall (Schulleiterin der Tempelherren-Grundschule), Hans-Joachim Möbes (Geschäftsführer der Plickert Glasereibetriebe GmbH) und Gunnar Nebelung (Deutscher Tempelherren-Orden) die Besitzer. Zum Schluss nahm unter dem großen Jubel der anwesenden Zuschauer der Spielführer der Tempelherren-Grundschule Max Schröder von Obr. Nebelung den Wanderpokal des Turniers entgegen.
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Danielle Garrone: Mehr von Hoffnung statt von Ethik reden. (Foto: idea/Kretschel)
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Kirchentag: Christen sollen keine Moralapostel sein 26.05.2009
Bremen (idea). Mit einem Appell gegen ein moralistisches Belehren durch Christen ist der Deutsche Evangelische Kirchentag am 24. Mai in Bremen zu Ende gegangen. Fünf Tage lang hatten sich die rund 120.000 Teilnehmer, darunter knapp 100.000 Dauerteilnehmer, in etwa 2.500 Veranstaltungen mit gesellschaftspolitischen Themen und Glaubensfragen auseinandergesetzt.
Im Schlussgottesdienst forderte der italienische evangelische Theologieprofessor Danielle Garrone (Rom) die rund 100.000 Gottesdienstbesucher dazu auf, mehr von der christlichen Hoffnung zu reden, statt ethische Verlautbarungen abzugeben. „Die Ethik ist das Gebiet geworden, in dem wir auf Aufmerksamkeit hoffen, weil wir nicht Hoffnung genug haben, solche Aufmerksamkeit für das Evangelium selbst zu erwarten“, sagte der waldensische Theologe. Protestanten, auch Evangelikale, und Katholiken unterlägen der Versuchung, „durch ein Übermaß an Ethik unseren Mangel an Hoffnung zu übertünchen.“ Die Protestanten neigten zur sozialen Ethik, die Evangelikalen zur sexuellen, die Katholiken zu beidem. Christen sollen jedoch nicht unerbetene Ratschläge erteilen.
Antwort auf Losung: „Hier bin ich!“ Die Präsidentin des Kirchentags, die Hamburger Kultursenatorin Karin von Welck, bezeichnete das Protestantentreffen als „bestärkendes, begeisterndes und durch Musik geprägtes Glaubensfest“. Aber der Kirchentag habe auch seinem Selbstverständnis als protestantische Bürgerbewegung alle Ehre gemacht. Wer sage, der Kirchentag sei zu zahm geworden, der verkenne, dass die komplexen Probleme der Zeit nicht durch plakative Antworten gelöst werden können. Von Welck: „Wir durchleben momentan eine Situation, für die es keine einfachen Rezepte gibt.“ Christen sollten die Probleme mit anpacken und Verantwortung übernehmen. Auf die Losung des Kirchentags „Mensch, wo bist Du?“ solle man täglich die Antwort geben: „Hier bin ich! Was kann ich tun?“
2010: Ökumenischer Kirchentag in München Beim Schlussgottesdienst wurde zum zweiten Ökumenischen Kirchentag – nach dem ersten 2003 in Berlin - eingeladen, der im nächsten Jahr vom 12. bis 16. Mai in München stattfindet. Evangelischer Präsident ist der Mediziner Prof. Eckhard Nagel (Bayreuth), von katholischer Seite steht ihm der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. Hans Joachim Meyer (Berlin), vor. Die Vizepräsidentin des Bundestags und Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), warb für den nächsten Evangelischen Kirchentag, der vom 1. bis 5. Juni 2011 in Dresden stattfindet. Sie ist Präsidentin dieses Großtreffens. „Kommen Sie in den Osten, dort wo die Kirche der friedlichen Revolution Raum, Dach und Beistand gab“, sagte Göring-Eckardt.
Viel politische Prominenz Beim Bremer Kirchentag gab es rund 2.500 Veranstaltungen, darunter Gottesdienste, Bibelarbeiten, Vorträge und Gesprächsforen. Fast 800 Gruppen, Organisationen und Initiativen stellten sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ an zwei Standorten vor. Ein weiterer Schwerpunkt des Kirchentags war das kulturelle Angebot mit Konzerten und Kunstprojekten. Ein Höhepunkt war der Auftritt der A-cappella-Gruppe Wise Guys (Weise Kerle) am Eröffnungsabend mit rund 60.000 Besuchern. Zu den prominenten Gästen des Großereignisses gehörten Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), FDP-Chef Guido Westerwelle, der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir und Altkanzler Helmut Schmidt (SPD).
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Woche für das Leben 2009: Gemeinsam mit Grenzen leben.
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Ökumenische „Woche für das Leben“ eröffnet 27.04.2009
Bonn (dbk). Mit einem ökumenischen Gottesdienst ist am vergangenen Sonnabend in Lüneburg die „Woche für das Leben“ eröffnet worden, die in diesem Jahr unter dem Motto „Gemeinsam mit Grenzen leben“ steht.
Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle, Deutsche Bischofskonferenz, betonte anlässlich der Eröffnung, der medizinische Fortschritt lege ein „Menschenbild der vollkommenen Machbarkeit“ nahe. Ein solches akzeptiere die Kirche nicht. „Die Botschaft lautet viel zu oft: Der Mensch ist, was er zu leisten vermag“, sagte Trelle. „So ist der Mensch eben nicht.“ Er sei endlich, verletzbar und stoße über kurz oder lang an seine Grenzen, spätestens im Alter. „Menschen mit Grenzen gehören zu unserer Gemeinschaft“, unterstrich Trelle. Es sei wichtig, auf diese Selbstverständlichkeit immer wieder hinzuweisen. Andernfalls installiere sich mehr und mehr das „begabte Supertalent als wünschenswertes Normalbild in unserer Gesellschaft.“
Der Hildesheimer Bischof sagte weiter, dort „wo wir Menschen mit Begrenzungen – seien sie körperlicher oder geistiger Art – von vorne herein in unserem Miteinander als wenig wünschenswert andenken, geraten wir in eine gefährliche Schieflage des Verständnisses vom Menschen.“ Die „Woche für das Leben“ habe deshalb das Ziel, auf die Würde des Menschen hinzuweisen,unabhängig seiner bisweilen nicht perfekten Erscheinungsformen.
Der ökumenische Gottesdienst wurde gemeinsam gefeiert vom Vorsitzenden des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, und dem Bischof von Hildesheim Norbert Trelle. Im Anschluss an den Gottesdienst trugen sich Bischof Huber und Bischof Trelle in das Goldene Buch der Stadt Lüneburg ein.
Die „Woche für das Leben“ setzt für jeweils drei Jahre ein Grundthema. Der Dreijahreszyklus 2008 bis 2010 lautet: „Gesund oder krank – von Gott geliebt.“ Nach der bundesweiten Eröffnung der diesjährigen Aktion in Lüneburg gibt es vom 25. April bis 2. Mai in den Bistümern und den Landeskirchen zahlreiche Einzelveranstaltungen, die von Gemeinden, Verbänden oder Arbeitsgruppen durchgeführt werden. Die „Woche für das Leben“ ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der EKD.
> Weitere Informationen zur "Woche für das Leben"
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Ev.-luth. Landesbischof Prof. Dr. Friedrich Weber (Foto: Landeskirche Braunschweig)
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Landesbischof Weber: Katholische Kirche soll gemeinsames Abendmahl ermöglichen 27.04.2009
Berlin/Braunschweig (epd). Der braunschweigische evangelische Landesbischof Friedrich Weber hat die katholische Kirche aufgefordert, eine gemeinsame Feier des Abendmahls für konfessionsverschiedene Ehepartner zu ermöglichen. "Es ist an der Zeit, um der Christen willen, die ihren Glauben praktizieren wollen, zu Lösungen zu kommen", sagte Weber am Sonnabend im Französischen Dom in Berlin beim Jahrestreffen der Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Kreise in Deutschland. Obwohl Katholiken und Protestanten im Verständnis des Abendmahls eine hohe Übereinstimmung erreicht hätten, verbiete das Verständnis der kirchlichen Ämter nach wie vor eine Einladung evangelischer Christen zur katholischen Eucharistiefeier.
Weber erinnerte an die zahlreichen Fortschritte im Verhältnis der beiden großen Kirchen zueinander. So gebe es inzwischen gemeinsame Kirchentage und gemeinsame Trägerschaften kirchlicher Einrichtungen: "Und doch, manche Gräben sind noch tief", sagte der Landesbischof. Weber ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland und zugleich Catholica-Beauftragter der deutschen lutherischen Kirchen.
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Turmuhr der Berliner Tempelherren-Grundschule jetzt wieder mit Glockengeläut.
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Schulbeginn wird eingeläutet 20.04.2009
Berlin (OMCT). Nach über zwanzig Jahren Stille hat heute nach Ende der Osterferien in der Tempelherren-Grundschule in Berlin-Tempelhof die Turmuhr ihren Betrieb mit feierlichem Einläuten um 8.00 Uhr unter Leitung der Rektorin Angelika Muttschall aufgenommen. Die Uhr wird nun jeweils zur vollen und zur halben Stunde zwischen 8:00 und 22:00 Uhr schlagen.
Direkt zwischen dem Hermann-Josef-Krankenhaus und der Boelckestrasse gelegen, gelten die von vier Seiten weithin sichtbare Turmuhr und das alte Schulgebäude als Zentrum des Fliegerviertels in Tempelhof.
Auf Initiative des Vereins der Freunde und Förderer der Tempelherren-Grundschule e. V. konnte die Restaurierung des Uhrwerkes in Auftrag gegeben werden. Neben dem Förderverein hat sich vor allem der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT, der Namenspatron der Schule ist, als Geldgeber hervorgetan. Für den Orden nahm Obr. Gunnar Nebelung als Beauftragter für die Komturei Berlin-Brandenburg an der Feier teil. Das Bezirksamt Tempelhof hat sich ebenfalls an den Kosten beteiligt.
Die Initiatoren möchten mit dem feierlichen Einläuten gleichzeitig die Möglichkeit nutzen, öffentlich in Erscheinung zu treten und auf eine ganze Reihe weiterer Projekte aufmerksam zu machen. Neben Schulbibliothek und Sommerfest sind bauliche Veränderungen auf dem Schulhof und die Renovierung der Sporthalle Hauptthemen.
Zurzeit besuchen etwa 400 Kinder aus verschiedenen Nationen die Schule. Die Klassen 2 - 6 sind dreizügig, die Klasse 1 zweizügig. In der Schule arbeiten die Schulleiterin Frau Muttschall, 23 Lehrerinnen, 5 Lehrer, eine Integrationslehrerin, 2 Religionslehrerinnen, eine Türkischlehrerin sowie im offenen Ganztagsbereich 11 Pädagogen und eine pädagogische Leitung.
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Beten ist wie ein Gespräch mit einem Menschen.
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Studie: Was geht beim Beten im Gehirn vor? 19.04.2009
London / Aarhus (idea). Wer zu Gott betet, spricht zu ihm wie zu einer realen Person. Das hat eine Studie des dänischen Neuropsychologen Uffe Schjødt von der Universität Aarhus bestätigt, wie die Nachrichtenagentur „pressetext“ berichtet.
Der Forscher beobachtete bei 20 Christen, was sich während ihres Gebets im Gehirn abspielt. „Es ist wie ein Gespräch mit einem Menschen. Wir fanden keinen Hinweis auf irgendetwas Mystisches“, sagte er dem Wissenschaftsmagazin „New Scientist“ (London). Bei der Untersuchung sollten die Versuchspersonen einmal zu Gott beten und ein anderes Mal Wünsche an den Weihnachtsmann richten. Die Unterschiede waren deutlich: „Der Weihnachtsmann wird als reine Fiktion erlebt, während man Gott als reales Gegenüber empfindet.“ Beim Gespräch mit Gott wurden die gleichen Gehirnströme festgestellt, wie bei der Kommunikation mit einer sichtbaren Person. In einem zweiten Experiment ging der Forscher der Frage nach, was im Gehirn vorgeht, wenn ritualisierte Gebetsformeln gesprochen werden. Dazu sollten die Probanden das Vaterunser beten und einen auswendig gelernten Kinderreim aufsagen. Dabei wurden keine Unterschiede im Gehirn festgestellt. Sowohl bei der Gebetsformel als auch beim Kinderreim waren diejenigen Bereiche aktiv, die für das Aufrufen gelernter Inhalte verantwortlich sind. Für den katholischen Pastoraltheologen Paul Michael Zulehner (Wien) haben auswendig gelernte Gebete in der Glaubenspraxis die gleiche Berechtigung wie frei formulierte Gebete. Gegenüber „pressetext“ sagte Zulehner: „Gegen ritualisierte Gebete per se ist nichts einzuwenden. Sonst müsste es auch falsch sein, ‚Mutter’ zu sagen oder ‚Vater’. Was Kinder lernen, sitzt tief.“ Nach Ansicht von Schjødt sind seine Untersuchungsergebnisse sowohl für Christen als auch Atheisten eine gute Botschaft: „Atheisten sehen ihre Ansicht bestätigt, dass alles Einbildung ist, während Christen sie als Beweis für die Existenz Gottes werten.“
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Nordkirche: Zusammenhalt zwischen Ost und West stärken.
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Nordkirche soll geistlich „reich“ werden 19.04.2009
Kiel (idea). Den Zusammenhalt in der künftigen Nordkirche wollen die führenden Repräsentanten der Nordelbischen Kirche stärken. Die Bildung einer Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland sei nicht nur eine Strukturfrage, heißt es in einem Schreiben von Bischof Gerhard Ulrich (Schleswig), Bischöfin Maria Jepsen und Synodenpräsident Hans-Peter Strenge (beide Hamburg) an die Synodalen, Gemeinden, Kirchenkreise sowie Dienste und Werke in Nordelbien.
Vielmehr wolle man mit der Kirchenfusion aus Nordelbien, Mecklenburg und Pommern auch erreichen, „die Botschaft der Evangeliums in allen Teilen des Nordens mit gleicher Kraft weiterzugeben, unüberhörbar in Wort und Tat, miteinander und nicht jeder für sich“. Man hoffe, dass die gemeinsame Kirche eine „reiche Kirche“ werde – „reich an geistlichen Gaben, bereichert durch die Lebens- und Glaubensgeschichten, auch in den Zeiten der Trennung, der Partnerschaften und Kooperationen“. Wie es weiter heißt, regen die beteiligten Kirchenleitungen und Synoden deshalb an, 2009 zu einem „Jahr der Begegnung“ werden zu lassen. Als eine Möglichkeit schlage man einen Kanzeltausch zwischen Gemeinden in Ost und West am 8. November vor, dem Vortag des 20-jährigen Jahrestags der Öffnung der Berliner Mauer.
Zahlenmäßiges Übergewicht für Nordelbien Am 28. März hatten die Synoden Nordelbiens, Mecklenburgs und Pommerns auf Paralleltagungen jeweils mit Zweidrittelmehrheit den Weg zur Nordkirche freigemacht. Nach heutigem Stand hätte sie 2,4 Millionen Mitglieder, wobei Nordelbien mit 2,1 Millionen den Löwenanteil stellt. Die mecklenburgische Kirche zählt 205.000 Mitglieder und die pommersche 100.000. Eine Gesamtsynode soll jetzt eine gemeinsame Kirchenverfassung erarbeiten. Dort hat Nordelbien 140 Sitze, Mecklenburg 57 und Pommern 69. Die Nordkirche könnte am 1. Januar 2012 Realität werden. Als Bischofssitz ist Schwerin, als Standort des Kirchenamts Kiel vorgesehen. Dies hat Unmut in Lübeck und Hamburg ausgelöst, die leer ausgehen würden.
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Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Foto: REGIERUNGonline / Bienert)
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Merkel: "Soziale Marktwirtschaft ein gutes Werk der Ökumene" 25.03.2009
Berlin (AP). Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Berliner Rede von Bundespräsident Horst Köhler als «beeindruckend» gewürdigt. Die Exzesse der Märkte hätten die Gesetze der Märkte außer Kraft gesetzt, das Gemeinwohl sei partiell auf der Strecke geblieben, sagte Merkel am Dienstagabend in der Katholischen Akademie in Berlin. Dies habe das Staatsoberhaupt eindrucksvoll beschrieben. «Er hat deutlich gemacht, dass unsere Gesellschaft nur eine menschliche sein kann, wenn das Gemeinwohl und die Menschlichkeit einen festen Platz darin haben.»
Merkel legte ein klares Bekenntnis zum christlichen Menschenbild ab. Dies sei für sie als CDU-Vorsitzende konstituierend. Das bedeute aber nicht, dass sich daraus für alle Menschen die gleichen Handlungsanleitungen ergäben. «Oft kommt man auch zu anderen Ergebnissen trotz gleicher Überzeugung», sagte Merkel.
Auf ihre Papst-Kritik ging Merkel in ihrem Redebeitrag nicht ein. Die Kirchen forderte sie auf, sich stärker in die gesellschaftliche Debatte über die Folgen der globalen Krise einzuschalten. Gerade die katholische Soziallehre und die evangelische Sozialethik hätten die soziale Marktwirtschaft stark geprägt. «So ist die soziale Marktwirtschaft ein gutes Werk der Ökumene», betonte Merkel.
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Johannes Calvin (1509 - 1564) (Unbekannter Meister des 16. Jahrhunderts, Wallonisch-Niederländische Gemeinde Hanau).
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Wanderausstellung zum Calvin-Jahr 03.02.2009
Detmold (Lippische Wochenschau). Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und vom Reformierten Bund konzipierte Wanderausstellung „Leben und Werk eines europäischen Reformators“ ist am 9. Januar im Detmolder Landeskirchenamt durch Landessuperintendent Dr. Martin Dutzmann und Oberkirchenrat Dr. Vicco von Bülow (Kirchenamt der EKD in Hannover) offiziell eröffnet worden.
„Der Genfer Reformator Johannes Calvin würde in diesem Jahr seinen 500. Geburtstag feiern. Dieses historische Datum ist auch heute noch von großem Interesse – in vieler Hinsicht erweist Calvin sich als erstaunlich modern“, stellte Vicco von Bülow in seiner Eröffnungsrede fest. Wer der Frage nachgehe, welche Wirkung Calvin heute auf die evangelische Kirche hat, stoße schnell auf Vorurteile: Calvin sei der strenge Diktator Genfs gewesen und habe die Hinrichtung Michael Servets veranlasst. Seine Prädestinationslehre werde außerdem als Begründung für den Kapitalismus verantwortlich gemacht: „Dass Tyrannei und Kapitalismus als Auswirkungen von Calvins Wirken erscheinen, ist falsch und verdeckt das eigentliche Leben und Werk des Reformators.“ Calvin habe die befreiende Kraft des Evangeliums an viele Zeitgenossen in ganz Europa bezeugt – und das, obwohl seine persönlichen Lebensumstände (Flucht aus Frankreich, früher Tod seiner Frau und des einzigen Sohnes) ihn hätten verbittern können. In Briefen habe er als Seelsorger gewirkt, für seine Schüler war er Lehrer und seine „Unterweisung in der christlichen Religion“ (die „Institutio“) sei eine umfassende systematische Theologie. Von Bülow: „Calvins Genfer Reformation entfaltete ihre Wirkung weltweit. Nicht zuletzt ist die reformierte Tradition in der Lippischen Landeskirche lebendig, die eine der zwei reformierten Gliedkirchen innerhalb der EKD ist.“ Calvins Leben und Wirken lasse sich also nicht auf die gängigen Vorurteile reduzieren, sondern habe viele weitreichende positive Facetten, die in der Ausstellung deutlich würden.
Die 14 Ausstellungstafeln behandeln unter anderem Kindheit und Studium Calvins, Durchbruch zur Reformation, Neuordnung der Genfer Kirche, Abendmahlsstreit, letzte Jahre und Tod und geben einen Ausblick auf die Wirkungsgeschichte. Die Ausstellung wird im Calvinjahr 2009 in mehreren Exemplaren durch Deutschland, die Schweiz und Österreich wandern. Mehr als 100 Kirchengemeinden und Institutionen haben sie bereits gebucht. Landessuperintendent Dr. Dutzmann sprach dem Reformierten Bund und der EKD, die die Ausstellung konzipiert haben, seinen Dank aus: „Hier ist insbesondere der Calvin-Beauftragte der EKD, Dr. Achim Detmers, zu nennen.“ Die vertiefte Information über Johannes Calvin werde gut tun.
Die theologischen und biographischen Arbeiten anlässlich des 500. Geburtstags Calvins, „dem sich reformierte Theologie und Frömmigkeit in besonderer Weise verdanken“ seien ein „großes Geschenk“. In Detmold im Landeskirchenamt, Leopoldstraße 27, ist die Ausstellung bis Montag, 19. Januar, zu sehen.
> Termine und Orte der Wanderausstellung
> Web-Site der EKD zum Calvin-Jahr
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Neues Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche Patriarch Kirill (Foto: AFP)
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Neuer Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche tritt Amt an 03.02.2009
Moskau (AFP). Das neue Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Kirill, ist offiziell in sein Amt als Patriarch eingeführt worden. An dem Festgottesdienst in der Moskauer Erlöserkathedrale nahmen hunderte Gläubige teil, darunter auch der russische Präsident Dmitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin. Der 62-Jährige (bürgerlicher Name: Wladimir Gundjajew) ist der Nachfolger des im Dezember verstorbenen Patriarchen Alexi II.
Die Anwesenden beim Festgottesdienst sangen drei Mal das griechische Wort "Axios", was übersetzt "Er ist würdig" heißt - der Moment, ab dem Kirill dem orthodoxen Ritus gemäß als neues Kirchenoberhaupt gilt. Als Insignien seines Amtes wurden dem neuen Patriarchen der goldbestickte Bischofsmantel angelegt und die weiße Bischofsmütze aufgesetzt. An der Zeremonie nahmen neben russisch-orthodoxen Würdenträgern auch katholische Bischöfe, sowie Vertreter anderer Religionsgemeinschaften, Politiker und einfache Gläubige teil.
Medwedew beglückwünschte Kirill in einer Rede zu seiner Amtseinführung und sprach von einem großen Moment im russischen Leben und für alle gläubigen Orthodoxen. Kirill war am vergangenen Dienstag zum 16. Patriarchen der weltweit größten orthodoxen Nationalkirche gewählt worden. Nach dem Tod von Alexi II. hatte er bereits als Interimsoberhaupt amtiert.
Als Metropolit von Smolensk und Kaliningrad, was in der katholischen Kirche dem Rang eines Bischofs entspricht, hat Kirill seit zehn Jahren wöchentlich in seiner Sendung "Die Worte des Pastors" zu den Gläubigen gesprochen und so einen landesweiten Bekanntheitsgrad erlangt. Mit seinen patriotischen Äußerungen und konservativen Ansichten zu sozialen Fragen polarisiert Kirill. Dennoch gilt er innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche als Reformer.
Als bisheriger Leiter der Abteilung für auswärtige Angelegenheiten seiner Kirche bemühte er sich um die Beziehungen zu anderen Glaubensrichtungen und die Ökumene. Alexi II. hingegen hatte den Missionseifer der römisch-katholischen Kirche stark kritisiert. Nach Ansicht von Kirchenexperten könnten sich mit Kirill die Beziehungen zwischen beiden Kirchen nun wieder entspannen.
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Kurienkardinal Walter Kasper ist seit 2001 Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. (Foto: kna)
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Vatikan: "Gutes Jahr für die Ökumene" 16.01.2009
Vatikanstadt (KAP) Das Jahr 2008 war aus Sicht von Kurienkardinal Walter Kasper ein gutes für die Ökumene. Die Bilanz im innerchristlichen Dialog sei insgesamt "überaus positiv", sagte der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen im Interview mit der Vatikanzeitung "L'Osservatore Romano". Besonders hob Kasper die Besuche des orthodoxen Patriarchen Bartholomaios I. von Konstantinopel und der armenischen Katholikoi Karekin II. und Aram I. bei Papst Benedikt XVI. hervor.
"Inzwischen ist normal, was bis vor wenigen Jahren unvorstellbar oder wenigstens außerordentlich war", sagte der Kardinal. Mit Blick auf die Beziehungen zu den Kirchen der Reformation sprach Kasper von einer Übergangssituation. Zu den größten Problemen zähle die innere Uneinigkeit dieser Gemeinschaften. Besonders bei den Anglikanern erschwerten interne Probleme mit ethischen Fragen und der Frauenpriesterweihe den Dialog. Als herausragende ökumenische Ereignisse in 2009 nannte Kasper den Festakt in Augsburg zu der 1999 verabschiedeten gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre sowie das Gedenken an die Geburt des Reformators Johannes Calvin vor 500 Jahren. Auch der Ökumenische Kirchentag 2010 in München stehe schon im Blick. Ferner erinnerte der Kardinal an die ebenfalls 2010 stattfindenden 100-Jahr-Feiern der Weltmissionskonferenz von Edinburgh, die als Geburtsstunde der ökumenischen Bewegung gilt.
> Originalwortlaut der "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" vom 31.10.1999
> Weitere Informationen zur "Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre" vom 31.10.1999
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EKD-Ratsvorsitzender Bischof Dr. Wolfgang Huber (Foto: dpa)
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Huber sieht Störungen in der Ökumene 16.01.2009
Berlin (kna). Störungen im Dialog zwischen Katholiken und Protestanten sieht der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber. Ein Grund sei der theologische Kurs von Papst Benedikt XVI., sagte Huber in einem Interview der „Welt am Sonntag“ in Berlin.
Besonders offensichtlich werde dies bei der Deutung der Person Jesu von Nazareth wie auch bei der Verhältnisbestimmung von Glaube und Vernunft. Dabei zeige sich, dass der Papst die Geschichte der Reformation „in das Bild einer europäischen Verfallsgeschichte einordnet“, so der EKD-Ratsvorsitzende. Dieses Konzept erzeuge ökumenische Probleme, „mit denen man umgehen muss“. Huber plädierte dafür, Ursachen und Wirkungen der Reformation gemeinsam zu beschreiben, „dann hätten wir einen besonders wichtigen ökumenischen Schritt getan“. Dies sei vor allem im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017 von besonderer Bedeutung.
Mit einer „Lutherdekade“ will die EKD bis zum Jubiläumsjahr mit zahlreichen Veranstaltungen an den 31. Oktober 1517 erinnern. An diesem Tag schlug der Überlieferung zufolge Martin Luther (1483-1546) seine 95 Thesen zur Reform der Kirche an der Wittenberger Schlosskirche an.
> Originalwortlaut der 95 Thesen Martin Luthers
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Metropolit Kyrill tritt Nachfolge von Patriarch Alexej II. an. (Foto: RIA Novosti)
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Russisch-Orthodoxe Kirche bestimmt Übergangsleiter 16.01.2009
Moskau (idea/RIA Novosti). Nach dem Tod des Oberhaupts der Russisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Alexej II., übernimmt der bisherige Leiter des Außenamtes, Metropolit Kyrill, vorübergehend die Leitung der Kirche.
Sie repräsentiert nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Menschen. Der 79-Jährige Patriarch war am 5. Dezember 2008 in Moskau einem Herzleiden erlegen. Einen Tag später wurde der 62-jährige Kyrill (bürgerlicher Name: Wladimir Gundjajew) in geheimer Abstimmung zum Übergangspatriarchen (locum tenens) bestimmt. Er wurde 1978 zum Bischof geweiht und 1991 als Metropolit von Smolensk und Kaliningrad eingesetzt. Als Leiter des Außenamts ist er verantwortlich für die ökumenischen Beziehungen der Russisch-Orthodoxen Kirche. Alexej II. wurde am 9. Dezember 2008 seinem Wunsch gemäß in der Moskauer Epiphanie-Kathedrale beigesetzt. Der Statthalter wird die Kirche bis zur Wahl eines neuen Patriarchen leiten. Die Wahl ist nicht später als sechs Monate nach dem Tod des bisherigen Kirchenoberhauptes auszutragen. Dazu soll ein Konzil einberufen werden, an dem Vertreter aller Eparchien der Russisch-orthodoxen Kirche teilnehmen.
Kirchen würdigen verstorbenen Patriarchen
Unterdessen haben führende Vertreter anderer Konfessionen Alexejs Verdienste insbesondere um den Neuaufbau und das Wiedererstarken seiner Kirche nach dem Zusammenbruch des Kommunismus sowie seine Beiträge zur Ökumene gewürdigt. Trauerbotschaften veröffentlichten unter anderem Papst Benedikt XVI., der Ökumenische Rat der Kirchen, die Konferenz Europäischer Kirchen, der Lutherische Weltbund, die anglikanische Kirche und die EKD. Alexej II. habe die Kirchen „auf den gemeinsamen Weg der Versöhnung, des geistlichen Gesprächs und des theologischen Dialogs geführt“, erklärte der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin).
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Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann
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Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann in den Ruhestand verabschiedet 01.12.2008
Hannover (kirche-hannover.de/js). Wenige Tage nach Vollendung seines 65. Lebensjahres beendete Wolfgang Puschmann sein aktives Berufsleben. Mehr als zehn Jahre war er als Stadtsuperintendent der geistliche Spitzenvertreter des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes Hannover.
"Ich will meiner Priester Herz fröhlich machen" hatte der holsteinische Bischof Dr. Friedrich Hübner 1971 aus dem 31. Jeremia-Kapitel als Ordinationsspruch für den jungen Pastor Puschmann gewählt. Dass dieser gute Vorsatz zumindest bei Wolfgang Puschmann Erfolg hatte, zeigte einmal mehr das Ende seines aktiven Berufslebens: "Ich werde Ihnen nicht den Triumph gönnen, mich sprachlos gemacht zu haben", witzelte Puschmann eingangs seiner Dankesworte, die den Schlussstrich unter eine festlich-stimmungsvolle Verabschiedung des hannoverschen Stadtsuperintendenten zogen.
Zunächst hatte ein klangvoller Gottesdienst Hunderte von Gästen - darunter auch viel Prominenz aus Stadt und Region - in die Marktkirche gezogen. Bach-Chor und Bach-Orchester mit Jörg Straube, der Posaunenchor der Stadtmission und Ulfert Smidt an der Orgel gestalteten einen prächtigen musikalischen Rahmen - so ganz nach Puschmanns Geschmack.
Seine Liebe zur Musik setzte denn auch in der letzten Predigt seiner Amtszeit thematische Akzente. Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann markierte schließlich den offiziellen Zielpunkt des aktiven Berufslebens, als sie Wolfgang Puschmann mit Anerkennung ("Sie haben Ihr Amt mit Kraft gestaltet") und Dank ("Sie stehen für klare Signale gegen Antisemitismus und Intoleranz in unserer Stadt") verabschiedete.
Wertschätzung, Respekt und Dank für Wesen und Wirken des scheidenden Stadtsuperintendenten prägten auch die Grußworte beim anschließenden Empfang in der stimmungsvoll geschmückten Kreuzkirche. Bischof Mike Hill und Dean Robert Grimley aus Bristol, Oberbürgermeister Stephan Weil, die Präsidentin des Stadtkirchentages, Professorin Roseline B. Forch, Vertreter der Ökumene, der christlichen Kirchen und der hannoverschen Religionen, sowie Kollegen und Mitarbeiter formulierten in ihren Grußworten Verbundenheit mit Puschmann und Dankbarkeit für seine Arbeit.
Superintendent Thomas Höflich moderierte charmant durch den ausklingenden Adventssonntag. Lothar Krist mit seiner Band sowie der rappende Ephorenchor und ein kleines Vokalensemble der Kulturstiftung Marktkirche erweiterten schwung- und humorvoll das musikalische Spektrum der Verabschiedung.
Tief bewegt, aber eben doch nicht sprachlos war Wolfgang Puschmann am Ende seines letzten Arbeitstages. Er richtete seinen Dank an die Menschen, mit denen er gemeinsam vieles habe bewegen können. "Teamarbeit mindert die Einsamkeit", sagte er im Rückblick - und vorausblickend auf einen neuen Lebensabschnitt, der mehr gemeinsame Zeit mit Ehefrau Sigrid möglich macht.
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Trauer um Altordensmeister Fred Meier-Grünhagen 25.11.2008
Hannover (OMCT). Der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT trauert um seinen früheren Ordensmeister Fred Meier-Grünhagen.
Er verstarb nach kurzer schwerer Krankheit am 20. November 2008 in Hannover im Alter von 76 Jahren. Fred Meier-Grünhagen engagierte sich über viele Jahre in verschiedenen führenden Ämtern für den Orden. Die Ordensbrüder fühlen mit der Familie des Verstorbenen und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.
Er möge im Frieden des Herren ruhen!
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Michael und der Drache (Martin Schongauer, Radierung, 1470, Museum of Art, Cleveland, Ohio/USA)
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Ökumenische Michaelis-Vesper 02.10.2008
Hannover (OMCT). Die ev.-luth. Marktkirchengemeinde Hannover feierte am 28. September 2008 gemeinsam mit dem Deutschen Tempelherren-Orden OMCT die 1. Ökumenische Michaelis-Vesper zum Tag des Erzengels Michael und aller Engel.
Mit Raphael, Gabriel und Uriel ist Michael einer der vier biblischen Erzengel. Sein hebräischer Name bedeut "Wer ist wie Gott?". Den Christen gilt er vor allem als Bezwinger des Teufels in Gestalt des Drachen und als Seelenwäger am Tag des Jüngsten Gerichts. Der Erzengel Michael wurde gemeinsam mit dem Heiligen Georg als Patron des Rittertums verehrt. Er gilt als Symbol der ecclesia militans, der wehrhaften Kirche: Princeps militiae coelestis quem honorificant angelorum cives ("Fürst der himmlischen Heerscharen"). Er ist seit der siegreichen Schlacht auf dem Lechfeld am 10. August 955 Schutzpatron des Heiligen Römischen Reiches und später Deutschlands. Im Mittelalter war das Michaelis-Fest ein verbindlicher Feiertag und bis weit in die Neuzeit ein beliebter Termin für laufende Miet-, Pacht- oder Zinszahlungen. Der Erzengel Michael wird in allen christlichen Konfessionen verehrt.
Die Marktkirche und der OMCT wollen mit diesem Abendgottesdienst, der zukünftig jedes Jahr am Vorabend des Michaelistages gefeiert werden soll, eine in Vergessenheit geratene Tradition wiederbeleben und ein wiederkehrendes sichtbares Zeichen der christlichen Ökumene in Hannover etablieren.
Den Gottesdienst leiteten gemeinsam der evangelisch-lutherische Stadtsuperintendent Wolfgang Puschmann, der römisch-katholische stellv. Dechant Joachim Osseforth, der serbisch-orthodoxe Erzpriester Milan Pejic und der altkatholische Prior Dr. Manfred Schneider.
Die Kollekte der Vesper war für die ökumenisch geführte Bahnhofsmission in Hannover bestimmt.
> Weitere Informationen zum Erzengel Michael
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Uda von der Nahmer - Äbtissin des Stifts Fischbeck (Foto: Klosterkammer Hannover)
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Uda von der Nahmer - neue Äbtissin von Fischbeck 08.09.2008
Hannover (Klosterkammer/OMCT). Seit dem 28. Juni 2008 hat das traditionsreiche Stift Fischbeck an der Weser bei Hessisch Oldendorf eine neue Äbtissin.
Mit einem Festgottesdienst in der bis auf den letzten Platz gefüllten berühmten Fischbecker Stiftskirche wurde Uda von der Nahmer von der niedersächsischen Landeskommissarin für die Stifte, der Präsidentin der Klosterkammer Hannover, Sigrid Maier-Knapp-Herbst, in ihr Amt eingeführt und von der Landessuperintendentin des Ev.-luth. Sprengels Hannover, Dr. Ingrid Spieckermann, kirchlicherseits eingesegnet.
Die Glückwünsche des Deutschen Tempelherren-Ordens OMCT, der langjährige freundschaftliche Beziehungen zum Stift Fischbeck unterhält, überbrachte Obr. Gunnar Nebelung.
Das Kapitel des Stifts hatte Frau von der Nahmer am 26. Januar 2008 zur Nachfolgerin von Silvia Kurre gewählt, die nach zehnjähriger Tätigkeit im August 2007 aus persönlichen Gründen aus dem Amt geschieden war. Uda von der Nahmer, Mutter zweier erwachsener Söhne, ist Kulturwissenschaftlerin und leitete zuletzt den Kulturbereich der Ostfriesischen Landschaft in Aurich.
> Weitere Informationen zum Stift Fischbeck
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Weltkirchenrat feiert 60. Jubiläum (Foto: AP/Nabor Goulart)
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Weltkirchenrat: 60 Jahre zwischen Zwist und Einigkeit 26.08.2008
Amsterdam (DiePresse.com). Die Protestanten wollen liberalere Positionen, die Orthodoxen stehen auf der Bremse, die Katholiken sind gar nicht dabei. Dennoch hat der Weltkirchenrat viel zur Einigkeit der Kirchen beigetragen.
Am 23. August jährt sich die Gründung des Weltkirchenrats zum 60. Mal. Bereits einen Tag zuvor feiert der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) das Jubiläum in der Nieuwe Kerk in Amsterdam, wo die Organisation auch gegründet wurde. Wie sehr dies ein Anlass zur Freude ist, bleibt unklar, ist der ÖRK doch schon seit Jahren durch die Spannungen zwischen evangelischen und orthodoxen Kirchen gespalten. Die katholische Kirche, die größte Konfession innerhalb des Christentums, zählt auch im Jahre 60 nach der Gründung nicht zu den Mitgliedern, arbeitet aber in mehreren Bereichen mit dem ÖRK zusammen.
Zwischen der orthodoxen und den protestantischen Kirchen - den beiden größten Fraktionen im Weltkirchenrat - gibt es starke Spannungen, speziell in Fragen der Sexualethik, des Amtsverständnisses und beim Thema Frauenpriestertum. Hier wurden Kompromisse gefunden, die eine Spaltung des Weltkirchenrats bisher verhinderten. Die Orthodoxen fühlten sich mit dem ursprünglichen Mehrheitswahlsystem bei vielen Entscheidungen benachteiligt, da mehrheitlich protestantische Kirchen vertreten waren. Seit 2006 herrscht das Konsenssystem, das diesen Streitpunkt ausgeräumt hat.
Geändert hat sich auch die grundlegende Ausrichtung des ÖRK: Während ursprünglich das Ziel die Wiederherstellung der Einheit der christlichen Kirchen war, hat der ÖRK sich in den letzten Jahrzehnten mehr bemüht, der Pluralität der Bewegungen, Aktionen und Probleme in der Welt gerecht zu werden. Das empfanden die orthodoxen Kirchen als weitere Brüskierung, sehen sie sich doch der Einheitsbewegung verpflichtet.
Bei der Gründungsversammlung 1948 in Amsterdam hatten die teilnehmenden 147 Kirchen einander die Zusage gegeben: "Wir haben den festen Willen, beieinander zu bleiben." 1961 wurden die orthodoxen Kirchen Russlands, Georgiens, Rumäniens und Bulgariens Mitglieder des Weltkirchenrates. Durch diese Ost-West-Bindung kam dem ÖRK in der Zeit des Kalten Krieges eine international beachtete Vermittlerrolle zu. Auch der Kampf gegen die Apartheid in Südafrika zog die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf den Weltkirchenrat.
Als Meilenstein des ÖRK gilt die Lima-Erklärung von 1982, in der die Mitglieder Übereinstimmungen beim Verständnis von Taufe, Eucharistie und Amt aufgezeigt haben. Doch während bei der Taufe große Fortschritte gemacht wurden, ist bei der gemeinsamen Feier des Abendmahls keine Einigung in Sicht.
1968, drei Jahre nach Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils, nahmen erstmals offizielle Beobachter der katholischen Kirche an einer Vollversammlung teil. Heute kooperiert sie mit dem ÖRK in zwei Kommissionen, nämlich "Glauben und Kirchenverfassung" sowie "Weltmission und Evangelisation".
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51. Generalkapitel des Deutschen Tempelherren-Ordens OMCT in Langenhagen (Foto: S. Schlagmann)
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Deutscher Tempelherren-Orden feiert 51. Generalkapitel 17.06.2008
Hannover (OMCT). Der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT beging vom 6. bis 8. Juni 2008 unter reger Teilnahme sein 51. Generalkapitel in Hannover und Langenhagen.
Während des ökumenischen Ordensgottesdienstes in der römisch-katholischen Zwölf-Apostel-Kirche in Langenhagen unter geistlicher Leitung von Pfarrer Bernd Langer und Prior Dr. Manfred Schneider konnte durch Ordensmeister Hans-Dieter Köhler wieder ein Postulant als Rechtsritter feierlich in den Orden rezipiert werden.
Das Plenum des Generalkapitels wählte turnusmäßig eine neue Ordensregierung. Als Ordensmeister wurde Hans-Dieter Köhler in seinem Amt für eine weitere Periode bestätigt. Ebenso der Schatzmeister Achim A. Sahin. Zum neuen Ordenskanzler des OMCT wurde Rainer W. Dietrich gewählt. Neuer Ordenssekretär ist Matthias C. Wedemeyer.
Als Komtur von Hannover löste Dr. Wolfgang Withold seinen ehrenamtlich vielfältig engagierten Vorgänger Joachim Wedemeyer ab, dem der Orden für seine mehrjährige Tätigkeit in diesem Amt dankte.
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Große Orgel der Marktkirche in Hannover.
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Deutscher Tempelherren-Orden fördert Orgel der Marktkirche 11.06.2008
Hannover (OMCT). Der Deutsche Tempelherren-Orden OMCT hat im Rahmen des "PROjekts ORGELbau" der Marktkirche Hannover für 500 Euro die Patenschaft für eine Orgelpfeife der großen Orgel übernommen.
Die große Orgel wurde 1953/54 als Ko-Produktion der Orgelbaufirmen Emil Hammer und Rudolf von Beckerath gebaut. Erneuerungs- und Umbauarbeiten führte seit 1970 die Orgelbaufirma Richard Rensch aus. Die äußere Gestaltung (Prospekt) und die Platzierung im südlichen Seitenschiff stammt von Architekt Dieter Oesterlen im Zusammenhang des Wiederaufbaus der Marktkirche nach der Zerstörung 1943. Die Gesamtgestaltung des Raumes inklusive des Orgelgehäuses steht unter Denkmalschutz
Zur Zeit ist die große Orgel ausgelagert und befindet sich in der Orgelwerkstatt Goll in Luzern. Sie muss klanglich und technisch von Grund auf erneuert werden. Die Wiedereinweihung ist zum Frühjahr 2009 geplant.
> Weitere Informationen zum PROjekt ORGELbau
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Ökumene spielt eine wichtige Rolle beim Katholikentag 09.05.2008
Osnabrück (idea). Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind die prominentesten Protestanten, die am Deutschen Katholikentag vom 21. bis 25. Mai in Osnabrück teilnehmen.
Außerdem haben sich zu dem größten katholischen Laientreffen, zu dem über 20.000 Dauer- und weitere 10.000 Tagesteilnehmer erwartet werden, zahlreiche evangelische Bischöfe als Mitwirkende angesagt. Ein Höhepunkt des Katholikentags soll – wie beim Deutschen Evangelischen Kirchentag 2007 in Köln – der ökumenische Gottesdienst im Dom St. Petrus sein. In Osnabrück predigen am Abend des 23. Mai die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann und der katholische Hamburger Erzbischof Werner Thissen. Im Hauptgottesdienst zum Abschluss des Katholikentages am 25. Mai werden auch die Präsidentin des Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen, Hamburgs Schulsenatorin Karin von Welck, und der gastgebende Landesbischof des Ökumenischen Kirchentags 2010 in München, Johannes Friedrich, mitwirken. Im über 1.000 Veranstaltungen umfassenden Katholikentagsprogramm spielt das Ökumenezentrum eine große Rolle. In ihm wird auch die Ausstellung „Ökumene in der Friedensstadt“ gezeigt.
Ökumene mit Weitblick Zahlreiche Gottesdienste, Gebete, Diskussionsforen und künstlerische Veranstaltungen sieht das Ökumenezentrum vor. Themen sind unter anderem „Neue geistliche Gemeinschaften und ihr Beitrag zur Ökumene“, „Und sie bewegt sich doch“, „Ökumene mit Weitblick“, etwa mit Landesbischof Friedrich Weber (Wolfenbüttel) und der evangelischen Präsidentin des Ökumenischen Kirchentages 2003 in Berlin, Elisabeth Raiser. Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider (Düsseldorf) beteiligt sich im Ökumene-Zentrum an der Diskussion „Konfessionelle Ortsgemeinde – ohne Zukunft?“, Landesbischof Friedrich diskutiert über „Taufe und Eucharistiegemeinschaft“ sowie Landesbischof Jürgen Johannesdotter (Bückeburg) über „Einheit im Glauben – Einheit im Gebet“. Zum gleichen Thema spricht auch der frühere Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche, Walter Klaiber (Frankfurt am Main).
Kanzlerin debattiert über Klimapolitik Unter den über 2.000 Referenten des Gesamtprogramms befinden sich ebenfalls viele evangelische Theologen und Laien. Die Zahl der evangelischen Teilnehmer am Katholikentag steht noch nicht fest, dürfte aber wie in früheren Jahren unter fünf Prozent liegen. Die Arbeitstage des katholischen Laientreffens beginnen jeweils mit „Biblischen Impulsen“ (Bibelarbeiten). Auch dazu sind Protestanten eingeladen, unter anderem Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie die Kirchenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Kerstin Griese, die auch der EKD-Synode angehört. Bundeskanzlerin Merkel stellt sich den Katholikentagsbesuchern beim Thema „Donnerwetter! Höchste Zeit für eine gerechte Klimapolitik".
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Die Berliner Landessieger 2008: Handball-Jungen- mannschaft der Tempelherren- Grundschule in Berlin-Tempelhof. (Foto: Karras)
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Handballmannschaft der Tempelherren-Grundschule ist Berliner Meister 14.04.2008 Berlin (OMCT). Die Jungenmannschaft der 4. Klassen der Tempelherren-Grundschule in Berlin-Tempelhof wurde am 2. April 2008 Berliner Landessieger im Handball.
In einem dramatischen Finale vor 500 Zuschauern in der Sporthalle Schöneberg trat die Mannschaft der Tempelherren-Grundschule gegen das Team der Grundschule Bücherwurm am Weiher aus Berlin-Hellersdorf an. Begleitet wurde das Team der Tempelherren von den kleinen Mäusecuphandballern. Der Mäusecup, die Talentschmiede für kleine Handballer, feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.
Es wurde ein spannendes Endspiel, dessen Sieger bis zur letzten Sekunde nicht fest stand. Zur Halbzeit führten die Tempelherren knapp mit 7:6, doch immer wieder kamen die Bücherwürmer heran oder gingen sogar in Führung. Beim Stand von 11:11 vergaben die Bücherwürmer eine gute Torchance und den Tempelherren gelang es 30 Sekunden vor Ende der Partie mit 12:11 in Führung zu gehen. Die letzten 30 Sekunden waren dann noch einmal eine Zitterpartie, bis der Sieg und damit die Meisterschaft für das Team der Tempelherren-Grundschule unter Dach und Fach war.
Die Siegerehrung war der würdige Abschluss einer erfolgreichen Saison für das Team der Tempelherren-Grundschule und seinen Trainer Klaus-J. Karras.
> Weitere Informationen zur Tempelherren-Grundschule
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Kanadische Studie belegt Zusammenhang zwischen Spenden und Glück.
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Wissenschaft bestätigt: Geben ist seliger als nehmen 02.04.2008
Washington (idea). „Geben ist seliger als nehmen.“ Dieses Bibelwort (Apostelgeschichte 20,35) ist jetzt auch wissenschaftlich untermauert. Wie das in Washington erscheinende Magazin Science (Wissenschaft) berichtet, hat die kanadische Sozialpsychologin Elizabeth Dunn (Vancouver) in mehreren Studien herausgefunden, dass ein Zusammenhang zwischen persönlichem Glück und dem Weggeben von Geld besteht.
Danach sei die Behauptung, dass Geld glücklich mache, widerlegt. Für das persönliche Glücksgefühl sei nicht entscheidend, wie viel Geld man habe, sondern wie man damit umgehe. Diejenigen, die alles für sich behalten, seien unglücklicher als jene, die einen Teil ihres Geldes oder ihrer Zeit oder ihrer Fähigkeiten für andere aufwenden. Zwar habe sich in früheren Studien gezeigt, so Science, dass Reiche etwas mehr Glück empfinden, aber die Verbindung sei schwach. Wirtschaftswissenschaftler hätten zum Beispiel Schwierigkeiten zu erklären, warum die US-Bevölkerung mit wachsendem Wohlstand nicht auch glücklicher geworden sei. Möglicherweise gingen die Menschen nicht so mit ihrem Kapital um, dass sie dadurch auf Dauer glücklicher würden.
Wer mehr gibt, wird glücklicher
Dunn hatte Studenten etwas Geld gegeben und ihnen gesagt, wie sie es ausgeben sollten. Diejenigen, die es für andere ausgaben, fühlten sich danach glücklicher als jene, die es für sich selbst verbrauchten. Ähnlich erging es einer Gruppe von Angestellten, die von ihrer Firma einen unerwarteten Bonus erhielten. Das Glücksgefühl war umso größer je mehr Geld die Versuchspersonen abgaben. Es hing nicht mit der Höhe ihres Einkommens zusammen. Die Resultate hätten die Untersuchungshypothese stärker bestätigt, als sie sich das hätte träumen lassen, erklärte Dunn. Die Wirkungen des Gebens könne man mit denen körperlicher Ertüchtigung vergleichen. Sie hätten kurz- und langfristige Folgen. Wer einmal spende, werde für einen Tag glücklich; wenn es zu einem Lebensstil werde, könne es nachhaltig wirken.
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Kurienkardinal Walter Kasper (Foto: Paulino Menezes WCC)
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Kircheneinheit kommt so wie der Fall der Berliner Mauer 02.04.2008
Ellwangen (idea). Der katholische Kurienkardinal Walter Kasper (Vatikanstadt) gibt die Hoffnung auf eine Annäherung der Konfessionen nicht auf. Wenn sich Katholiken und Protestanten von der Liebe Jesu entzünden ließen, fänden sie im Zeichen des Kreuzes zusammen, sagte der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen in einem ökumenischen Gottesdienst am 24. März im ostwürttembergischen Ellwangen.
Eine kirchliche Einheit wird nach Kaspers Überzeugung ähnlich überraschend kommen wie der Fall der Berliner Mauer. Bis dahin sollten sich evangelische und katholische Christen auf das besinnen, was sie jetzt schon vereine, und einer säkularisierten Gesellschaft gemeinsam das Evangelium bezeugen. Nach Ansicht des evangelischen Stadtpfarrers von Ellwangen, Martin Schuster, bereichern sich Protestanten und Katholiken gegenseitig. Sie verlören nicht ihre Identität, wenn sie aufeinander zugingen. In Ellwangen haben die Kirchengebäude eine ökumenische Tradition. Die evangelische Stadtkirche ist direkt an die 775 Jahre alte katholische St. Vitus-Basilika angebaut. Auf Betreiben Kaspers wurde 1999 eine „ökumenische Tür“ eingebaut. Der Kardinal war damals Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Nach dem Abendgebet in der Basilika zogen mehrere hundert Besucher in einer Lichterprozession durch die Tür zum Gottesdienst in die Stadtkirche, wo Kasper die Predigt hielt.
> Homepage des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen
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Ordensbruder Dr. Carl Axel Bolsinger OMCT (Foto: Augenspiegel)
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Ordensbruder Dr. C. A. Bolsinger erhält Bundesverdienstkreuz 04.03.2008
Mainz (Augenspiegel). Dr. Carl Axel Bolsinger erhielt Ende Januar das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Überreicht wurde die Auszeichnung vom rheinlandpfälzischen Innenminister K. P. Bruch, der in seiner Laudation das langjährige persönliche Engagement des Sportophthalmologen aus Bendorf im nationalen und internationalen Behindertensport ehrte.
Seit 1996 ist Bolsinger leitender Augenarzt des Deutschen Behindertensportverbandes und des Nationalen Paralympischen Komitees. Als Mitglied des sportmedizinischen Ausschusses des Deutschen Behindertensportverbandes hatte er maßgeblichen Einfluss auf die Einführung einer bundesweiten augenärztlichen Versorgung für alle entsprechenden Abteilungen des Behindertensportverbandes. Außerdem ist Bolsinger Leiter der sportophthalmologischen Untersuchungsstelle des Nationalen Paralympischen Komitees für Deutschland und somit mit der Klassifizierung und augenärztlichen Beratung und Betreuung aller sehbehinderten Sportlerinnen und Sportler betraut.
Auch auf der internationalen Ebene ist Carl Bolsinger ehrenamtlich tätig. So hat er im Internationalen Blindensportverband leitende Funktion inne und engagiert sich als medizinischer Direktor für den Blindensport in Europa sowie als Vorsitzender der Medizinischen Kommission Europa des Internationalen Blindensportverbandes. Bei internationalen Wettkämpfen arbeitet er als betreuender Arzt - so etwa bei den Paralympischen Spielen von Sydney, Salt Lake City, Athen und Turin. Neben Referententätigkeiten ist er auch berufsständisch engagiert und initiierte darüber hinaus eine Spendenaktion zugunsten einer Blindenschule in Peru.
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Der Vorsitzende des Zentralausschusses des ÖRK, der brasilianische Kirchenpräsident Walter Altmann (Foto: WCC)
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ÖRK will sich kritischen Anfragen stellen 15.02.2008
Genf (idea). Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) will sich nach den Worten seines höchsten Repräsentanten kritischen Anfragen stellen und sie als Herausforderung annehmen.
Dabei dürfe man freilich nicht das Hauptziel aufgeben, „zur sichtbaren Einheit in dem einen Glauben und der eucharistischen Gemeinschaft aufzurufen“, sagte der Vorsitzende des Zentralausschusses, der brasilianische Kirchenpräsident Walter Altmann (Porto Alegre/Brasilien), vor dem Leitungsgremium, das vom 13. bis 20. Februar in Genf tagt. Selbstkritisch fragte er: „Ist unsere prophetische Stimme nicht ziemlich schwach geworden?“ Nach Angaben der ökumenischen Nachrichtenagentur ENI gab Altmann zu bedenken, dass der Dachverband, der sein 60-jähriges Bestehen begeht, trotz erkennbarer Fortschritte es immer wieder nicht verstanden habe, „mit größerer Klarheit den Weg zu erkennen, den uns der Heilige Geist leitet“. Altmann verwies unter anderem auf die Säkularisierung in Ländern, die einst als christlich angesehen worden seien. Manchmal sei der missionarische Eifer unter nicht-ökumenischen Kirchen und Bewegungen größer als in den traditionellen ÖRK-Mitgliedskirchen. Allerdings gebe es auch Erfolge. Dazu zählt laut Altmann, „dass die Notwendigkeit der Einheit heute nicht nur von unseren Kirchen, sondern auch von evangelikalen und Pfingstkirchen anerkannt wird“. Alle teilten die Überzeugung, „dass theologischer Dialog, Mission und Diakonie integraler Bestandteil des Kircheseins sind“.
Hein: Generalsekretär reist zu viel
Altmann ging laut ENI vor Journalisten auch auf die Kritik ein, die der kurhessen-waldeckische Bischof Martin Hein (Kassel), der dem Zentralausschuss angehört, vor der Tagung geäußert hatte. Hein beklagte in einem epd-Interview unter anderem, dass es dem ÖRK an der Vermittlung von Visionen und Zukunftsperspektiven mangele. Er werde öffentlich zu wenig wahrgenommen. In der Genfer Zentrale sollte die Zahl der Programme verringert werden. Dem Generalsekretär Samuel Kobia warf Hein vor, zu wenig in Genf präsent zu sein. Er wundere sich, wie häufig der Generalsekretär unterwegs sei. Der kenianische Methodist amtiert seit 2004 als Generalsekretär und soll auf der gegenwärtigen Zentralausschusstagung in seinem Amt bestätigt werden. Altmann versicherte, dass die Kritik von Hein und anderen ernst genommen und bedacht würde.
ÖRK erwirtschaftet 2007 einen Überschuss
Die Finanzsituation des ÖRK hat sich nach Angaben des Finanzausschussvorsitzenden, des Dänen Anders Gadegaard (Kopenhagen), positiv entwickelt. Die vorläufigen Ergebnisse für 2007 wiesen einen Überschuss von rund 1,8 Millionen Euro aus. Im Haushaltsentwurf sei man von einem Defizit von 43.000 Euro ausgegangen. Ein Hauptgrund für die Entwicklung sei der günstige Wechselkurs zwischen Euro und Schweizer Franken. Immer noch lasse jedoch die Zahlungsmoral der Mitgliedskirchen zu wünschen übrig. Nur 75 Prozent der aktiven Mitgliedskirchen hätten ihre Mitgliedsbeiträge im vorigen Jahr entrichtet. Bischof Hein hatte angekündigt, dass die deutschen evangelischen Kirchen, die rund ein Drittel des ÖRK-Einkommens beitrügen, ihre Zuwendungen in den kommenden Jahren weiter zurückfahren würden.
Zwei neue Mitgliedskirchen
Der ÖRK, der 1948 in Amsterdam gegründet wurde, hat zwei neue Kirchen aufgenommen – die Evangelische Kirche von Laos (100.000 Mitglieder) und die Unabhängige Presbyterianische Kirche von Brasilien (95.000). Damit gehören dem Dachverband 349 evangelische, orthodoxe und anglikanische Kirchen mit mehr als 560 Millionen Mitgliedern in über 110 Ländern an.
> Weitere Informationen zum ÖRK
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Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Foto: dbk)
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Erzbischof Dr. Robert Zollitsch neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz 12.02.2008 Bonn (dbk). Heute haben die deutschen Bischöfe auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Würzburg Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg) zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Erzbischof Dr. Zollitsch folgt Karl Kardinal Lehmann (Mainz) nach, der das Amt des Vorsitzenden über 20 Jahre inne gehabt hat.
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch wurde am 9. August 1938 in Philippsdorf (Filipovo, im ehemaligen Jugoslawien) geboren. Er wurde am 27. Mai 1965 in Freiburg zum Priester geweiht. Am 16. Juni 2003 ernannte Papst Johannes Paul II. ihn zum Erzbischof von Freiburg. Am 20. Juli 2003 wurde er von Erzbischof em. Dr. Oskar Saier zum Bischof geweiht und in sein Amt als 14. Erzbischof von Freiburg eingeführt.
In der Deutschen Bischofskonferenz ist Erzbischof Dr. Zollitsch seit September 2003 Mitglied der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste. Von September 2003 bis September 2006 war er Mitglied der Glaubenskommission. Darüber hinaus ist Erzbischof Dr. Zollitsch seit Juli 2004 Vorsitzender des Verwaltungsrates sowie des Verbandsausschusses des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD).
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch wurde für eine Amtszeit von sechs Jahren zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt.
Karl Kardinal Lehmann hatte am 15. Januar 2008 seinen Rücktritt vom Amt des Vorsitzenden aus gesundheitlichen Gründen zum 18. Februar bekannt gegeben. Karl Kardinal Lehmann bleibt Bischof von Mainz und Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz. Stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz bleibt Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff (Aachen). Der Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, Pater Dr. Hans Langendörfer SJ, und der Stellvertreter des Sekretärs, Dr. Rainer Ilgner, wurden für eine Amtszeit von sechs Jahren wiedergewählt.
> Lebenslauf des Erzbischofs Dr. Robert Zollitsch
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Dr. Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury (Foto: Church Times)
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Erzbischof Williams verteidigt Scharia-Idee - Kritik und Rücktrittsforderung 11.02.2008
London (dpa). Das Oberhaupt der anglikanischen Kirche hat seinen heftig umstrittenen Vorschlag verteidigt, die islamische Scharia teilweise als Rechtspraxis in Großbritannien anzuwenden. Unterdessen forderten prominente Mitglieder der Kirche von England am Samstag den Rücktritt von Rowan Williams, der als Erzbischof von Canterbury das geistliche Oberhaupt von weltweit rund 80 Millionen anglikanischen Gläubigen ist.
Rowan erklärte, die negativen Reaktionen auf seine Überlegungen zur Anwendung von Teilen der Scharia für in Großbritannien lebende Muslime hätten ihn geschockt. Er habe «gewiss nicht dazu aufgerufen,sie als eine parallele Rechtsprechung neben dem geltenden Zivilrecht einzuführen». Es sei ihm nur darum gegangen, «gewisse Elemente der Scharia» zu berücksichtigen, die in der Praxis der britischen Gesellschaft längst anerkannt seien.
Williams sei zu weit gegangen und habe sich isoliert, erklärte Synodenmitglied Alison Ruoff. «Was wir jetzt brauchen, ist eine starke christliche biblische Führung», sagte sie. Edward Armistad, ebenfalls Mitglied der Synode, sagte, Williams sei «nicht der richtige Mann für diesen Job».
Andere hochrangige Vertreter der anglikanischen Kirche verteidigten Williams. Er sei «einer der klügsten Köpfe der Nation», erklärte der Bischof von Hulme, Stephen Lowe. Die Gehässigkeit in einigen der Reaktionen auf die Anregung durch «einen der klügsten Erzbischöfe von Canterbury seit langem» sei «eine Schande».
Die Scharia-Äußerungen des Erzbischofs hatten am Freitag einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Die Regierung und die Opposition lehnten die Idee des liberalen Kirchenführers rundweg ab. Die auflagenstarke Boulevardzeitung «Sun» rief am Samstag zu einer Kampagne für den Rücktritt des Erzbischofs auf, den sie zum «Erzfeind» Großbritanniens erklärte.
Selbst in muslimischen Kreisen fand Williams nur vereinzelt ungeteilte Zustimmung. Der Rat der Muslime - die Dachorganisation für die meisten islamischen Gruppierungen im Königreich - begrüßte die «fürsorgliche Intervention» des Erzbischofs «für eine Diskussion über den Platz des Islam und der Muslime im modernen Großbritannien». Zugleich kritisierte der Rat eine «hysterische Fehlinterpretation» der Äußerungen von Williams durch Medien und Politiker, die «das britische Volk entzweit».
> Der Vortrag des Erzbischofs "Civil and Religious Law in England: a Religious Perspective" vom 07.02.2008 im Originalwortlaut
> BBC Interview mit Erzbischof Williams vom 07.02.2008 im Originalwortlaut
> Weitere Informationen zum Thema Scharia
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Das neue Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Ieronymos von Athen (Foto: GZ)
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Neuer Erzbischof von Athen 08.02.2008 Athen (GZ). Zum neuen Erzbischof von Athen und ganz Griechenland wurde heute Mittag der bisherige Metropolit von Theben und Levadia, Ieronymos, gewählt. Er konnte sich im zweiten Wahlgang mit 33 zu 26 Stimmen gegen den Metropoliten von Sparta, Evstathios, durchsetzen.
Der neue Erzbischof wurde 1938 in Oinófyta in Böotien geboren. Er studierte an der philosophischen und theologischen Fakultät der Universität Athen, danach auch in Graz (Österreich) sowie in Regensburg und München. Ieronymos war seit 1981 Metropolit. Er hatte sich bereits im Jahre 1998 um das Amt des Oberhauptes der Kirche von Griechenland beworben. Damals hatte sich der bisherige Erzbischof Christodoulos gegen ihn durchsetzen können. Christodoulos verstarb nach schwerer Krankheit vor wenigen Tagen in Athen. Dem neuen Erzbischof Ieronymos werden ausgezeichnete Beziehungen zum Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel nachgesagt.
Im ersten Wahlgang konnte heute Morgen keiner der Kandidaten eine erforderliche absolute Mehrheit erzielen. Am Wahlverfahren, das um 9 Uhr begann, beteiligten sich 74 der insgesamt 78 Bischöfe. Vier der Bischöfe konnten aus Krankheitsgründen nicht an der Wahl teilnehmen. Zur Wahl standen vier Kandidaten: der Bischof von Theben und Levadia, Ieronymos; der Bischof von Sparta, Evstathios; der Bischof von Thessaloniki, Anthimos sowie der Bischof von Dimitriada, Ignatios.
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Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger (1932-2008)
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Das Herz eines unermüdlichen Diener Gottes hat aufgehört zu schlagen - Prof. Nicolaus Heutger 07.01.1932 - 20.01.2008 24.01.2008 Hannover. Unerwartet, aber friedlich in Gott starb am 20. Januar 2008 kurz nach seinem 76. Geburtstag während eines Familienbesuches in Willemstad auf Curacao unser hochverehrter Ordenspropst Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger.
Er war über die Grenzen Deutschlands und der evangelisch-lutherischen Kirche hinaus als engagierter Seelsorger, Hochschullehrer, Judaist, Kirchenhistoriker und Numismatiker bekannt und geschätzt. Das Amt des Ordenspropstes bekleidete er seit 1996. Außerdem war er seit 1972 Kanonikus des Stifts Bassum sowie seit 1998 Kapitular des Klosters Amelungsborn. Seit 1994 war er Lehrbeauftragter für Geschichte der deutschen Juden an der Universität Oldenburg. Der Deutsche Tempelherrenorden OMCT verliert mit ihm sein geistliches Oberhaupt, dessen großer Einsatz in Rat und Tat für den Orden, dem er stets ein durchdringender Quell der Glaubensfestigkeit war, unvergesslich bleiben wird. Die Ordensbrüder fühlen mit der Familie des Verstorbenen und bitten den Allmächtigen, seiner Seele den ewigen Frieden zu schenken.
Der Beisetzung findet am Donnerstag, den 31. Januar 2008, um 14:00 Uhr in Hannover auf dem Engesohder Friedhof (Alte Döhrener Str. 96, Haltestelle: Altenbekener Damm) statt.
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Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger (Foto: OMCT)
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Ordenspropst Professor Heutger stellt neues Buch über Tempelherrenorden vor 25.09.2007
Während des Jubiläumskapitels des Deutschen Tempelherrenordens OMCT in der Lutherstadt Wittenberg am 14.09.07 stellte der Ordenspropst Universitätsprofessor Dr. Dr. Nicolaus Heutger, Hannover, sein neues im Lukas Verlag erschienenes Buch vor:
Die Tempelherren einst und heute Zum 50. Jubiläum der Reaktivierung des Tempelherren-Ordens in Deutschland
Legenden, Mythen und Verschwörungstheorien über den Ritterorden der Tempelherren gibt es zuhauf. Begünstigend mag gewirkt haben, dass das Ordensarchiv schon früh verlorengegangen ist und die wichtigsten Quellen Berichte über den Orden sind. Doch die an verschiedenen Orten erhaltenen Prozessakten von etwa neunhundert Templern vermitteln kein objektives Bild, da die festgehaltenen Geständnisse durch Folter erzwungen wurden und faktisch wertlos sind. Lediglich durch Sachüberreste lassen sich hin und wieder neue Erkenntnisse gewinnen.
Der namhafte Kirchenhistoriker und Ordenspropst Nicolaus Heutger unternimmt aus ordensinterner Sicht eine sachliche Gesamtdarstellung der mittelalterlichen Geschichte, der Leistung, der Rezeption und nicht zuletzt des Weiterlebens des Templertums in der Gegenwart. Vehement wendet er sich gegen Mystifizierungen und »Räuberpistolen«.
Festeinband, 222 Seiten mit 78 Abbildungen 16 ×24 cm 25,00 EUR ISBN 3-86732-01-9
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Ökumenischer Ordensgottesdienst des OMCT in der Schlosskirche zu Wittenberg (Foto: OMCT)
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50 Jahre Deutscher Tempelherrenorden OMCT - Minister Dr. Haseloff würdigt christliches Engagement 18.09.2007
Wittenberg. Der Deutsche Tempelherrenorden OMCT hat vom 13. bis 16. September 2007 das 50jährige Jubiläum der Wiedererrichtung des Templerordens in Deutschland in der Lutherstadt Wittenberg begangen. Dr. Reiner Haseloff, Wirtschafts- und Arbeitsminister des Landes Sachsen-Anhalt, selbst bekennender katholischer Christ, übermittelte am vergangenen Freitag in einer Ansprache die Grüße der Landesregierung und würdigte das ökumenische, karitative und mäzenatische Engagement des Deutschen Tempelherrenordens. Er unterstrich die Wichtigkeit, heutzutage als Christ tatkräftig Flagge zu zeigen, und freute sich, dass der Orden für seine Feierlichkeiten einen Ort in Sachsen-Anhalt ausgewählt hat, wo Christen mit einem Bevölkerungsanteil von knapp 20 Prozent mittlerweile in der Minderheit sind.
Als Gäste konnte Ordensmeister Hans-Dieter Köhler unter anderem die Direktorin des Evangelischen Predigerseminars Wittenberg, Dr. Hanna Kasparick, sowie den Propst von Wittenberg, Siegfried Kasparick, begrüßen. Eine Abordnung der Tempelherren-Grundschule aus Berlin-Tempelhof unter der Leitung der Rektorin Angelika Muttschall trug dem Ordensmeister die Ehrenspielführerschaft der Handballmannschaft ihrer Schule an. Der OMCT unterstützt den von dieser Schule alljährlich veranstalteten "Mäuse-Cup". Auf dem Festakt stellte der Kirchenhistoriker und Ordenspropst Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger sein im Lukas Verlag erschienenes neues Buch "Die Tempelherren - einst und heute" vor. Den Festvortrag hielt der Stadtsuperintenden von Hannover, Wolfgang Puschmann, unter dem Titel "Üben gute Ritterschaft, suchen, was den Frieden schafft.".
Am Sonnabend wurden während des ökumenischen Ordensgottesdienstes, den Geistliche evangelisch-lutherischer, katholischer und altkatholischer Konfession gemeinsam zelebrierten, in der Wittenberger Schlosskirche zwei Postulanten als Rechtsritter in den Deutschen Tempelherrenorden unter reger Teilnahme der Gemeinde und zahlreicher Kirchenbesucher aufgenommen. Die Veranstaltung klang am Sonnabend abend mit einem Luthermahl nach Art des 16. Jahrhunderts im Refektorium des Lutherhauses aus.
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Der griechisch-orthodoxe Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I. (Foto: Büro der 2. ÖEV)
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Einheit der Kirchen über individuelle Interessen stellen 05.09.2007
Hermannstadt (idea). Die Kirchen sollen das Streben nach Einheit über eigene Interessen und Exklusivitätsansprüche stellen. Das hat der griechisch-orthodoxe Ökumenische Patriarch von Konstantinopel Bartholomaios I. (Istanbul) am 5. September auf der 3. Europäischen Ökumenischen Versammlung in Hermannstadt (Sibiu) gefordert.
Eines der größten Hindernisse für die Einheit der Kirche liege in den unterschiedlichen Auffassungen der christlichen Kirchen über Zweck und Ziel der ökumenischen Bewegung. Nach den Worten des Patriarchen haben die Kirchen die Aufgabe, kategorisch für den Schutz des Lebens, den Wert von Ehe und Familie und die Unterstützung Armer und Bedürftiger einzutreten. „Wir bestehen unnachgiebig auf diesen christlichen Prinzipien und Werten.“ Im Blick auf den interreligiösen Dialog erklärte der Patriarch, dass „auch die Werte der anderen monotheistischen Religionen den gegenseitigen Respekt und damit die friedliche Koexistenz der Völker gebieten“. Jegliche Form von Gewalt im Namen der Religion sei ein Verbrechen gegen die Religion, so Bartholomaios. Der 67-Jährige gilt als Ehrenoberhaupt von rund 300 Millionen orthodoxen Christen.
Staatspräsident wünscht Gottes Segen
Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu (Bukarest) zeigte sich überzeugt davon, dass die 3. Europäische Ökumenische Versammlung zur Vertiefung der interkonfessionellen Zusammenarbeit führen werde. Rumänien und insbesondere Hermannstadt könnten ein Vorbild für das Miteinander von Kulturen, Religionen und Konfessionen sein, so der Staatspräsident. Er wünschte der Versammlung „und allen Ländern Europas“ Gottes Segen.
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> Weitere Informationen über Bartholomaios I.
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Kirchenfenster aus dem Kölner Dom (14. Jh.), dessen Restaurierung vom OMCT gesponsert wurde. (Foto: Kestner-Museum)
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OMCT ermöglicht Restaurierung eines mittelalterlichen Kirchenfensters 30.08.2007
30.08.2007 – 31.01.2008 Das Mittelalter im Kestner-Museum - neu gesehen
Hannover (Kestner-Museum Newsletter). Die Abteilung Mittelalterliche Kunst im Kestner-Museum Hannover gehört zu den bedeutendsten Sammlungen norddeutscher Kirchenkunst. In ihr vereinigen sich die Sammlung des Hannoverschen Buchdruckers und Senators Friedrich Culemann, Bestände des ehemaligen Welfenmuseums und bedeutende Werke niedersächsischer Kirchenkunst wie der Fischbecker Kopf, der 1903 erworben werden konnte.
Zum ersten Mal nach den Renovierungsarbeiten ist ein großer Teil der mittelalterlichen Bestände in der Sonderausstellung “Das Mittelalter im Kestner-Museum - neu gesehen” nach neuen Schwerpunkten geordnet und präsentiert. Nach Jahren sind Teile der herausragenden Textilsammlung sowie ausgewählte Objekte der Buchmalerei für die Museumsbesucher wieder zugänglich. Die kostbaren Gewebe und Stickereien wurden für die Ausstellung restauriert und neu montiert.
Der Ostflügel ist durch Verdunkelungen und spezielle Vitrinen für die lichtempfindlichen Objekte eingerichtet worden. Die Präsentation ist neben der „klassischen“ Aufstellung nach Materialgruppen Elfenbein, Email oder Bronze vor allem mit inhaltlichen Schwerpunkten besetzt.
Kern dieser Aufstellung ist der Reliquienschatz der Goldenen Tafel aus St. Michaelis zu Lüneburg. Seine Rekonstruktion und seine wechselvolle Geschichte sind für den Museumsbesucher medial aufgearbeitet. Zugleich sind sowohl die beiden bedeutenden Handschriften des Schatzes als auch hochrangige Gewebefragmente ausgestellt.
Ein weiterer Bereich ist der Kunst aus niedersächsischen Kirchen gewidmet. In ihm sind Teile des Kirchenschatzes der Hannoverschen Marktkirche und verschiedener Osnabrücker Kirchen zu sehen.
Die im Rahmen der Sonderausstellungen zum Evangelischen Kirchentag 2005 erfolgreich eingesetzte „Mittelalterliche Schreiberwerkstatt“ kommt während der Ausstellung erneut zum Einsatz.
Die Neugestaltung der Dauerausstellung wurde ermöglicht durch die freundlicher Unterstützung von:
Niedersächsische Lotto-Stiftung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersächsische Sparkassenstiftung Stiftung Niedersachsen FAMAKunststiftung Deutscher Tempelherrenorden OMCT, Hannover
(Der Deutsche Tempelherrenorden hat die aufwendige Restaurierung eines ursprünglich aus dem Kölner Dom stammenden Kirchenfensters aus dem 14. Jahrhundert gefördert. Das Motiv des Fensters stellt zwei Könige dar.)
Zur Ausstellung findet am Sonntag, 02.09.07, folgender Vortrag statt:
Das Mittelalter im Kestner- Museum - neu gesehen
von Thorsten Henke, MA, Kunsthistoriker, Wiebke Kögel, Gebärdendolmetscherin.
Zeit: 15.00 – 16.00 Uhr Kosten: 8,- € (incl. Eintritt) Anmeldung: Tel.: 0511 – 168 42120 Fax.: 0511 - 168 46530 kestner-museum@hannover-stadt.de
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Turm der katholischen Kirche in Hermannstadt (Foto: Primaria Municipiului Sibiu)
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Dritte Europäische Ökumenische Versammlung 27.08.2007
Frankfurt a.M. (epd). Im rumänischen Sibiu/Hermannstadt findet vom 4. bis 9. September die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung statt. Dazu werden rund 2.500 Teilnehmer erwartet. Die Tagung wird getragen vom katholischen Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) sowie der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK). Vorkonferenzen gab es Anfang 2006 in Rom und im Februar dieses Jahres in Wittenberg.
Themen des Kongresses sind die Einheit der Kirchen, Spiritualität, Europa, Religionen und Migration. Mit Rumänien findet zum ersten Mal ein Kirchentreffen dieser Art in einem von orthodoxen Christen geprägten Land statt. Sibiu ist zudem Kulturhauptstadt Europas 2007. Rumänien war erst im Januar dieses Jahres der EU beigetreten. Die Region um Hermannstadt war jahrhundertelang von deutschen Protestanten geprägt.
Die ersten beiden Ökumenischen Versammlungen fanden 1989 in Basel und 1997 in Graz statt. Das Treffen in Basel gilt inzwischen als kirchenhistorisch bedeutendes Datum. Zum ersten Mal überhaupt wurde eine solche Zusammenkunft von der römisch-katholischen Kirche sowie von orthodoxen und evangelischen Kirchen gemeinsam veranstaltet.
In Basel wurde der vom Weltkirchenrat angestoßene sogenannte konziliare Prozess der Kirchen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung auch in der nichtkirchlichen Öffentlichkeit bekannt. Anders als die ersten beiden Europäischen Ökumenischen Versammlungen besteht die dritte nicht aus einer Einzelveranstaltung, sondern soll einen Prozess in mehreren Etappen mit dem Abschluss in Sibiu darstellen.
Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen ist die Dachorganisation der derzeit 34 römisch-katholischen Bischofskonferenzen Europas. Das Sekretariat hat seinen Sitz im schweizerischen St. Gallen. Die 1959 gegründete Konferenz Europäischer Kirchen vereint mehr als 120 orthodoxe, protestantische, anglikanische und alt-katholische Kirchen aus ganz Europa. Sie hat Büros in Genf, Straßburg und Brüssel.
> Weitere Informationen zur Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV)
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Führungskräfte lernen in Stille, sich selbst zu führen. (Foto: idea)
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Evangelische Kirche: Warum Manager ins Kloster gehen 27.08.2007
Hamburg (idea). Immer mehr Manager suchen in Klöstern Abstand von der Hektik des Alltags. Die evangelische Kirche entdeckt neu das Klosterleben und Pilgern, das früher eine katholische Domäne war. Zunehmend machen Führungskräfte aus der Wirtschaft Gebrauch von Angeboten, sich für einige Tage in die Stille zurückzuziehen und zu sich selbst zu kommen.
Darüber berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ (Hamburg): „Was für die katholische Kirche mit boomenden Kloster-Unternehmen wie Maria Laach oder Andechs schon lange Normalität ist, soll nun auch bei den Protestanten zum Programm gehören.“ Insgesamt gebe es 33 protestantische Klöster und Stifte in Deutschland, die in der Reformationszeit vor annähernd 400 Jahren zur lutherischen Konfession wechselten. Sie erlebten mitunter nach langen Zeiten des Verfalls und des Vergessens jetzt eine neue Konjunktur. Das Nachrichtenmagazin zitiert die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann: „In unseren Klöstern boomt die Nachfrage.“ In vielen der 22 Häuser seien Schweigeseminare, Exerzitien und ähnliche Angebote ausgebucht. Insgesamt hätten die niedersächsischen Einrichtungen im vergangenen Jahr 200.000 Seminar- und Tagesgäste gezählt. Außerdem würden zunehmend evangelische Pilgerwege eingerichtet. Große Firmen schrieben die Klosterseminare als Fortbildung aus. Die Kosten von etwa 1.000 Euro pro Kurs seien vergleichsweise billig. Dabei entdeckten die Teilnehmer Managementregeln, wie sie etwa der Begründer der Benediktiner, Benedikt von Nursia, schon vor rund 1.500 Jahren angeregt habe: „Wer führen soll, muss zunächst sich selber führen.“
Klosterleben blüht auf
Auch das Zusammenleben in klosterähnlichen Gemeinschaften blüht im Protestantismus auf. Der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), hat vor kurzem die mehr als 230 evangelischen Kommunitäten und geistlichen Gemeinschaften in Deutschland als „Schatz“ für die Kirche gewürdigt. Am 14. Juni veröffentlichte die EKD die Schrift „Verbindlich leben. Kommunitäten und geistliche Gemeinschaften in der evangelischen Kirche“. Zu den bekanntesten gehören die Evangelische Marienschwesternschaft in Darmstadt (200 Frauen, 12 Männer), die Communität Christusbruderschaft in Selbitz bei Hof (120 Frauen und 4 Männer), die ökumenische Kommunität „Jesus-Bruderschaft Gnadenthal“ in Hünfelden bei Limburg (16 Männer, 15 Frauen und 20 Familien) und die Offensive Junger Christen (OJC) in Reichelsheim (Odenwald) mit rund 100 Mitgliedern.
> Weitere Informationen zu evangelischen Kommunitäten, Bruderschaften und Schwesternschaften
> Weitere Informationen zur Jesus-Bruderschaft Gnadenthal
> Weitere Informationen zur Christusbruderschaft Selbitz
> Weitere Informationen zur Offensive Junger Christen (OJC)
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Das Oberhaupt der weltweiten Anglikanischen Kirche, Dr. Rowan Williams, Erzbischof von Canterbury (Foto: Edinburgh Evening News)
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Meißen zeigt: Anerkennung ist möglich -
Lehrstück für gelingende Ökumene 15.07.2007
Hannover (ekd). Die neueste, von Papst Benedikt XVI. ausdrücklich unterstützte Verlautbarung der Glaubenkongregation, dass die wahre und einzige Kirche die römisch-katholische Kirche sei und dass die reformatorischen Kirchen allenfalls "kirchliche Gemeinschaften" seien, übersieht die vielen ökumenischen Schritte außerhalb des Vatikans, in denen Kirchen, bei Wahrung von durchaus wesentlichen Unterschieden, sich trotzdem gegenseitig als Kirchen anerkennen. Dies ist zum Beispiel in der Meißener Erklärung der Fall, die zwischen der Kirche von England und der Evangelischen Kirche in Deutschland 1991 unterzeichnet wurde.
Grundlage dafür ist die gegenseitige Anerkennung als Kirchen, "die zu der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche Jesu Christi gehören und an der apostolischen Sendung des ganzen Volkes Gottes wahrhaft teilhaben". Ferner wird anerkannt, dass das Wort Gottes authentisch gepredigt und die Sakramente der Taufe und des Abendmahls recht verwaltet werden. Die Ämter werden als von Gott gegeben und als Werkzeuge seiner Gnade anerkannt.
Eine volle Austauschbarkeit der Pfarrerinnen und Pfarrer sowie der Bischöfinnen und Bischöfe ist noch nicht möglich. Grund dafür ist das historisch gewachsene Bischofsamt in der anglikanischen Kirche, das in mancher Hinsicht mit dem römisch-katholischen Verständnis der kontinuierlichen Übertragungen der apostolischen Vollmacht auf die leitenden Geistlichen (Sukzession) vergleichbar ist. Trotz dieses "Handicaps" sind jedoch beide Kirchen bereit, sich als Kirchen anzuerkennen. Zugleich arbeiten sie auf der Basis der Meißener Erklärung intensiv daran, diese Differenz theologisch und geistlich aufzuarbeiten und zu überwinden. Dies geschieht zwischen Experten beider Seiten, aber auch auf der Ebene von lokalen Partnerschaften zwischen Gemeinden, Kirchenkreisen, Landeskirchen und Diözesen. Die bisher erreichte Kirchengemeinschaft schließt insofern Differenzen überhaupt nicht aus. Im Gegenteil, durch den Konsens werden auch die Differenzen sichtbar und zum Gegenstand eines weiteren Klärungsprozesses gemacht.
Der rege Austausch und die weit reichende Zusammenarbeit zwischen der Kirche von England und der Evangelischen Kirche in Deutschland ist im gerade erschienenen Fünf-Jahres-Bericht (2002-2006) der gemeinsamen Meißen-Kommission dokumentiert. Er ist ein Lehrstück für gelingende Ökumene von Kirchen, die die Zugehörigkeit zur "Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche Jesu Christi" teilen. Diese Kirche ist eine Kirche, der wir uns glaubend zuordnen und die durch die Früchte ihrer Arbeit die eine Kirche Jesu Christi bezeugt. Der Bericht ist als epd-Dokumentation erhältlich.
> Weitere Informationen zur Meißener Erklärung
> Weitere Informationen zur Kirche von England
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Der aus den USA gebürtige William Kardinal Levada ist Präfekt der Glaubenskongregation (Foto: Radio Vatikan).
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Vatikan betont Abgrenzung von Protestanten 15.07.2007
Glaubenskongregation veröffentlicht Dokument zum Kirchenverständnis
Vatikanstadt (epd). Der Vatikan hat am Dienstag ein neues Dokument über das eigene Kirchenverständnis veröffentlicht, in dem sich die katholische Kirche erneut von den Protestanten abgrenzt. Nur in dieser bestehe die von Jesus Christus begründete Kirche weiter, betont die Glaubenkongregation in fünf "Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche". Der Vatikan wolle aber an der Ökumene festhalten, wurde bekräftigt.
Das vorliegende Schreiben sei auf Grund von "irrigen Interpretationen" des Zweiten Vatikanischen Konzils der sechziger Jahre nötig geworden, heißt es. Papst Benedikt XVI. habe die vom Präfekten der Kongregation, Kardinal William Levada, unterzeichneten Antworten "gutgeheißen, bestätigt und deren Veröffentlichung angeordnet".
Entgegen auch unter katholischen Theologen verbreiteten Interpretationen habe das von Papst Johannes XXIII. einberufene Konzil keine Wende im Kirchenverständnis eingeläutet. "Das Zweite Vatikanische Konzil wollte diese Lehre nicht verändern, es wollte sie vielmehr entfalten, vertiefen und ausführlicher darlegen."
Den aus der Reformation hervorgegangenen christlichen Gemeinschaften könne nach katholischem Verständnis kein Kirchenstatus zuerkannt werden, heißt es in dem vom Sekretär der Kongregation, Erzbischof Angelo Amato, mitunterzeichneten Dokument. Grund sei die fehlende "apostolische Sukzession im Weihesakrament".
Ohne sakramentales Priestertum gebe es jedoch keine "vollständige Wirklichkeit des eucharistischen Mysteriums", so das Papier. Da die Orthodoxen im Unterschied zu den Protestanten "trotz ihrer Trennung wahre Sakramente besitzen", seien sie als Kirchen anzuerkennen.
In einem gleichzeitig veröffentlichten offiziellen Kommentar rechtfertigt der Vatikan die Lehre, nach der die von Christus gegründete Kirche nur in der katholischen weiter besteht, mit der "Sorge um die Wahrung der Einheit und der Einzigkeit der Kirche". Diese ginge verloren, "wenn man annehmen würde, dass es mehrere Subsistenzen der von Christus gegründeten Kirche gäbe". Bereits im Jahr 2000 hatte sich Rom mit der Erklärung "Dominus Iesus" klar von den Protestanten abgegrenzt.
Das neue Dokument der Glaubenskongregation verbreite keine neuen Lehren, sondern rufe "mit Klarheit die katholische Lehre über die Kirche in Erinnerung", heißt es in dem offiziellen Kommentar. Es biete "wertvolle Hinweise" für die Ökumene, die weiterhin zu den Hauptanliegen der katholischen Kirche gehöre. Für einen konstruktiven Dialog ist dem offiziellen Kommentar zufolge jedoch "neben Offenheit für die Gesprächspartner Treue zur Identität des katholischen Glaubens" nötig.
> Der strittige Text der Glaubenskongregation im Wortlaut
> Weitere Informationen zur Kongregation für die Glaubenslehre
> Statement des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, zum Text
> Stellungnahme des Ratsvorsitzenden der EKD, Bischof Wolfgang Huber, zum Text
> Erklärung des Generalsekretärs des Lutherischen Weltbundes, Pfr. Dr. Ishmael Noko, zum Text
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In Memoriam 15.07.2007
Hannover. Der Deutsche Tempelherrenorden trauert um zwei seiner Ordensbrüder.
Am 9. Juni 2007 verstarb im Alter von 76 Jahren in Bückeburg Ordensbruder Ulrich Herdieckerhoff, Pastor i. R. Er wurde am 15. Juni 2007 in Bückeburg beigesetzt. Bereits am 27. Mai 2007 verstarb in Köln im Alter von 89 Jahren Ordensbruder Jan Gabriel Kuon. Er war fast 30 Jahre lang Mitglied des Ordens. Die Trauerfeier fand am 27. Juni 2007 auf dem Kölner Südfriedhof statt. Seine letze Ruhestätte wird er in seiner czechischen Heimat in Hradec Kralove finden.
Sie mögen beide im Frieden des Herrn ruhen!
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Paul Gerhardt (1607-1676)
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Paul-Gerhardt-Jahr 2007 - "Der Tod behält nicht das letzte Wort" - Bischof Huber würdigt Paul Gerhardt beim Johannis-Empfang
28.06.2007
Frankfurt (chrismon). Heute würde man ihn einen Popstar nennen, sagte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, über Paul Gerhardt (1607-1676).
Huber würdigte Gerhardt in seiner Rede zum 400. Geburtstag des protestantischen Liederdichters beim diesjährigen Johannis-Empfang der EKD in Berlin. Gerhardts Lieder gehörten "neben Grimms Märchen und Luthers Bibelübersetzung zu den bekanntesten Texten deutscher Sprache überhaupt". Sie hätten Komponisten wie Johann Sebastian Bach und Max Reger, und Schriftsteller wie Matthias Claudius und Theodor Fontane angeregt und beschäftigt. All’ diese Lieder "künden nicht von Verzweiflung, sondern von Vertrauen", betonte der Ratsvorsitzende, der seiner Rede die Liedzeile "Hoff und sei unverzagt!" als Überschrift voran stellte.
"Das Wort ‚unverzagt’ hat es Paul Gerhardt angetan", unterstrich Huber, der in diesem Begriff ein Leitmotiv "für ihn wie für uns" ausmachte. Und das, obwohl der Dichter "in grausigen Zeiten" lebte: Drei Jahrzehnte, von seinem elften bis zu seinem 41. Lebensjahr verbrachte er im Krieg. "Nach dem Krieg sind auch die Seelen der Menschen versehrt. Im Alltag der Katastrophe hat sich die Gottvergessenheit breit gemacht. Paul Gerhardt will deswegen mehr als eine Waffenruhe. Er möchte auch Frieden zwischen Gott und den Menschen", beschrieb der Ratsvorsitzende die Situation, in der Gerhardt dichtete. Das Sterben – das durch die Pest auch nach dem Krieg zum Alltag der Menschen gehörte – sei für Gerhardt "ein Übergang" gewesen. Der Tod werde nicht verharmlost, er behalte seinen Schrecken. "Doch er behält nicht das letzte Wort." Huber betonte: "Paul Gerhardt vermittelt ein Vertrauen zu Gottes Güte, das an der Kränkung, die jedes menschliche Herz erfährt, nicht zerschellt."
Der Ratsvorsitzende erinnerte auch an die Opposition Gerhardts gegen den preußischen Kurfürsten Johann Sigismund, der 1613 von der lutherischen zur reformierten Konfession gewechselt war. In dem vom Kurfürsten damals anberaumten Religionsgespräch sei es unter den Bedingungen jener Zeit darum gegangen, "dass es sich auch dann um einen Dialog, ein Religionsgespräch handelt, wenn man nicht in allen Dingen einer Meinung ist". Eine Einsicht, so Huber, "die uns auch bei heutigen Dialogen nicht ganz unbekannt ist".
Nachdem die führenden Lutheraner außer Landes gegangen oder mundtot gemacht worden seien, habe Paul Gerhardt als Kopf der Opposition gegolten. Um dessen Absetzung von seiner Stelle in Berlin habe es viel Streit gegeben, bis er 1669 schließlich als Propst nach Lübben gezogen sei. Huber resümierte: "Mittenwalde, Berlin, Lübben: Aus heutiger Sicht nimmt diese Berufsbiografie vorweg, was wir unverdrossen erstreben – die Zusammengehörigkeit von Brandenburg und Berlin."
Seine Glaubenszuversicht und seine Kritik an der Obrigkeit habe Gerhardt mit offener Sozialkritik verbunden. "Seine Lieder wollten dazu helfen, dass Menschen sich auch in Armut und Leid nicht selbst aufgeben", erläuterte der Ratsvorsitzende. Dort, wo es um Gottes Zusagen gehe, die das Herz fest machen, schlage Paul Gerhardts Herz. Huber unterstrich, dass das Paul-Gerhardt-Jahr eine ungeheure Chance dazu sei, auf das zu hören, "was das Herz fest macht". "Dazu helfen die Lieder Paul Gerhardts, die bekannten wie die unbekannten."
> Weitere Informationen zum Paul-Gerhardt-Jahr
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Die Zürcher Bibel ist eine der genauesten Übersetzungen mit Präzisierungen vieler Begriffe. Die Neuausgabe gibt es auch als Kunstbibel (Foto: TVZ).
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Überarbeitung der Zürcher Bibel fertig 28.06.2007
Zürich (idea). Eine der genauesten Übersetzungen der Heiligen Schrift, die Zürcher Bibel, liegt jetzt in einer Überarbeitung vor. Seit 1984 wurde sie dem modernen Sprachgebrauch angepasst. Am 24. Juni wurde sie im Großmünster von Zürich der Öffentlichkeit präsentiert. Das Projekt kostete rund vier Millionen Schweizer Franken (2,4 Millionen Euro).
Vor Journalisten sagte der Präsident des Kirchenrats der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons Zürich, Ruedi Reich, die Bearbeitung unterscheide sich von früheren Fassungen vor allem durch Präzisierungen zahlreicher Begriffe. Beispielsweise wird in 3. Mose 21,14 nicht mehr von einer „entehrten“, sondern von einer vergewaltigten Frau gesprochen. Der Satz aus dem Buch Hiob „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (19,25) wird mit „Ich weiß, dass mein Anwalt lebt“ wiedergegeben. Es handele sich um eine rechtliche Auseinandersetzung und nicht, wie der Luther-Text nahe lege, um eine Prophezeiung auf Jesus. Für Unmut hatten zwischenzeitlich feministische Varianten gesorgt. Die Zürcher Kirchensynode beschloss jedoch, dass zum Beispiel der Gottesname mit „Herr“ wiedergegeben wird. Die Ursprünge der Zürcher Bibel gehen auf die Reformation unter Ulrich Zwingli (1484-1531) zurück, der kurz vor seinem Tod am 11. Oktober 1531 die erste Zürcher Bibel veröffentlichte. Die letzte Revision erfolgte von 1907 bis 1931.
> Weitere Informationen zur Zürcher Bibel
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Kardinal Georg Sterzinsky / Ev.-luth. Bischof Wolfgang Huber (Foto: WDR/dpa)
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Kirchen rufen wegen Ladenschluss Bundesverfassungsgericht an 12.06.2007
Berlin/Karlsruhe (epd). Die beiden großen Kirchen in Berlin rufen wegen der deutlich erweiterten Ladenöffnungszeiten das Bundesverfassungsgericht an. Dieser Schritt sei unumgänglich, nachdem besonders die Bundeshauptstadt per Gesetz den verfassungsrechtlich verankerten Sonntagsschutz ausgehöhlt habe, erklärten der evangelische Bischof Wolfgang Huber und Kardinal Georg Sterzinsky am Montag in Berlin.
Die Berliner Regelung mit zehn verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr, davon alle vier Adventssonntage, sei "unverhältnismäßig" und dürfe keine Schule machen, argumentierte Huber. Dabei gehe es den Kirchen um eine Grundsatzdebatte. Nachdem alle Versuche auf politischer Ebene gescheitert seien, das in einem parlamentarischen "Hau-Ruck-Verfahren" beschlossene Berliner Gesetz noch zu stoppen, sei der Schritt zur Verfassungsbeschwerde notwendig geworden.
Dabei werden die Kirchen vor Gericht auf den Sonntag als grundgesetzlich geschützten "Tag der Arbeitsruhe und seelischen Erhebung" abheben, ergänzte Kardinal Sterzinsky. Das vom Berliner Senat vorgebrachte Argument, die Ladenöffnungszeiten beschränkten sich auf die Sonntagnachmittage und damit auf einen Bereich außerhalb der Hauptgottesdienstzeiten, hält er für untauglich. Das Grundgesetz kenne keinen nach Tageszeit abgestuften verfassungsrechtlichen Sonn- und Feiertagsschutz, so der Erzbischof.
Bischof Huber sieht zudem durch die Berliner Regelung die Religionsfreiheit verletzt. Diese gelte laut Verfassung nicht nur für den einzelnen Menschen, sondern auch für die Religionsgemeinschaften. Die 1.700 Jahre alte Kopplung von Gottesdienst und freiem Tag zur Disposition zu stellen, sei ein "kulturelles Unglück", sagte Huber. Die Verfassungsbeschwerde von Landeskirche und Bistum wird auch von der Evangelischen Kirche in Deutschland und der katholischen Deutschen Bischofskonferenz unterstützt.
Der Berliner Senat reagierte zurückhaltend auf den Schritt der Kirchen. "Es steht jedem frei, seine Rechte wahrzunehmen", sagte Senatssprecher Michael Donnermeyer dem epd. Die erweiterten Ladenöffnungszeiten würden von den Menschen angenommen und seien als Erfolg zu werten. Als aussichtslos bezeichnete Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) die Verfassungsbeschwerde. "Ich weiß nicht, ob die Kirchen klug beraten sind, das zu machen", sagte er dem epd am Montag in Brandenburg an der Havel.
> Weitere Informationen zu den geltenden Regelungen in Berlin
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Kirchen begrüßen stärkere Förderung des Ehrenamtes 12.06.2007
Berlin (epd). Die beiden großen Kirchen haben die von der Bundesregierung geplante Vereinfachung des Spendenrechts und die Ausweitung der steuerlichen Förderung Ehrenamtlicher begrüßt. Gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden warnten sie bei einer Anhörung am Montag im Finanzausschuss des Bundestages zugleich, dass die deutschen Regelungen durch europäisches Recht gefährdet seien. Sie forderten die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene für gesetzliche Regelungen stark zu machen, die die Möglichkeiten des Ehrenamts erweitern.
Nach dem geplanten "Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" sollen Menschen, die sich ehrenamtlich für soziale, kulturelle oder ökologische Belange einsetzen, steuerlich stärker begünstigt werden. Der Bundestag wird das Gesetz voraussichtlich noch vor der Sommerpause verabschieden. Die Zustimmung des Bundesrates gilt als sicher. Das Gesetz soll rückwirkend zum 1. Januar 2007 in Kraft treten.
Nach dem Gesetzentwurf müssen Menschen, die in ihrer Freizeit mindestens 20 Stunden im Monat für alte, kranke oder behinderte Menschen tätig sind, im Jahr 300 Euro weniger Einkommensteuer bezahlen. Der Vizepräsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland, Wolfgang Teske, hält das neue Instrument der so genannten Zeitspende für ein "sehr wesentliches Signal an Menschen, die tatsächlich bereit sind, Zeit für andere zu opfern".
Fachverbände kritisieren die vorgesehene Neuerung im Steuerrecht allerdings an zwei Stellen: Zum einen könnten davon ehrenamtlich engagierte Menschen, die keine Steuer entrichten, wie etwa Arbeitslose oder Jugendliche nicht profitieren. Zum anderen werde damit nur soziales, nicht aber ökologisches oder kulturelles Engagement steuerlich gefördert.
Nach dem Gesetzentwurf sollen Bürger zudem gemeinnützige Spenden bis zur Höhe von 20 Prozent ihrer Einkünfte bei der Steuererklärung geltend machen können. Diese Regelung soll rückwirkend zum 1. Januar 2007 gelten. Bisher sind Spenden nur bis zu fünf Prozent der Einkünfte abzugsfähig, Ausnahme sind Spenden für mildtätige Zwecke, deren Obergrenze bei zehn Prozent liegt. Diakonie-Vize Teske erwartet von dieser Neuerung einen Impuls für die Spendenbereitschaft der Bürger.
Die Kirchen begrüßen beim Entwurf auch die Anhebung der Höchstgrenzen für steuerfreie Spenden, die Vereinfachung der Absetzbarkeit und Gleichbehandlung der Spendenzwecke. Auch die Anhebung der steuerfreien Aufwandspauschale für einen Teil der Ehrenamtlichen von jährlich 1.848 auf 2.100 Euro, wird positiv gewertet. Diese Pauschale solle auch ehrenamtlichen Betreuern gewährt werden, wie es bereits der Bundesrat vorgeschlagen habe, fordern die Kirchen.
> Weitere Informationen zur Initiative "Hilfe für Helfer" des BMF
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Schulleiterin Muttschall, Sportlehrer Karras, Ordenssekretär Nebelung
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Neue Geschichtsbücher für Tempelherren-Grundschule 03.06.2007
Berlin. Der Deutsche Tempelherrenorden OMCT ist seit 1958 Namenspatron der Tempelherren-Grundschule in Berlin-Tempelhof. Um den Schülern die Geschichte der Templer im Unterricht interessanter vermitteln zu können, stiftete der OMCT der Tempelherren-Grundschule einen Klassensatz der kindgerechten Publikation "Die Tempelritter - Die Geschichte eines Mönchsritterordens" von Manfred Tekla.
Der Ordenssekretär Nebelung übergab am 23.05.2007 in Berlin am Rande des von der Tempelherren-Grundschule ausgerichteten 24. Mäusecups das neue Unterrichtsmaterial an die Schulleiterin, Frau Muttschall.
> Weitere Informationen zur Tempelherren-Grundschule
> Weitere Informationen zur Publikation
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Die Siegermannschaft des Mäusecups 2007 von der Erpelgrund-Schule
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Mäusecup 2007 der Tempelherren-Grundschule Berlin 03.06.2007
Berlin. Am alljährlich seit 1984 von der Tempelherren-Grundschule in Berlin-Tempelhof ausgerichteten Mäusecup für Mädchen und Jungen bis 11 Jahre nahmen in diesem Jahr 22 Handballmannschaften aus 16 Berliner Grundschulen teil. Den vom Deutschen Tempelherrenorden gestifteten Wanderpokal holte sich in der spannenden Finalrunde am 23.05.2007 in der Sporthalle Bosestraße die Mannschaft der Erpelgrund-Schule aus Berlin-Reinickendorf.
Die Siegerehrung nahm die Leiterin der Tempelherren-Grundschule, Frau Muttschall, gemeinsam mit dem Sponsor der Veranstaltung, Herrn Plickert, und dem Ordenssekretär des Deutschen Tempelherrenordens OMCT, Gunnar Nebelung, vor.
Die Lehrer, deren Engagement das für die Jugendarbeit wichtige und begrüßenswerte Turnier erst möglich macht, verdienen große Anerkennung.
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Pfarrer Reinhard Hempelmann, Leiter der EZW
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Wo Gemeinden wie Pilze aus dem Boden schießen 03.06.2007
Berlin (idea). Die christliche Landschaft in Deutschland wird vielfältiger und unübersichtlicher. Neue Gemeinden schießen in manchen Regionen wie Pilze aus dem Boden. Darauf hat die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin aufmerksam gemacht.
Es breite sich „vor allem ein evangelikaler und pfingstlich-charismatischer Frömmigkeitstyp aus, dessen weltweite Erfolgsstory auch in Europa zunehmend erkennbar wird“, schreibt der Leiter der EZW, Pfarrer Reinhard Hempelmann, in deren Materialdienst. Die neuen Gemeinden hätten meist keine organisatorische Beziehung zu den Landeskirchen und den klassischen Freikirchen, sondern bezeichneten sich als konfessionsunabhängig. Sie versammelten sich häufig in ehemaligen Fabrikhallen und Läden. Theologisch seien sie meist „antimodernistisch und konservativ“ ausgerichtet. Die Gemeinden trügen Bezeichnungen wie Christliches Zentrum, Ichthys-Gemeinde, Calvary Chapel (Golgatha-Kapelle) oder Vineyard (Weinberg). Es seien vor allem junge Erwachsene und Familien, die nach neuen Formen und Orten suchten, um ihren Glauben zu leben. In der Taufpraxis seien die meisten neuen Gemeinden baptistisch orientiert. „Christsein aufgrund von persönlicher Entscheidung gewinnt an Bedeutung“, so Hempelmann. Zur christlichen Pluralisierung trügen auch eine wachsende Zahl von Migranten- und Einwandererkirchen bei. Dort sammelten sich vor allem Menschen asiatischer und afrikanischer Herkunft. Daneben seien in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Aussiedlergemeinden entstanden, deren Gottesdienste zu den am besten besuchten in Deutschland gehörten.
Eine Gefahr: Elitäres Selbstverständnis
Hempelmann zufolge sind mit der Ausbreitung pfingstlich-charismatischer und bibelfundamentalistischer Frömmigkeit auch Gefahren verbunden: „Religiöse Hingabebereitschaft kann missbraucht werden.“ Die Orientierung an charismatischen Führerpersönlichkeiten könne das Mündig- und Erwachsenwerden im christlichen Glauben hindern. Außerdem sei es möglich, dass das gesteigerte Sendungsbewusstsein einer Gruppe umschlage „in ein elitäres Selbstverständnis, das im Wesentlichen von Feindbildern lebt und Gottes Geist nur in den eigenen Reihen wirken sieht“. Hempelmann empfiehlt den Kirchen, auf die neuen Gemeinden nicht nur abwehrend und ablehnend zu reagieren. Die Diskussion über die Kirche der Zukunft werde die Ausdifferenzierung des Protestantismus ernstnehmen müssen. Man müsse wahrnehmungsfähiger werden für die Sehnsucht nach intensiv gelebter Gemeinschaft in überschaubaren Gruppen, in denen der christliche Glaube alltagsbezogen vermittelt werde. Nach Schätzungen versammeln sich in unabhängigen evangelikalen Gemeinden in Deutschland rund 200.000 Christen.
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Ordensbrüder mit Täufling vor dem Kreuzgang des Stifts Fischbeck
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Generalkapitel mit Taufe 22.05.2007
Fischbeck. Am 12.05.2007 fand das 50. Generalkapitel des Deutschen Tempelherrenordens OMCT im Stift Fischbeck statt. Der Orden setzte damit eine langjährige Tradition fort. Die Priorin Ursula Boysen hieß die zahlreichen Teilnehmer in den Mauern des altehrwürdigen Damenstifts herzlich willkommen.
Der ökumenische Gottesdienst in der romanischen Stiftskirche aus dem 12./13. Jahrhundert wurde diesesmal neben der Aufnahme eines neuen Postulanten durch ein besonderes Ereignis bereichert. Der Ordenspropst Prof. Dr. Dr. Nicolaus Heutger taufte während des Gottesdienstes den Sohn Johannes des Rechtsritters Matthias Wedemeyer und seiner Frau aus Hannover. Der Orden freut sich über das neue Mitglied der christlichen Gemeinschaft und wünscht ihm auf seinem Lebensweg einen starken Glauben.
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Pastor Dr. Samuel Kobia (Foto: Le Monde)
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Evangelikale und Ökumene versöhnen 02.05.2007
Edinburgh (idea). Zu einer „ökumenisch verantwortbaren Evangelisation“ hat der Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), Samuel Kobia (Genf), aufgerufen.
Dazu gehörten „die Heilung christlicher Spaltungen“, etwa zwischen „Christen aus der evangelikal geprägten Missionsfamilie und Christen aus der konziliar oder ökumenisch geprägten Missionsfamilie“. Kobia äußerte sich im schottischen Edinburgh bei Vorbereitungen zur 100-Jahr-Feier der Weltmissionskonferenz, die 1910 in Edinburgh stattfand und den Beginn der modernen ökumenischen Bewegung markiert.
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Taufstein im Magdeburger Dom (Foto: dbk)
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Gegenseitige Taufanerkennung 30.04.2007
Magdeburg (dpa). Elf christliche Kirchen in Deutschland erkennen ihre Taufen künftig wechselseitig an. Eine entsprechende Erklärung unterzeichneten führende Vertreter der Kirchen gestern bei einem ökumenischen Gottesdienst im Magdeburger Dom.
Auf das Papier hatten sich neben der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) verschiedene orthodoxe und altorientalische Kirchen sowie Freikirchen verständigt. Einige kleine christliche Gemeinschaften wie die Mennoniten beteiligten sich nicht, weil sie die Kindertaufe ablehnen. Bislang gab es zur Anerkennung der Taufen lediglich einzelne regionale Vereinbarungen etwa zwischen Gliedkirchen der EKD und römisch-katholischen Diözesen. Die neue Regelung betrifft rund 30 Millionen Christen.
Der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber würdigte die breite Taufanerkennung von Kirchen mit unterschiedlichen Traditionen als herausragendes Ereignis. Sie sei eine Ermutigung für alle Christen, auf dem nicht immer einfachen Weg sichtbarer Gemeinschaft weiterzugehen. Die Taufe sei – bei allen bleibenden Unterschieden der Kirchen – ein "kräftiges Band christlicher Einheit". Huber weiter : "Wer in einer der elf unterzeichnenden Kirchen getauft ist und in eine andere dieser Kirchen übertritt, wird nicht noch einmal getauft, denn seine Taufe ist einmalig und unwiederholbar."
Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, sieht in der Vereinbarung einen Beleg dafür, dass die ökumenischen Bemühungen entgegen mancher Behauptungen nicht erstarrt seien. "Das gibt Zugkraft für die weitere ökumenische Arbeit", sagte er. Bei der Taufe handele es sich um die grundlegende Gemeinsamkeit zwischen Christen überhaupt. Der Bischof des Bistums Magdeburg, Gerhard Feige, sprach von einer "neuen Qualität im ökumenischen Miteinander."
Der Kirchenwissenschaftler Johannes Hartlapp von der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg hatte vor wenigen Tagen erklärt, mit der Taufanerkennung bewegten sich die Kirchen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. "In einer Zeit, in der es viele trennende Elemente gibt und man von einer Einheit zwischen den Kirchen nicht sprechen kann, ist das sicher positiv zu bewerten." Entscheidend sei nun die Umsetzung an der Basis.
Dafür, den feierlichen Akt der gegenseitigen Taufanerkennung durch elf Kirchen in Magdeburg zu vollziehen, gibt es gute Gründe. So befindet sich im Magdeburger Dom ein Taufstein antiken Ursprungs, der wahrscheinlich seit dem 10. Jahrhundert – als Ost- und Westkirche sich noch nicht voneinander getrennt hatten – in Gebrauch ist. Vermutlich kam der monolithische Kelch aus ägyptischem Rosenporphyr bereits zu Zeiten Kaiser Ottos des Großen (912-973) nach Magdeburg. Noch heute wird er im Dom zu den Taufen im Gottesdienst benutzt. In vorchristlicher Zeit diente er möglicherweise als Springbrunnen. In Magdeburg sorgte im Vorjahr zudem die große Ausstellung "Tausend Jahre Taufen in Mitteldeutschland" für Furore. Anlässlich der Schau rief die evangelische Kirche ein Jahr der Taufe aus, in dem die Taufe mit zahlreichen Aktionen in das öffentliche Blickfeld gerückt wurde. Ein dritter Grund für die Wahl Magdeburgs ist eine Zunahme der Erwachsenentaufen in den vergangenen Jahren. Sowohl in der evangelischen Kirchenprovinz Sachsen mit Sitz in Magdeburg als auch im katholischen Bistum Magdeburg registrieren die Bischöfe diesen Trend.
Die Taufe markiert den Beginn der Eingliederung eines Menschen in die Kirche. Demnach beginnt mit der Taufe ein neues Leben : In der Gemeinschaft der Gläubigen kann der Täufl ing nach dem Vorbild Jesu und aus dem Geist Gottes leben. Bei der Taufe übergießt ein Pfarrer den Kopf des Täuflings mit Wasser. Alternativ wird auch das kurzzeitige Untertauchen des Täufl ings in Wasser praktiziert. Die Taufzeremonien sind in evangelischer und katholischer Kirche nahezu identisch. Die ersten Christen tauften vor allem Erwachsene vorwiegend an Flüssen oder an einem See. Sie orientierten sich dabei an der biblischen Geschichte, nach der Jesus von Johannes im Jordan getauft wurde. Der Reformator Martin Luther (1483-1546) empfahl, Kinder bereits im Säuglingsalter taufen zu lassen.
Weiterführende Texte:
Taufanerkennungstext; Wechselseitige Taufanerkennung - Geschichte und Bedeutung
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Burgen und Basare der Kreuzfahrerzeit 30.04.2007
Ausstellung vom 9. April bis 16. September 2007 im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake in Lemgo.
Den Mittelpunkt bildet das beeindruckende Modell der im heutigen Syrien gelegenen Johanniterburg Crac des Chevaliers auf einer Fläche von 36 qm. Rund 2000 maßstabgerechte Figuren zeigen das zivile und militärische Alltagsleben in der Burg während der Belagerung durch den Mamlukensultan Baibars im Jahre 1271. Ein weiteres Modell mit rund 750 Figuren und Tausenden von Ausstattungsgegenständen zeigt den Basar von Aleppo. Die an der Weihrauchstraße und Seidenstraße gelegene Stadt besaß als bedeutendes Handelszentrum eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Kulturen.
> Weitere Informationen
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Trauer um Ordensbruder Walter Blassat 09.03.2007
Der Deutsche Tempelherrenorden OMCT trauert um seinen Ordensbruder Walter Blassat (*02. Juni 1918 + 06. März 2007).
Er war Träger des Ritterkreuzes zum Eisernen Kreuz und Ehrenritter des Deutschen Tempelherrenordens OMCT.
Am 13. März 2007 gaben ihm in Oldenburg-Donnerschwee seine Ordensbrüder das letzte Geleit.
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Bundespräsident Horst Köhler (Quelle: PHOENIX)
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Köhler fordert frischen Schwung in der Ökumene 28.02.2007
Wittenberg/dpa. Bundespräsident Horst Köhler hat von den christlichen Kirchen Europas neuen Schwung für die Ökumene gefordert. In den Gemeinden gebe es den Wunsch nach mehr Gemeinschaft, größerer Annäherung, «gerade in einer Zeit, in der sich die Kirchgänger immer stärker in der Minderheit fühlen», sagte er am Freitagabend vor Kirchenvertretern in Wittenberg.
Er warnte davor, die Chance zur Ökumene zu verspielen. Katholische, evangelische und orthodoxe Christen aus ganz Europa sprachen sich in der Lutherstadt für den Ausbau der Zusammenarbeit christlicher Konfessionen aus.
Köhler wies daraufhin, dass die Haltung der Kirchen zu ethischen Problemstellungen heute sehr gefragt sei. «Sie können die Chance nutzen, indem sie die Stimmenvielfalt und Verschiedenheit in den Dienst der zentralen Botschaft ihres Glaubens und ihrer Überzeugungen stellen. Aber sie können die Chance auch verspielen, wenn Verschiedenheit und Streit die Botschaft ihres Glaubens übertönen.»
Für viele Menschen in Deutschland sei das gemeinsame Abendmahl ein großes Thema, sagte Köhler bei der Europäischen Kirchentagung vor 150 Delegierten aus 30 Ländern. «Die Jahrhunderte lang getrennte theologische und glaubenspraktische Entwicklung lässt sich nicht einfach aufheben. Und die Kirchen sind gerade in den vergangenen Jahrzehnten schon viele Schritte aufeinander zugegangen.» Allerdings sei der «Motor der Ökumene» etwas ins Stottern geraten zu sein. Er verwies auf jüngste Äußerungen des deutschen Kardinals Karl Lehmann, der die ökumenische Bewegung in der Krise und vor einer Bewährungsprobe sieht.
Die evangelische Pfarrerin aus Rumänien, Elfriede Dörr, forderte von den Oberhäuptern der Kirchen ein klares Bekenntnis zur Ökumene. Sie vertritt Sibiu, die rumänische Gastgeberstadt der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung im Herbst. «Die Gemeinden an der Basis müssen ihren Willen zur Gemeinschaft mit gesunder Sturheit den Kirchenleitungen vermitteln.»
Der Präsident der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa, Thomas Wipf, rief die Kirchen zu Veränderung auf. «Der Ausgangspunkt zur Einheit in christlicher Vielfalt ist Versöhnung. Es braucht wieder mehr Menschen, denen diese Einheit eine Herzensangelegenheit ist.»
Noch bis zum Sonntag bereiten in Wittenberg rund 150 Vertreter der christlichen Kirchen Europas aus mehr als 30 Ländern die Dritte Europäische Ökumenische Versammlung im September in Rumänien vor.
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